Zucchini-Feta-Aufstrich: 400 g, mediterran gewürzt!
Wenn im Gemüsefach zwei Zucchini liegen, die niemand mehr roh im Salat sehen will, wird bei mir Aufstrich daraus. Zucchini hat für sich genommen wenig Eigengeschmack – aber genau das macht sie zur perfekten Grundlage. Sie nimmt auf, was man ihr gibt, und mit Feta, Knoblauch, Oregano und Zitrone gibt man ihr eine ganze Menge.
Der Trick bei diesem Aufstrich liegt im Wasser. Zucchini besteht fast vollständig daraus, und wer sie einfach so püriert, bekommt eine Suppe statt einer Creme. Deshalb wird sie hier erst geraspelt, gesalzen und ausgedrückt und dann in der Pfanne ohne Deckel kurz abgebraten. Was danach übrig bleibt, ist konzentriert im Geschmack und gibt zusammen mit 150 g Feta genau 400 g festen, mediterran gewürzten Aufstrich.
Zutaten
- 400 g Zucchini (etwa 2 mittelgroße)
- 1 TL Salz zum Entwässern
- 150 g Feta
- 2 EL Olivenöl zum Braten
- 1 EL Olivenöl für die Creme
- 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
- 1 TL getrockneter Oregano
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL abgeriebene Zitronenschale, unbehandelt
- 2 EL frische Petersilie, fein gehackt
- 2 EL Frischkäse (etwa 30 g)
- Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung
Schritt 1: Zucchini raspeln und salzen
Wasche die 400 g Zucchini, schneide die Enden ab und raspele sie mit der groben Seite der Reibe – die Schale bleibt dran, sie gibt dem Aufstrich seine grünen Sprenkel. Vermenge die Raspel in einem Sieb mit 1 TL Salz und lass sie 20 Minuten über einer Schüssel stehen. Du wirst sehen, wie sich unten deutlich Flüssigkeit sammelt; genau die soll nicht in den Aufstrich.
Schritt 2: Kräftig ausdrücken
Nimm die Raspel portionsweise in die Hände oder schlage sie in ein sauberes Küchentuch und drücke sie so fest aus, wie du kannst. Aus 400 g Zucchini kommen dabei gut 100 ml Wasser heraus, und die Masse schrumpft sichtbar auf etwa die Hälfte zusammen. Dieser Schritt entscheidet darüber, ob dein Aufstrich später am Messer hält oder vom Brot läuft – spare hier keine Kraft.
Schritt 3: In der Pfanne abbraten
Erhitze 2 EL Olivenöl in einer weiten Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze und gib die ausgedrückten Raspel hinein. Brate sie 8 Minuten ohne Deckel, dabei mehrmals wenden, bis sie an den Rändern goldbraun werden und die Pfanne trocken aussieht. In den letzten 2 Minuten rührst du den geriebenen Knoblauch und den Oregano unter. Danach vom Herd nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen.
Schritt 4: Feta einarbeiten
Zerbrösele die 150 g Feta mit der Gabel in eine Schüssel und drücke sie zu einer groben Paste. Gib die lauwarmen Zucchini, den Frischkäse, 1 EL Olivenöl, Zitronensaft und Zitronenschale dazu. Verrühre alles mit der Gabel, nicht mit dem Mixer: So bleiben kleine Fetastückchen erhalten, die man beim Essen einzeln schmeckt. Der Feta soll noch nicht vollständig verschwunden sein.
Schritt 5: Abschmecken und kalt stellen
Hebe die gehackte Petersilie unter und mahle reichlich schwarzen Pfeffer darüber. Probiere jetzt erst – durch das Salzen der Zucchini und den Feta ist meist gar kein zusätzliches Salz mehr nötig. Streiche die 400 g in eine flache Schale, glätte die Oberfläche und stelle sie abgedeckt 1 Stunde in den Kühlschrank, damit der Aufstrich fest wird und die Kräuter durchziehen.
Omas Tipps
- Nimm kleine, feste Zucchini. Große Exemplare ab 400 g pro Stück haben ein wässriges, kerniges Inneres, das auch nach dem Ausdrücken noch Flüssigkeit abgibt. Wenn du nur große bekommst, schneide sie längs auf und kratze das weiche Kerngehäuse mit dem Löffel heraus, bevor du raspelst.
- Feta in Salzlake schlägt vakuumierten. Der Block aus der Lake ist cremiger und lässt sich mit der Gabel zu einer Paste drücken, während vakuumierter Feta oft trocken bröselt und in der Masse körnig bleibt. Tupfe ihn vor dem Zerbröseln kurz mit Küchenpapier ab.
- Serviere ihn auf warmem Fladenbrot mit Oliven. Die Kälte aus dem Kühlschrank dämpft Oregano und Zitrone, warmes Brot holt beides zurück. Dazu ein paar schwarze Oliven und ein Spritzer Zitrone direkt auf den Aufstrich – mehr braucht es für ein Abendbrot nicht.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
In einer verschlossenen Schale hält sich der Zucchini-Feta-Aufstrich 3 Tage im Kühlschrank. Länger nicht: Zucchini zieht auch nach dem Braten noch Wasser, und ab dem vierten Tag sammelt sich am Boden der Schale eine Lache, die den Geschmack verwässert. Decke die Oberfläche direkt mit Frischhaltefolie ab, sodass sie den Aufstrich berührt – so trocknet der Rand nicht aus und nimmt keine Kühlschrankgerüche an.
Einfrieren ist bei diesem Aufstrich keine gute Idee. Sowohl Feta als auch Frischkäse flocken beim Auftauen aus, die Masse wird körnig und trennt sich in Wasser und Käse. Die Zucchinifasern werden dazu weich und matschig. Hast du zu viel angerührt, brate den Rest lieber am nächsten Tag mit zwei Eiern zu einer schnellen Pfanne oder rühre ihn unter warme Nudeln.
Häufige Fragen
- Muss ich die Zucchini wirklich vorher salzen und ausdrücken?
- Ja, sonst wird es kein Aufstrich. Rohe Zucchini bestehen zu über 90 Prozent aus Wasser, und dieses Wasser tritt spätestens im Kühlschrank aus. Ohne das Entwässern bekommst du eine Masse, die sich zwar streichen lässt, aber innerhalb einer Stunde in der Schale steht und das Brot durchweicht.
- Kann ich den Frischkäse weglassen?
- Du kannst, dann wird der Aufstrich krümeliger und schmeckt deutlich salziger, weil der Feta allein bestimmt. Ersetze ihn in dem Fall durch 2 EL griechischen Joghurt oder 1 EL zusätzliches Olivenöl, damit die Masse zusammenhält. Mit Joghurt sinkt die Haltbarkeit auf 2 Tage.
- Woher kommt der mediterrane Geschmack genau?
- Aus dem Zusammenspiel von getrocknetem Oregano, geriebenem Knoblauch und Zitronenschale. Getrockneter Oregano ist hier bewusst gewählt: Er ist herber und kräftiger als frischer und hält sich gegen den salzigen Feta. Die Zitronenschale gibst du erst am Ende dazu, weil ihr Aroma beim Braten verfliegen würde.

Schreibe einen Kommentar