Apfelkuchen mit Puddingüberraschung
Diesen gedeckten Apfelkuchen backe ich, sobald bei uns die ersten sauren Äpfel geerntet werden. Bei mir wandert die Füllung nicht roh auf den Teig: Ich koche die Apfelstücke vorher in Apfelsaft und binde sie mit Vanillepuddingpulver ab. So bleibt der Boden trocken und jedes Stück lässt sich sauber schneiden. Die Rosinen und der Mandelteig machen ihn sättigend genug für einen ganzen Sonntagnachmittag mit Besuch.
Zutaten
Für den Teig
- 100 g Mandel(n), gemahlen
- 300 g Mehl
- 120 g Zucker
- 200 g Butter, oder Margarine
- 1 Pck. Vanillinzucker
- 1 Prise(n) Salz
- 1 m.-großes Ei(er)
Für den Belag
- 1 kg Äpfel, säuerliche
- 2 Pck. Puddingpulver, Vanille
- 100 g Zucker
- 700 ml Apfelsaft
- evtl. Milch (wenn die Äpfel nicht saftig genug sind)
- 100 g Rosinen
- 75 g Mandelblättchen, zum Bestreuen
Für den Guss
- 1 Eiweiß
- 200 g Puderzucker
- 1 Zitrone(n), Saft davon
- Puderzucker, zum Bestäuben
- Fett, für die Form
Zubereitung

Teigvorbereitung
Verknete Mandeln, Mehl, 120 g Zucker, Butter oder Margarine, Vanillinzucker, Salz und Ei zu einem glatten Teig. Lass ihn zugedeckt etwa 1 Stunde im Kühlschrank ruhen.
Kompott und Pudding
Schäl die Äpfel, viertel sie, entkern sie und schneide sie in Stücke. Beträufel die Apfelstücke mit Zitronensaft. Rühr das Puddingpulver mit 100 ml Apfelsaft und 100 g Zucker an. Gib die Apfelstücke zusammen mit 600 ml Apfelsaft in einen Topf und bring alles zum Kochen. Reicht der Saft nicht, gieß etwas Milch dazu. Lass es etwa 1 Minute kochen, rühr dann das Puddingpulver ein und lass alles kurz aufkochen. Zum Schluss hebst du die Rosinen unter.
Kuchenaufbau
Roll etwa zwei Drittel des Teigs auf einer bemehlten Fläche rund aus und leg ihn in die gefettete Springform. Drück den Teig am Rand der Form fest. Verteil das Apfelkompott gleichmäßig auf dem Teig. Den restlichen Teig rollst du aus, legst ihn über die Äpfel und drückst die Teigränder gut an.
Backen und Garnieren
Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 1 Stunde. Nach 40 Minuten deckst du ihn ab, wenn er oben schon dunkel wird. Danach lass ihn gut auskühlen.
Fertigstellung
Röste die Mandelblättchen. Schlag das Eiweiß leicht cremig und rühr den Puderzucker ein. Wenn es nötig ist, kommen noch 2-3 EL Wasser dazu. Bestreich den Kuchen rundherum mit der Glasur und streu die gerösteten Mandeln darauf. Lass den Guss trocknen und bestäub den Kuchen zum Schluss mit Puderzucker.
Ein gedeckter Apfelkuchen mit Vanillepudding darin – so kommt er bei uns sonntags auf den Tisch.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Lass das Apfelkompott wirklich kalt werden, bevor du es einfüllst — auf warmer Füllung wird die Teigdecke von unten weich und reißt beim Backen ein. Drücke die Ränder von unterem und oberem Teig fest zusammen, sonst kocht die Füllung heraus. Und wenn die Decke nach 40 Minuten schon dunkel ist, leg Backpapier auf.
Varianten
- Statt Rosinen nehme ich manchmal 100 g grob gehackte Walnüsse, die passen gut zu den sauren Äpfeln.
- Wer keine Mandeln mag, ersetzt die 100 g gemahlenen Mandeln im Teig durch gemahlene Haselnüsse.
- Ohne Eiweißglasur: den Kuchen nur mit Puderzucker bestäuben und die Mandelblättchen schon vor dem Backen auf die Teigdecke streuen.
Aufbewahrung
Zugedeckt hält der Kuchen bei Zimmertemperatur zwei Tage, im Kühlschrank unter einer Haube vier bis fünf Tage — die Glasur wird dort allerdings etwas feucht. Einfrieren gelingt am besten ungeglasiert, in Stücken und einzeln in Folie, bis zu drei Monate. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und 10 Minuten bei 150 Grad aufbacken.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich statt Apfelsaft auch Wasser nehmen?
- Ja, aber dann fehlen Süße und Aroma. Nimm 700 ml Wasser, erhöhe den Zucker in der Füllung auf 130 g und gib einen Esslöffel Zitronensaft dazu, damit die Füllung nicht flach schmeckt.
- Muss der Teig wirklich eine Stunde in den Kühlschrank?
- Ja. Mit 200 g Butter ist er frisch geknetet zu weich zum Ausrollen. Nach einer Stunde Kälte lässt er sich dünn ausrollen und reißt beim Umlegen in die Springform nicht.
- Warum wird meine Füllung wässrig?
- Meist wurde das Puddingpulver nur untergerührt, ohne dass die Masse noch einmal richtig aufkocht. Sie muss nach dem Einrühren sprudelnd hochkommen, sonst bindet die Stärke nicht und der Saft läuft später im Kuchen aus.
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