Zimtschnecken-Plätzchen: Der Weihnachts-Geheimtipp mit Zimtfüllung!
Auf jedem Plätzchenteller liegen die gleichen Sterne und Halbmonde, und irgendwann greift niemand mehr zu. Diese kleinen Zimtschnecken sind der Grund, warum bei uns der Teller trotzdem immer zuerst leer ist. Sie sehen aus wie die großen Hefeschnecken vom Sonntagsfrühstück, sind aber mundgerecht, knusprig und in einer halben Stunde Arbeit gemacht.
Der Trick liegt im Teig: kein Hefeteig, sondern ein einfacher Mürbeteig, der ausgerollt, mit Zimtbutter bestrichen und wie eine Roulade aufgerollt wird. Aus der gekühlten Rolle schneidest du Scheibe für Scheibe ab. Im Ofen karamellisiert der braune Zucker am Rand, und beim Abkühlen bekommt jede Schnecke ihren feinen Knack. Ich habe das Rezept vor Jahren von einer Nachbarin abgeschaut, die es ihren Weihnachts-Geheimtipp nannte.
Zutaten
Für den Teig:
- 300 g Mehl (Type 405)
- 200 g kalte Butter in Würfeln
- 100 g Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Für die Zimtfüllung:
- 60 g weiche Butter
- 80 g brauner Zucker
- 2 gestrichene Teelöffel gemahlener Zimt
Für den Guss:
- 80 g Puderzucker
- 1 bis 2 Esslöffel heißes Wasser
Zubereitung
Schritt 1: Den Mürbeteig kneten
Gib Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Schüssel und verteile die kalten Butterwürfel darüber. Reibe alles mit den Fingerspitzen zu groben Krümeln, dann kommt das Ei dazu. Knete nur so lange, bis ein glatter Teig entsteht, höchstens eine Minute. Forme eine flache Platte, wickle sie in Folie und kühle sie 30 Minuten.
Schritt 2: Die Zimtfüllung anrühren
Verrühre die weiche Butter mit dem braunen Zucker und dem Zimt zu einer streichfähigen Paste. Sie soll wie dunkles Karamell aussehen und darf ruhig etwas körnig bleiben, der Zucker schmilzt im Ofen. Lass sie bei Zimmertemperatur stehen, damit sie sich später leicht verstreichen lässt.
Schritt 3: Ausrollen und füllen
Rolle den gekühlten Teig zwischen zwei Lagen Backpapier zu einem Rechteck von etwa 30 mal 35 Zentimetern und drei Millimetern Dicke aus. Nimm das obere Papier ab und streiche die Zimtfüllung gleichmäßig darauf, aber lass an einer Längsseite zwei Zentimeter frei. Das ist der Rand, auf dem die Rolle später klebt.
Schritt 4: Aufrollen und kühlen
Rolle den Teig von der belegten Längsseite her mit Hilfe des unteren Backpapiers straff auf. Drücke die Naht fest an und rolle die Wurst kurz auf der Arbeitsfläche hin und her, damit sie rund wird. Wickle sie in Frischhaltefolie und leg sie für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Sie muss durch und durch fest sein, sonst verliert sie beim Schneiden ihre Form.
Schritt 5: Schneiden und backen
Heize den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Schneide mit einem scharfen, dünnen Messer Scheiben von etwa sieben Millimetern ab und drehe die Rolle nach jedem Schnitt eine Vierteldrehung weiter, damit sie nicht platt wird. Setze die Schnecken mit Abstand auf ein Blech mit Backpapier und backe sie 13 Minuten, bis die Ränder goldbraun sind.
Schritt 6: Glasieren
Lass die Schnecken auf dem Blech fünf Minuten ruhen und hebe sie dann auf ein Gitter. Rühre den Puderzucker mit so wenig heißem Wasser an, dass ein dickflüssiger Guss entsteht, der vom Löffel in einem Faden abreißt. Zieh ihn mit einer Gabel in feinen Linien über die vollständig ausgekühlten Schnecken.
Omas Tipps
- Zwischen Backpapier ausrollen. Mehl auf der Arbeitsfläche würde in den Teig wandern und die Schnecken trocken machen. Zwischen zwei Papieren brauchst du kein einziges Gramm extra, und das untere Papier hilft dir beim Aufrollen wie eine Sushimatte.
- Braunen Zucker nicht durch weißen ersetzen. Die Melasse im braunen Zucker sorgt für die dunkle Spirale und den karamelligen Geschmack, der den Zimt trägt. Mit weißem Zucker sieht die Füllung blass aus und schmeckt flach.
- Kurz anfrieren, wenn die Rolle weich wird. Wenn du beim Schneiden merkst, dass die Spirale sich verdrückt, schieb die Rolle für 15 Minuten ins Gefrierfach. Danach gleitet das Messer durch und jede Schnecke behält ihr sauberes Muster.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
In einer dicht schließenden Dose bleiben die Zimtschnecken zwei bis drei Wochen knusprig. Warte unbedingt, bis der Guss vollständig getrocknet ist, sonst klebt er die Lagen zusammen. Ich lege zwischen jede Schicht Backpapier und stelle die Dose kühl und dunkel, aber nicht in den Kühlschrank, dort wird der Mürbeteig weich.
Einfrieren lohnt sich vor allem in Form der ungeschnittenen Rolle. Gut verpackt hält sie zwei Monate, taut in einer Stunde im Kühlschrank auf Schneidtemperatur auf und lässt sich dann portionsweise abbacken. Fertig glasierte Schnecken solltest du nicht einfrieren, denn der Zuckerguss wird beim Auftauen milchig und schmierig.
Häufige Fragen
- Warum laufen meine Schnecken beim Backen auseinander?
- Das passiert, wenn die Rolle vor dem Schneiden nicht kalt genug war oder die Scheiben zu dick geraten sind. Sieben Millimeter sind das Maß, bei einem Zentimeter kippt die Spirale im Ofen um. Stell die geschnittenen Schnecken im Zweifel noch zehn Minuten kalt, bevor sie ins Rohr kommen.
- Kann ich Rosinen oder Nüsse in die Füllung geben?
- Gehackte Walnüsse funktionieren gut, nimm etwa 40 Gramm und streue sie fein über die Zimtbutter. Rosinen rate ich ab, sie sind für die dünnen Scheiben zu groß und reißen die Spirale beim Schneiden auf. Wenn du sie trotzdem willst, hacke sie vorher klein.
- Muss der Zuckerguss sein?
- Nötig ist er nicht, die Schnecken schmecken auch pur nach Zimt und Butter. Er macht sie aber optisch erst zur Miniatur-Zimtschnecke und gibt eine süße Spitze, die den kräftigen Zimt abrundet. Ohne Guss halten sie außerdem eine Woche länger knusprig.

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