Kartoffelsuppe mit Würstchen
Kartoffelsuppe gab es bei uns immer freitags, und sie ist bis heute das Erste, was ich koche, wenn draußen Nebel liegt. Mehligkochende Kartoffeln, Möhre, Sellerie und Lauch werden in Butter angeschwitzt, mit 1,2 Litern Brühe aufgegossen, dazu Majoran und ein Lorbeerblatt. Die Wiener Würstchen kommen erst am Schluss hinein und dürfen nur ziehen. Mit Petersilie bestreut steht sie in knapp einer Stunde auf dem Tisch.
Zutaten
- 800 g mehligkochende Kartoffeln
- 1 Zwiebel, ca. 80 g
- 1 Möhre, ca. 100 g
- 120 g Knollensellerie
- 1 Stange Lauch, ca. 150 g
- 2 EL Butter
- 1,2 l Gemüsebrühe
- 1 TL getrockneter Majoran
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Wiener Würstchen, ca. 300 g
- Salz
- schwarzer Pfeffer
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 2 EL gehackte Petersilie
Zubereitung

Gemüse vorbereiten und anschwitzen
Kartoffeln, Zwiebel, Möhre und Sellerie schälen und würfeln, den Lauch gründlich waschen und in Ringe schneiden. Butter in einem großen Topf erhitzen und das Gemüse darin 4–5 Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen.
Suppe kochen
Gemüsebrühe, Majoran und Lorbeerblatt zugeben, aufkochen und die Suppe zugedeckt etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Das Lorbeerblatt entfernen und die Suppe grob pürieren, sodass sie cremig bleibt, aber noch etwas Struktur hat.
Würstchen erwärmen und abschmecken
Wiener Würstchen in Scheiben schneiden, in die Suppe geben und 5 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen, nicht kochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und die Kartoffelsuppe mit Petersilie bestreut servieren.
Darauf kommt es an
Püriere nur einen Teil der Suppe. Ich tauche den Stabmixer drei-, viermal kurz ein und lasse den Rest stückig. Wird alles glatt gemixt, werden mehligkochende Kartoffeln kleistrig und die Suppe zäh. Die Wiener dürfen nur ziehen: Kochen sie mit, platzt die Haut und sie werden gummiartig. Das Lorbeerblatt vorher wirklich herausfischen.
Abwandlungen
- Statt Wiener passen gebratene Mettenden oder in Scheiben geschnittene Bockwurst.
- Ohne Wurst lasse ich die Würstchen weg und röste stattdessen Weißbrotwürfel in Butter goldbraun an.
- Ein Schuss Sahne oder zwei Esslöffel Crème fraîche zum Schluss machen die Suppe runder.
Aufbewahren und Aufwärmen
Abgekühlt hält die Suppe im Kühlschrank drei Tage. Die Würstchenscheiben hole ich vorher heraus, sonst werden sie weich und mehlig. Wieder aufwärmen bei mittlerer Hitze unter Rühren, nicht sprudelnd kochen. Einfrieren geht bis zu drei Monate, dann aber ohne Wurst, die wird beim Auftauen schwammig.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich festkochende Kartoffeln nehmen?
- Du kannst, aber die Suppe bindet dann kaum. Mehligkochende zerfallen beim Köcheln und machen sie von allein cremig. Bei festkochenden püriere ich einen größeren Teil oder gebe zwei zusätzliche gewürfelte Kartoffeln dazu, die richtig weich gekocht werden.
- Wie wird die Suppe sämiger, ohne Sahne?
- Länger köcheln lassen und etwas mehr pürieren reicht meist. Sonst zerdrücke ich zwei gekochte Kartoffelwürfel mit der Gabel am Topfrand und rühre sie ein. Mehl oder Speisestärke braucht diese Suppe nicht.
- Womit ersetze ich den Knollensellerie?
- Mit einer Pastinake oder zwei Stangen Staudensellerie in gleicher Menge, also etwa 120 Gramm. Die Suppe wird dadurch milder. Wer den kräftigen Ton mag, gibt zusätzlich einen halben Teelöffel Liebstöckel zum Majoran.
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