Blätterteig-Würstchen aus der Heißluftfritteuse: Fingerfood in 14 Minuten!
Es gibt Abende, da klingelt es an der Tür, und ich habe nichts im Haus außer einer Rolle Blätterteig und einem Päckchen Würstchen aus dem Kühlschrank. Früher hätte ich den Backofen angeworfen, zwanzig Minuten vorgeheizt und dann noch einmal so lange gewartet. Heute mache ich es anders: Die Heißluftfritteuse steht bei mir griffbereit auf der Arbeitsplatte, und sie braucht für genau dieses Fingerfood ganze 14 Minuten – vom Ausrollen bis zum ersten Bissen.
Das Schöne daran ist, wie wenig man dafür können muss. Du schneidest den Teig in Streifen, wickelst ihn um die Würstchen, bestreichst alles mit ein wenig Ei und legst die kleinen Rollen in den Korb. Die heiße Luft umströmt sie von allen Seiten, der Teig geht auf, blättert und wird goldbraun, während das Würstchen innen heiß und saftig bleibt. Kein Blech zu schrubben, kein Vorheizen über Minuten, kein warmes Küche im Hochsommer.
Zutaten
- 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (275 g, rechteckig ausgerollt)
- 16 Mini-Wiener Würstchen (ca. 320 g, abgetropft)
- 1 Eigelb
- 1 EL Milch
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 EL Sesam
- 1 Prise Salz
Zubereitung
Schritt 1: Teig vorbereiten
Nimm den Blätterteig aus dem Kühlschrank und rolle ihn samt Backpapier auf der Arbeitsfläche aus. Er sollte kalt, aber geschmeidig sein – zu warmer Teig klebt und verliert seine Schichten. Bestreiche die Teigfläche hauchdünn mit dem Teelöffel Senf, so bekommt jedes Würstchen von innen etwas Würze. Schneide den Teig dann mit einem Pizzarad in 16 schmale Streifen von etwa zwei Zentimetern Breite.
Schritt 2: Würstchen einwickeln
Tupfe die Mini-Wiener mit Küchenpapier gut trocken, sonst weicht der Teig auf und wird beim Garen nicht knusprig. Lege ein Würstchen an das Ende eines Teigstreifens und wickle den Streifen schräg darum, sodass sich die Bahnen leicht überlappen. Drücke das Teigende an der Unterseite fest an. So wickelst du alle 16 Stück ein und legst sie mit der Nahtseite nach unten auf ein Brett.
Schritt 3: Bestreichen und bestreuen
Verquirle das Eigelb mit dem Esslöffel Milch und der Prise Salz in einer kleinen Tasse. Bestreiche die Röllchen mit einem Backpinsel rundherum dünn damit – das gibt später den warmen, glänzenden Goldton. Streue anschließend den Sesam darüber. Drücke ihn mit dem Finger leicht an, sonst bläst ihn die Heißluft im Korb einfach davon.
Schritt 4: In der Heißluftfritteuse garen
Heize die Heißluftfritteuse zwei Minuten auf 190 °C vor. Lege die Röllchen mit etwas Abstand in den Korb, am besten auf ein passend zugeschnittenes Stück Backpapier mit hochgestellten Rändern. Gare sie 6 Minuten bei 190 °C. Nach 4 Minuten schaust du kurz nach und drehst den Korb, falls dein Gerät ungleichmäßig bräunt. Fertig sind sie, wenn der Teig sichtbar aufgegangen und rundum goldbraun ist.
Schritt 5: Kurz ruhen lassen und servieren
Hole die Röllchen mit einer Zange aus dem Korb und lege sie für eine Minute auf ein Gitter. Direkt aus dem Gerät ist die Füllung sehr heiß, und der Teig setzt sich in dieser kurzen Minute noch etwas. Danach servierst du sie warm auf einem Holzbrett, mit einer kleinen Schale Senf oder Ketchup daneben. Bei zwei Durchgängen im kleinen Gerät hältst du die erste Fuhre einfach im lauwarmen Korb bereit.
Omas Tipps
- Nahtseite nach unten legen. Wenn das Teigende oben liegt, klappt es beim Aufgehen auf und das Würstchen rutscht heraus. Lege jedes Röllchen mit der Naht auf den Boden des Korbs, dann verklebt sie durch die Hitze von selbst.
- Backpapier mit Rand zuschneiden. Ein flaches Stück Papier wird vom Gebläse hochgewirbelt und legt sich auf die Heizspirale. Schneide das Papier etwas größer als den Korbboden und knicke die Ränder nach oben, dann klemmen die Röllchen es fest.
- Reste vom Teig nicht wegwerfen. Aus den schmalen Endstücken drehst du kleine Spiralen, bestreust sie mit Salz und Sesam und gibst sie in den letzten drei Minuten mit in den Korb. Sie werden zu knusprigen Knabberstangen für nebenbei.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Am besten schmecken die Röllchen frisch und warm. Übrig gebliebene Stücke lässt du vollständig auskühlen und legst sie dann in eine Dose, die du nur locker mit dem Deckel abdeckst – luftdicht verschlossen zieht der Teig Feuchtigkeit und wird am nächsten Tag weich. Im Kühlschrank halten sie sich so 2 Tage. Zum Aufwärmen gibst du sie 3 Minuten bei 170 °C zurück in die Heißluftfritteuse, dann blättert der Teig wieder.
Einfrieren geht, aber roh statt gegart: Wickle die Würstchen ein, friere sie ungebacken auf einem Brett vor und packe sie dann in einen Gefrierbeutel. So halten sie 2 Monate und wandern gefroren direkt in den Korb, dann mit 9 Minuten bei 190 °C. Bereits gegarte Röllchen werden beim Auftauen dagegen zäh, weil der Blätterteig seine Schichten verliert.
Häufige Fragen
- Kann ich statt Mini-Wiener normale Bockwürste nehmen?
- Ja, dann schneidest du sie in Stücke von etwa fünf Zentimetern. Achte darauf, dass die Stücke nicht dicker sind als ein Daumen, sonst braucht das Innere länger als die 6 Minuten und der Teig wird zu dunkel. Bei dickeren Würsten gehst du auf 180 °C und 8 Minuten.
- Warum ist mein Teig unten hell geblieben?
- Das passiert, wenn die Röllchen zu dicht liegen und die Luft nicht unter ihnen zirkulieren kann. Lass zwischen den Stücken mindestens einen Zentimeter Platz und gare lieber in zwei Durchgängen. Ein gelochtes Backpapier hilft zusätzlich, weil die Hitze von unten durchkommt.
- Schaffe ich die 14 Minuten wirklich, wenn ich vorheize?
- Ja, denn die zwei Minuten Vorheizen laufen parallel zum Einwickeln. Stell das Gerät gleich zu Beginn an, während du die Streifen schneidest, dann ist es heiß, sobald die letzten Röllchen bestrichen sind. Gerechnet sind 8 Minuten Vorbereitung und 6 Minuten im Korb.

Schreibe einen Kommentar