Spritzringe
Spritzringe kenne ich vom Jahrmarkt, und genau danach schmecken sie auch aus dem eigenen Topf. Die Menge hier ist auf ein Fest gerechnet: ein Liter Wasser, 500 g Mehl und 16 Eier ergeben einen ganzen Berg. Der Brandteig geht im heißen Fett auf, wird innen hohl und außen knusprig. Der Zuckerguss mit Zitronensaft muss auf die lauwarmen Kränze, auf heißen läuft er einfach ab.
Zutaten für 40 Stück
- 1 l Wasser
- 240 g Butter oder Margarine
- 4 Prise(n) Salz
- 4 Paket Vanillezucker
- 500 g Mehl
- 16 Ei(er)
- 4 TL Backpulver, gestrichen
- Fett, zum Ausbacken
- 800 g Puderzucker
- 8 EL Wasser, heiß, evtl. 3 EL
- 4 EL Zitronensaft oder Rum
Zubereitung der Spritzringe

Teigzubereitung
Erhitz das Wasser zusammen mit der Butter, dem Vanillezucker und dem Salz in einem Topf, bis die Butter ganz geschmolzen ist und alles kocht. Nimm den Topf vom Herd und schütte das Mehl sofort auf einmal hinein. Jetzt rührst du kräftig mit dem Kochlöffel, bis sich der Teigkloß vom Topfrand löst.
Lass den Teig etwas abkühlen. Danach arbeitest du die Eier einzeln mit dem Handrührgerät ein und rührst kräftig, bis der Teig glatt ist und sich spritzen lässt. Zum Schluss rührst du das Backpulver unter.
Ausbacken der Spritzringe
Erhitz reichlich Fett in einem großen Topf. Ein Stück Butterbrotpapier in der Größe des Topfes tauchst du ins heiße Fett und legst es auf eine Platte. Füll den Teig in einen Spritzbeutel mit weiter Tülle und spritz 3 bis 5 Kränze von 1½ bis 2 cm Höhe auf das Papier.
Lass das Papier ins heiße Fett gleiten, halt dabei eine Ecke fest, bis die Kränze abrutschen, und zieh es wieder heraus. Beweg die Kränze am Anfang im Fett hin und her, dann gehen sie gleichmäßig auf. Back die Spritzkuchen von beiden Seiten goldbraun und lass sie auf einem Kuchengitter mit Küchenpapier abtropfen.
Guss für die Spritzkuchen
Für den Guss rührst du den Puderzucker mit dem heißen Wasser und dem Zitronensaft (oder Rum) glatt. Damit bestreichst du die Spritzkuchen oben.
Zu Kaffee oder Tee schmecken die Spritzringe am besten, am liebsten noch lauwarm.
Darauf kommt es an
Das Fett darf höchstens 170 Grad haben. Ein Holzlöffelstiel, an dem feine Bläschen aufsteigen, zeigt es dir ohne Thermometer. Ist es heißer, sind die Kränze außen dunkel und innen roh. Bewege sie in den ersten Sekunden mit der Schaumkelle, damit sie rundherum gleichmäßig aufgehen und nicht auf einer Seite platt bleiben.
Abwandlungen
- Für die Erwachsenen nehme ich die vier Esslöffel Rum statt Zitronensaft in den Guss.
- Wer nicht ausbacken mag, spritzt die Kränze auf Backpapier und backt sie 25 Minuten bei 200 Grad Ober-/Unterhitze im Ofen.
- Für die Familie halbiere ich alles: 500 ml Wasser, 120 g Butter, 250 g Mehl, 8 Eier.
Aufbewahren und Aufwärmen
Spritzringe schmecken am Backtag am besten. Über Nacht bewahre ich sie offen oder in einer Papiertüte auf, niemals im Kühlschrank, dort werden sie zäh. Ungeglasiert kannst du sie vier Wochen einfrieren und gefroren zehn Minuten bei 160 Grad aufbacken, den Guss streichst du erst danach auf.
Das werde ich oft gefragt
- Wie merke ich ohne Thermometer, ob das Fett heiß genug ist?
- Halte einen Holzlöffelstiel hinein. Steigen ringsum feine Bläschen auf, kannst du die ersten Kränze hineingleiten lassen. Sprudelt es heftig, nimm den Topf kurz von der Platte, sonst bleiben die Ringe innen roh.
- Kann ich den Teig vorbereiten?
- Den Brandteig kannst du zwei Stunden abgedeckt stehen lassen. Das Backpulver rühre ich aber erst kurz vor dem Ausbacken ein, sonst hat es seine Kraft verloren und die Kränze bleiben flach und schwer.
- Die Menge ist riesig, kann ich sie halbieren?
- Ja, nimm 500 ml Wasser, 120 g Butter, 250 g Mehl, 8 Eier und 2 gestrichene Teelöffel Backpulver. Für den Guss reichen dann 400 g Puderzucker mit 4 Esslöffeln heißem Wasser und 2 Esslöffeln Zitronensaft.
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