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Veganes Tzatziki mit Sojajoghurt: 400 g, knoblauchstark, für den Grillabend!

Veganes Tzatziki mit Sojajoghurt: 400 g, knoblauchstark, für den Grillabend!
Portionen 400 g, reicht für 4 bis 6 Personen als Beilage
Vorbereitung 15 Minuten
Gesamt 1 Stunde 15 Minuten
Ruhezeit 60 Minuten im Kühlschrank

Wenn der Grill angeworfen wird, steht bei uns immer eine Schüssel Tzatziki daneben. Es passt zu gegrilltem Gemüse, zu Ofenkartoffeln, zu frischem Fladenbrot – und manchmal löffelt man es auch einfach so. Lange dachte ich, ohne Joghurt aus Kuhmilch geht das nicht. Bis ich es mit Sojajoghurt probiert habe: Der ist von Natur aus dicker und etwas herber, und genau das kommt einem kräftigen Knoblauch-Dip sehr entgegen.

Das Rezept ergibt 400 g fertigen Dip, also eine gut gefüllte mittlere Schüssel für vier bis sechs Leute am Grillabend. Der ganze Trick liegt im Entwässern der Gurke – wer den Schritt überspringt, bekommt nach einer Stunde eine Pfütze statt einer Creme. Und beim Knoblauch bin ich hier großzügig: vier Zehen, fein gerieben, damit man ihn wirklich schmeckt und nicht nur erahnt.

Zutaten

  • 300 g Sojajoghurt, natur und ungesüßt
  • 1 Salatgurke (etwa 350 g, davon bleiben rund 150 g übrig)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl, plus etwas zum Beträufeln
  • 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 2 EL frischer Dill, fein gehackt
  • 1 gestrichener TL Salz für die Gurke
  • Salz und schwarzer Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung

Schritt 1: Gurke raspeln und salzen

Wasche die Salatgurke und schneide die beiden Enden ab. Halbiere sie der Länge nach und kratze das wässrige Kerngehäuse mit einem Teelöffel heraus – dort sitzt der meiste Saft. Raspele die Hälften auf der groben Seite der Reibe in eine Schüssel, streue den gestrichenen Teelöffel Salz darüber und mische alles durch. Lass die Raspel zehn Minuten stehen; du siehst, wie sich am Boden der Schüssel Flüssigkeit sammelt.

Schritt 2: Gurke gründlich ausdrücken

Gib die Gurkenraspel portionsweise in ein sauberes Küchentuch oder ein feines Sieb und drücke sie kräftig aus. Nicht zimperlich sein: Aus 350 g Gurke kommen gut 150 ml Wasser heraus, und übrig bleiben etwa 150 g fast trockene Raspel. Genau diese Menge brauchst du, damit das Tzatziki am Ende auf dem Löffel stehen bleibt und nicht vom Brot rutscht.

Schritt 3: Knoblauch und Joghurt verrühren

Schäle die vier Knoblauchzehen und reibe sie auf einer feinen Reibe direkt in eine Schüssel – gerieben verteilt sich der Geschmack gleichmäßiger als gehackt. Gib den Sojajoghurt dazu, dann Olivenöl und Zitronensaft. Rühre alles mit dem Schneebesen glatt, bis das Öl vollständig aufgenommen ist und die Masse seidig glänzt. Sojajoghurt kann anfangs etwas körnig wirken, das legt sich beim Rühren.

Schritt 4: Alles zusammenführen

Hebe die ausgedrückten Gurkenraspel und den fein gehackten Dill unter. Schmecke jetzt erst mit Salz und Pfeffer ab, denn die Gurke bringt bereits Salz mit. Koste einmal und entscheide, ob noch ein Spritzer Zitrone fehlt – Sojajoghurt ist weniger sauer als Kuhmilchjoghurt und verträgt oft ein paar Tropfen mehr.

Schritt 5: Durchziehen lassen

Fülle das Tzatziki in eine Schüssel, streiche die Oberfläche glatt und decke sie ab. Stelle es für mindestens 60 Minuten kalt. In dieser Zeit verbindet sich der Knoblauch mit dem Joghurt, die Schärfe rundet sich und der Dill gibt sein Aroma ab. Vor dem Servieren noch einmal durchrühren und mit etwas Olivenöl beträufeln.

Omas Tipps

  • Sojajoghurt statt Kokos- oder Mandeljoghurt wählen. Sojajoghurt ist deutlich fester und bleibt beim Rühren stabil, während Kokosjoghurt einen süßlichen Eigengeschmack mitbringt, der sich mit dem Knoblauch beißt. Achte darauf, dass auf dem Becher wirklich „ungesüßt“ steht.
  • Den Knoblauch reiben, nicht pressen. Eine Presse quetscht Saft heraus und hinterlässt grobe Fasern, die im Dip unangenehm auffallen. Auf einer feinen Reibe entsteht ein Brei, der sich vollständig im Joghurt auflöst – deshalb reichen vier Zehen für 400 g aus, ohne dass es beißt.
  • Die ausgedrückte Gurkenflüssigkeit nicht wegschütten. Sie schmeckt frisch und leicht salzig und passt gut in eine kalte Gemüsesuppe oder in ein Dressing. Wenn dein Tzatziki nach der Ruhezeit zu fest geworden ist, rührst du löffelweise davon wieder ein.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im Kühlschrank hält sich das vegane Tzatziki in einem Schraubglas oder einer Dose mit Deckel zwei bis drei Tage. Decke es immer luftdicht ab, sonst nimmt der Joghurt Gerüche aus dem Kühlschrank an und der Knoblauch wandert umgekehrt in die Butter nebenan. Es kann sich etwas Flüssigkeit absetzen – einfach vor dem Servieren kräftig durchrühren.

Einfrieren solltest du es nicht. Sojajoghurt trennt sich beim Auftauen in eine feste und eine wässrige Schicht, und die geraspelte Gurke wird durch die Eiskristalle matschig. Aus 400 g wird dann eine graue Pfütze, die sich auch durch Rühren nicht mehr retten lässt. Lieber die kleinere Menge frisch ansetzen, es dauert nur eine Viertelstunde.

Häufige Fragen

Mein Tzatziki schmeckt nach dem Anrühren sehr scharf nach Knoblauch – wird das besser?
Ja, deutlich. Roh geriebener Knoblauch ist direkt nach dem Verrühren am schärfsten. Während der Stunde im Kühlschrank bindet das Fett aus Olivenöl und Sojajoghurt die Schärfe, und übrig bleibt ein kräftiges, rundes Aroma. Koste deshalb erst nach der Ruhezeit nach.
Kann ich getrockneten Dill nehmen?
Im Notfall ja, dann nimm einen gestrichenen Teelöffel statt der zwei Esslöffel frischen Dills. Rühre ihn gleich zu Beginn in den Joghurt, damit er in der Ruhezeit quellen kann. Frischer Dill bleibt aber grüner im Bild und schmeckt in diesem Dip merklich lebendiger.
Welche Gurke eignet sich, wenn ich keine Salatgurke bekomme?
Nimm etwa 350 g kleine Snackgurken oder Einlegegurken. Sie haben weniger Kerne und geben von sich aus weniger Wasser ab, dadurch bleiben nach dem Ausdrücken oft etwas mehr als 150 g übrig. Das ist unproblematisch, der Dip wird dann nur noch stückiger.
Veganes Tzatziki mit Sojajoghurt: 400 g, knoblauchstark, für den Grillabend!
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