Vanillepudding-Kuchen
Ein Kuchen ohne ein Gramm Mehl: Das Puddingpulver übernimmt hier die Arbeit, und genau deshalb wird die Krume so zart und ein bisschen sandig. Ich habe das Rezept von meiner Schwägerin, die es immer dann macht, wenn der Mehlvorrat leer ist. Vier Päckchen klingen nach viel, sind für eine Kastenform aber genau richtig. Bei uns steht er samstags auf dem Kaffeetisch.
Zutaten
- 1 Tasse Öl (ca. 200ml)
- 1 Tasse Zucker
- 4 Eier (ganz)
- 4 Päckchen Vanillepuddingpulver (Schoko oder Vanille)
- 3 Päckchen Vanillezucker
- 1 Teelöffel Backpulver
Zubereitung

Schritt 1: Eier und Zucker vorbereiten
Schlag die ganzen Eier mit dem Zucker in einer großen Schüssel schaumig. Davon wird der Kuchen später locker.
Schritt 2: Öl einarbeiten
Rühr das Öl löffelweise unter die Eier-Zucker-Masse. So bleibt sie gleichmäßig und luftig.
Schritt 3: Restliche Zutaten hinzufügen
Gib jetzt das Puddingpulver, den Vanillezucker und das Backpulver dazu. Rühr alles mit dem Mixer gründlich durch, bis die Masse glatt ist.
Schritt 4: Backen
Füll den Teig in eine gefettete Kastenform. Back ihn bei 180 Grad Ober-/Unterhitze etwa 50 Minuten, bis er goldbraun ist und ein eingestochenes Holzstäbchen sauber herauskommt.
So hast du am Wochenende schnell einen Kuchen auf dem Tisch: schnell gerührt und trotzdem etwas Besonderes für alle, die es süß mögen.
Omas Tipp
Rühr das Öl wirklich löffelweise ein, sonst trennt sich die Masse und der Kuchen wird speckig. Nach dem Puddingpulver nur noch kurz mixen, je länger, desto fester die Krume. Die Kastenform fette ich und stäube sie mit etwas Puddingpulver statt Mehl aus. Wird die Oberfläche nach dreißig Minuten schon dunkel, leg ein Stück Alufolie darüber.
So kannst du abwandeln
- Mit Schokopuddingpulver und einem Esslöffel Kakao wird ein dunkler Kuchen daraus.
- Zwei Päckchen Vanille- und zwei Päckchen Schokopulver getrennt angerührt und abwechselnd eingefüllt ergeben Marmorkuchen.
- Eine Handvoll grob gehackte Mandeln unter den Teig gerührt gibt Biss.
Reste aufbewahren
In Alufolie gewickelt hält der Kuchen vier Tage und wird dabei sogar noch saftiger. Angeschnitten stelle ich ihn mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett, dann trocknet er nicht aus. In den Kühlschrank muss er nicht. In Scheiben eingefroren hält er drei Monate und taut in zwanzig Minuten auf.
Noch Fragen?
- Kommt wirklich kein Mehl hinein?
- Nein, die vier Päckchen Puddingpulver bestehen im Wesentlichen aus Stärke und binden den Teig allein. Deshalb schmeckt der Kuchen anders als ein Rührkuchen: feiner, etwas sandig und deutlich nach Vanille.
- Wie viel ist eine Tasse?
- Etwa 200 ml, also 200 ml Öl und rund 180 g Zucker. Miss lieber mit dem Messbecher ab, als die nächstbeste Tasse aus dem Schrank zu nehmen, sonst wird der Kuchen zu fettig oder zu trocken.
- Der Kuchen ist innen noch feucht, was tun?
- Schieb ihn abgedeckt weitere zehn Minuten bei 180 Grad zurück in den Ofen und mach dann erneut die Stäbchenprobe in der Mitte. Kastenformen brauchen wegen der hohen Teigschicht oft etwas länger als angegeben.
Schreibe einen Kommentar