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Thermomix Grießauflauf mit Rosinen: Eine Form, 35 Minuten Ofen!

Thermomix Grießauflauf mit Rosinen: Eine Form, 35 Minuten Ofen!
Portionen 4
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 35 Minuten im Ofen
Gesamt 55 Minuten

Grießauflauf ist eines dieser Essen, die keine Verzierung brauchen. Ein Löffel bricht durch die goldbraune Kruste, darunter kommt weicher, süßer Grieß mit Rosinen, die beim Backen prall geworden sind. Bei uns gab es das als Hauptgericht mit Zwetschgenkompott daneben, und niemand hat je gefragt, wo denn das Fleisch bleibt.

Der ganze erste Teil passiert in einer Form – erst kocht der Grießbrei im Mixtopf, dann wandert alles in eine Auflaufform und braucht 35 Minuten Ofen. Mehr Geräte brauchst du nicht. Der Thermomix ist hier vor allem deshalb praktisch, weil er den Brei rührt, während er kocht, und Grieß sonst gern klumpt. Jede andere Küchenmaschine mit Heizfunktion und Rührstufe macht denselben Job.

Zutaten

  • 100 g Rosinen
  • 3 EL Apfelsaft oder Wasser zum Einweichen
  • 700 g Milch
  • 140 g Weichweizengrieß
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • abgeriebene Schale von 1 unbehandelten Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 40 g weiche Butter
  • 3 Eier (Größe M), getrennt
  • 10 g Butter für die Form
  • 2 EL Semmelbrösel für die Form
  • 1 EL Zucker und 1/2 TL Zimt zum Bestreuen

Zubereitung

Schritt 1: Rosinen einweichen und Form vorbereiten

Übergieße die Rosinen mit dem Apfelsaft und lass sie stehen, während du weiterarbeitest. Sie ziehen die Flüssigkeit auf und bleiben im Ofen saftig, statt an der Oberfläche hart zu werden. Fette eine Auflaufform von etwa 25 cm Länge mit der Butter aus und streue die Semmelbrösel hinein, bis alle Wände bedeckt sind. Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.

Schritt 2: Grießbrei kochen

Gib Milch, Grieß, Zucker, Salz, Zitronenschale und Vanilleextrakt in den Mixtopf und koche alles 9 Minuten bei 90 °C im Linkslauf auf Stufe 2. Der Linkslauf ist hier wichtig: er rührt den Brei, ohne den Grieß zu zerschlagen. Am Ende ist die Masse dick und zieht beim Herausheben des Spatels sichtbar Fäden. Lass sie 5 Minuten offen abkühlen.

Schritt 3: Butter und Eigelb unterrühren

Gib die weiche Butter und die drei Eigelb in den lauwarmen Brei und mixe 20 Sekunden im Linkslauf auf Stufe 3. Wichtig ist, dass der Brei wirklich nur lauwarm ist – bei über 65 °C stocken die Eigelbe sofort und du bekommst gelbe Krümel im Auflauf. Fülle die Masse in eine große Schüssel um und hebe die abgetropften Rosinen mit dem Spatel unter.

Schritt 4: Eiweiß aufschlagen und unterheben

Spüle den Mixtopf heiß aus und trockne ihn gut ab, setze den Rühraufsatz ein und schlage die drei Eiweiß 3 Minuten auf Stufe 4 steif. Der Schnee ist fertig, wenn er stehen bleibt und die Spitzen nicht mehr umkippen. Hebe ihn in drei Portionen mit dem Spatel unter den Grießbrei – in großen, langsamen Bewegungen von unten nach oben, nicht rühren.

Schritt 5: Backen

Streiche die Masse in die vorbereitete Form, glätte die Oberfläche und bestreue sie mit dem Zimtzucker. Backe den Auflauf 35 Minuten bei 180 °C auf der mittleren Schiene. Er ist fertig, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun ist und die Mitte beim leichten Rütteln der Form nicht mehr wabbelt. Lass ihn 5 Minuten stehen, bevor du portionierst.

Omas Tipps

  • Weichweizengrieß, nicht Hartweizengrieß. Hartweizengrieß bleibt im Auflauf körnig und die Masse wirkt sandig. Weichweizengrieß quillt vollständig auf und gibt die weiche, fast puddingartige Mitte, die diesen Auflauf ausmacht. Auf der Packung steht es meist klein auf der Rückseite.
  • Brei unbedingt abkühlen lassen. Fünf Minuten offen stehen lassen reicht, um von Kochtemperatur auf etwa 60 °C zu kommen. Rührst du Eigelb in den heißen Brei, gerinnen sie sofort, und man sieht die Stückchen später im Anschnitt. Ein Rührlöffel darin beschleunigt das Abkühlen zusätzlich.
  • Rosinen abtropfen, bevor sie in die Masse kommen. Die eingeweichte Flüssigkeit würde den Grießbrei wieder verdünnen und der Auflauf ginge im Ofen schlechter auf. Drücke sie kurz in einem Sieb aus; den aufgefangenen Saft kannst du über die fertigen Portionen träufeln.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Abgekühlt hält sich der Grießauflauf im Kühlschrank 3 Tage. Decke die Form mit einem Teller oder Frischhaltefolie ab, sobald er ganz kalt ist – warm abgedeckt bildet sich Kondenswasser, das die Kruste aufweicht. Zum Aufwärmen gibst du die Portionen mit einem Esslöffel Milch in eine kleine Form und schiebst sie 10 Minuten bei 160 °C in den Ofen; in der Mikrowelle wird er gummiartig.

Einfrieren funktioniert, aber mit Abstrichen: der Eischnee fällt beim Auftauen zusammen und der Auflauf wird dichter und kompakter. Wenn du trotzdem einfrieren willst, portioniere ihn kalt, wickle jedes Stück einzeln ein und verbrauche es innerhalb von zwei Monaten. Aufgetaut im Ofen erwärmt, schmeckt er eher wie ein fester Grießkuchen.

Häufige Fragen

Mein Auflauf ist in der Mitte feucht geblieben – was tun?
Dann war die Form zu klein oder zu hoch befüllt, sodass die Masse mehr als etwa 4 cm hoch stand. Backe ihn abgedeckt weitere 8 bis 10 Minuten bei 180 °C nach. Beim nächsten Mal nimmst du eine flachere Form von 25 cm Länge, dann stimmt die Zeit von 35 Minuten.
Kann ich die Rosinen weglassen?
Ja, der Auflauf funktioniert auch ohne. Ersetze sie dann durch 150 g klein gewürfelte Äpfel, die du im dritten Schritt unterhebst, sonst fehlt der Masse die Fruchtsäure und sie schmeckt sehr gleichförmig süß. Die Backzeit bleibt bei 35 Minuten.
Warum geht mein Auflauf kaum auf?
Meistens liegt es am Eischnee: Fettreste im Mixtopf oder eine Spur Eigelb im Eiweiß verhindern, dass er richtig steif wird. Spüle den Topf vor dem Schlagen heiß aus und trenne die Eier einzeln über einer Tasse. Und hebe den Schnee nur unter, statt ihn einzurühren.
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