Erdbeerknödel
Erdbeerknödel gibt es bei mir nur in den paar Wochen, in denen die Erdbeeren vom Feld kommen. Der Teig aus dreihundert Gramm mehligkochenden Kartoffeln, Quark und Grieß muss noch warm verknetet werden, sonst wird er klebrig. In jeden Knödel kommt eine ganze Erdbeere. Dazu gibt es Butterbrösel mit Zimt und zwei Dips: einen aus pürierten Erdbeeren, einen aus Sauerrahm mit Zitrone.
Zutaten für 4 Portionen
Für den Teig:
- 300 g Pellkartoffeln, mehligkochend, gegart und durch die Kartoffelpresse gedrückt
- 200 g Quark (20 %)
- 250 g Weizenmehl, glatt
- 80 g Butter
- 50 g Weizengrieß
- 1 Ei
- 1 Eigelb
- 20 Erdbeeren, gewaschen, gut abgetropft und geputzt
- etwas Zitronenabrieb, unbehandelt
- Mehl für die Arbeitsfläche
Für den Dip:
- ½ Zitrone, Saft davon
- 1 Becher Sauerrahm (250 g)
- 10 Erdbeeren, gewaschen, gut abgetropft und geputzt
- 1 EL Puderzucker
- 1 EL Zucker
Zum Bestreuen:
- 30 g Butter
- 60 g Semmelbrösel
- 2 TL Zucker
- 1 Prise Zimtpulver
Zum Bestäuben:
- etwas Puderzucker
Zubereitung

Teig vorbereiten
Verknete alle Zutaten für den Teig, solange die Kartoffeln noch warm sind, und lass ihn ca. 15 Minuten ruhen. Ist er zu weich, arbeite noch etwas Mehl ein. Dann formst du auf der bemehlten Arbeitsfläche eine dicke Rolle und teilst sie in Stücke – bei großen Erdbeeren in etwa 16, bei mittelgroßen in etwa 20 Teile.
Erdbeerknödel formen
Leg jedes Teigstück auf die bemehlte Arbeitsfläche, drück es flach und setz eine Erdbeere darauf. Zieh den Teig rundum darüber, verschließ ihn gut und roll einen Knödel daraus.
Knödel kochen
Gar die Knödel in leicht kochendem Salzwasser etwa 10 Minuten.
Dips zubereiten
Währenddessen pürierst du die restlichen Erdbeeren mit dem Zucker für den Erdbeerdip. Für den zweiten Dip verrührst du den Sauerrahm mit Zitronensaft und Puderzucker.
Butterbrösel anrichten
Lass die Butter in einer großen Pfanne zergehen. Gib Semmelbrösel, Zucker und Zimtpulver dazu und röste alles bei mittlerer Hitze an.
Knödel servieren
Heb die Knödel vorsichtig aus dem Wasser, lass sie abtropfen und wälz sie in den Butterbröseln. Richte sie auf Tellern an, gib von jedem Dip einen Klecks dazu und bestäub sie nach Belieben mit Puderzucker.
Bei uns kommen die Knödel jedes Jahr in der Erdbeerzeit auf den Tisch. Ein bisschen Arbeit machen sie schon, aber dafür schmeckt man den Sommer.
Tipp:
Kauf ruhig mehr Erdbeeren, als du brauchst, und frier den Rest ein, dann hast du sie auch außerhalb der Saison. Für die Erdbeersoße lässt du die Beeren auftauen; für die Knödel kannst du sie tiefgekühlt nehmen und kochst sie etwa 5 Minuten länger.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Das Wasser darf nur leicht sieden, nicht sprudelnd kochen, sonst platzen die Knödel auf und die Erdbeere schwimmt allein im Topf. Koche zuerst einen einzigen Knödel als Probe: hält er die zehn Minuten, stimmt der Teig. Zerfällt er, arbeite noch zwei Esslöffel Mehl ein. Die Erdbeeren müssen wirklich trocken sein.
Varianten
- Mit entsteinten Marillen statt Erdbeeren wird daraus der Klassiker, dann brauchst du etwa zwölf Stück und zwei Minuten mehr Kochzeit.
- Im Herbst nehme ich entsteinte Zwetschgen und stecke ein Stück Würfelzucker in die Öffnung.
- Für die Brösel ersetze ich zwanzig Gramm der Semmelbrösel durch gemahlene Haselnüsse und röste sie eine Minute länger.
Aufbewahrung
Gekochte Knödel halten abgedeckt zwei Tage im Kühlschrank, zum Aufwärmen lasse ich sie fünf Minuten in leicht siedendem Wasser ziehen und wende sie danach frisch in Bröseln. Roh geformt kannst du sie auf einem Blech vorfrieren und zwei Monate lagern, gefroren einlegen und etwa fünf Minuten länger garen.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich den Teig am Vortag machen?
- Besser nicht. Die Kartoffeln ziehen über Nacht Wasser und der Teig wird weich und klebrig. Verarbeite ihn am selben Tag und lasse ihn nur die fünfzehn Minuten ruhen, die im Rezept stehen.
- Warum platzen meine Knödel auf?
- Entweder kochte das Wasser zu stark oder die Teighülle war zu dünn. Drücke jede Portion gleichmäßig flach, umschließe die Erdbeere ganz und rolle die Naht mit den Händen glatt. Im Topf soll das Wasser nur leise blubbern.
- Kann ich den Weizengrieß weglassen?
- Ich würde ihn drinlassen, er bindet die Feuchtigkeit der Kartoffeln und macht den Teig stabil. Ohne Grieß brauchst du etwa fünfzig Gramm mehr Mehl, dann werden die Knödel aber deutlich fester.
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