Zucchinipuffer mit Feta: 12 Stück in 20 Minuten!
Im Spätsommer liegen bei uns die Zucchini stapelweise auf der Fensterbank, weil im Garten alles auf einmal reif wird. Irgendwann hat man genug von Zucchinigemüse und Suppe, und dann kommen diese Puffer auf den Tisch. Zucchini grob geraspelt, Feta zerbröckelt, ein wenig Mehl und Ei als Bindung – mehr steckt nicht dahinter. Aus der Menge werden genau 12 Stück, und die sind in 20 Minuten fertig.
Der Trick liegt beim salzigen Käse. Er würzt den Teig von innen heraus, sodass du kaum nachsalzen musst, und gibt den Puffern kleine weiche Stellen zwischen den knusprigen Rändern. Wichtig ist nur, dass du die geraspelte Zucchini gründlich ausdrückst. Wer das überspringt, bekommt blasse, schlappe Fladen statt goldener Puffer – das ist die einzige Stelle, an der man hier etwas falsch machen kann.
Zutaten
- 500 g Zucchini (etwa 2 mittlere)
- 200 g Feta
- 2 Eier (Größe M)
- 80 g Mehl (Type 405)
- 1 Bund Frühlingszwiebeln (etwa 4 Stück)
- 2 EL gehackter Dill
- 1 TL Salz zum Entwässern
- Schwarzer Pfeffer
- 4 EL Sonnenblumenöl zum Braten
Zubereitung
Schritt 1: Zucchini raspeln und salzen
Wasche die Zucchini und schneide nur die Enden ab, schälen musst du sie nicht – die grüne Schale gibt Farbe und Halt. Raspele sie auf der groben Seite der Reibe in eine Schüssel, streue den Teelöffel Salz darüber und mische alles kurz durch. Lass die Raspel 5 Minuten stehen, in dieser Zeit zieht das Salz das Wasser heraus und du bereitest die übrigen Zutaten vor.
Schritt 2: Gründlich ausdrücken
Gib die Zucchiniraspel portionsweise in ein sauberes Geschirrtuch, schlage es zusammen und drehe es fest über der Spüle zusammen. Es wird erstaunlich viel Flüssigkeit herauslaufen, oft ein halbes Glas voll. Drücke so lange, bis nur noch einzelne Tropfen kommen. Die Raspel sollen sich danach trocken und kompakt anfühlen, fast wie ein kleiner Ballen.
Schritt 3: Teig mischen
Schneide die Frühlingszwiebeln in feine Ringe, das Grün kommt mit hinein. Gib die ausgedrückten Raspel in eine Schüssel, schlage die Eier auf, streue das Mehl darüber und gib Zwiebelringe und Dill dazu. Zerbröckele den Feta grob mit den Fingern hinein – nicht zu fein, kleine Stücke sollen später spürbar sein. Mische alles mit einer Gabel, pfeffere kräftig und salze nicht nach.
Schritt 4: Braten
Erhitze 2 Esslöffel Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Setze mit einem Esslöffel sechs Häufchen hinein und drücke sie mit der Löffelrückseite auf etwa 8 Zentimeter flach. Brate sie 3 Minuten, bis der Rand goldbraun ist und sich der Puffer leicht löst, wende ihn dann und brate ihn weitere 3 Minuten. Bratest du zwei Pfannen voll, brauchst du 12 Minuten insgesamt.
Schritt 5: Abtropfen und servieren
Lege die fertigen Puffer auf ein Stück Küchenpapier, aber stapele sie nicht – der Dampf würde die Kruste sofort weich machen. Gib das restliche Öl in die Pfanne, lass es kurz heiß werden und brate die zweite Fuhre genauso. Serviere die Puffer noch warm, am besten mit einem Klecks Naturjoghurt daneben.
Omas Tipps
- Feta erst zum Schluss unterheben. Rührst du ihn zu früh und zu kräftig mit, löst er sich im Teig auf und du schmeckst ihn nur noch als Salz. Grobe Bröckchen geben beim Essen kleine cremige Inseln.
- Die Pfanne nicht überladen. Sechs Puffer sind für eine 28er Pfanne das Maximum. Liegen sie enger, sinkt die Temperatur, der Teig zieht Öl und die Ränder werden nicht knusprig, sondern fettig.
- Salzwasser der Zucchini nicht wegkippen. Es schmeckt kräftig nach Gemüse und ist eine gute Grundlage für eine schnelle Gemüsesuppe oder zum Angießen von Reis. Ich fange es einfach in einem Becher auf.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank halten sich die Puffer 2 Tage. Lass sie vollständig abkühlen und schichte sie dann in eine Dose, zwischen die Lagen legst du jeweils ein Stück Küchenpapier – es nimmt das Kondenswasser auf und verhindert, dass die Puffer aneinanderkleben. Zum Aufwärmen legst du sie ohne Fett in eine heiße Pfanne, je Seite eine Minute, dann sind sie wieder knusprig. In der Mikrowelle werden sie gummiartig.
Einfrieren funktioniert und ist hier sogar zu empfehlen. Friere die abgekühlten Puffer nebeneinander auf einem Brett vor und pack sie dann in einen Beutel, so bleiben sie einzeln entnehmbar. Innerhalb von 2 Monaten aufbrauchen und gefroren bei 180 Grad etwa 10 Minuten im Ofen aufbacken, nicht auftauen lassen – sonst werden sie weich.
Häufige Fragen
- Meine Puffer fallen beim Wenden auseinander – woran liegt das?
- Fast immer war die Zucchini noch zu nass, das Mehl kann die Flüssigkeit dann nicht binden. Drücke den Teig notfalls noch einmal ab und gib einen weiteren Esslöffel Mehl dazu. Wende außerdem erst, wenn sich der Rand sichtbar gelöst hat.
- Geht das Rezept auch ohne Feta?
- Ja, ersetze ihn durch 150 g geriebenen Bergkäse oder festen Ziegenkäse. Da beide weniger salzig sind als Feta, gibst du dann einen halben Teelöffel Salz in den Teig, sonst schmecken die Puffer flach.
- Kann ich sie im Backofen statt in der Pfanne machen?
- Das geht, sie werden aber weniger knusprig. Setze die 12 Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech, bestreiche sie mit Öl und backe sie bei 200 Grad 20 Minuten, nach 12 Minuten einmal wenden. Die Gesamtzeit verlängert sich dadurch.

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