Zitronenkuchen
Diesen Zitronenkuchen backe ich, wenn kurzfristig Besuch angesagt ist: alles in eine Schüssel, aufs Blech, zwanzig Minuten. Drei unbehandelte Zitronen sind kein Zufall, die Schale von allen dreien kommt in den Teig, der Saft von zweien in die Glasur. Der eigentliche Kniff steckt am Ende: Der warme Kuchen wird mit der Gabel eingestochen, damit der Zuckerguss einzieht statt oben liegen zu bleiben.
Zutaten für einen saftigen Zitronenkuchen
- 350 g Margarine
- 350 g Mehl
- 350 g Zucker
- 1 Pck. Vanillezucker
- 2 gehäufte Teelöffel Backpulver
- 6 Eier
- 3 unbehandelte Zitronen
- 300 g Puderzucker
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung des Ofens
Heiz den Backofen auf 175°C bis 195°C Ober-/Unterhitze vor. Dann hat er die richtige Temperatur, während du den Teig rührst.
Schritt 2: Zitronen vorbereiten
Wasch die drei unbehandelten Zitronen gründlich. Reib die Schale von allen dreien fein ab und stell sie beiseite. Halbiere zwei Zitronen und press den Saft aus, den brauchst du für die Glasur.
Schritt 3: Teig zubereiten
Gib die Eier und den Zucker in eine große Rührschüssel. Schlag beides mit dem Handmixer hell und schaumig. Davon wird der Kuchen schön locker.
Schritt 4: Zutaten mischen
Sieb das Mehl, damit keine Klümpchen bleiben, und gib es zusammen mit Vanillezucker, Backpulver, Zitronenschale und Margarine zur Eier-Zucker-Masse. Rühr alles gründlich zu einem glatten Teig.
Schritt 5: Teig backen
Leg ein Backblech mit Backpapier aus, verteil den Teig gleichmäßig darauf und streich die Oberfläche glatt. Back den Kuchen auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten, bis er goldgelb ist. Mach zur Sicherheit die Stäbchenprobe, dann weißt du, ob er durch ist.
Schritt 6: Zitronenglasur herstellen
Während der Kuchen backt, rührst du die Glasur an. Sieb den Puderzucker in eine Schüssel und gib nach und nach etwas Zitronensaft dazu. Rühr so lange, bis die Glasur dickflüssig ist.
Schritt 7: Kuchen glasieren
Nimm den Kuchen aus dem Ofen. Solange er noch warm ist, stichst du mit einer Gabel kleine Löcher hinein, so zieht die Glasur besser ein. Verteil sie gleichmäßig und lass den Kuchen abkühlen.
Schritt 8: Servieren
Ist der Kuchen ausgekühlt, schneide ihn in Stücke. Er schmeckt als Nachtisch und zu einer Tasse Kaffee.
Der Kuchen gelingt auch beim ersten Mal – probier ihn bald einmal aus.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Löcher musst du stechen, solange der Kuchen richtig warm ist, und die Glasur sofort danach verteilen. Nur dann läuft sie in den Teig und der Kuchen bleibt tagelang feucht. Rühre den Zitronensaft löffelweise unter die 300 g Puderzucker: zu dünne Glasur versickert spurlos, zu dicke bleibt als Panzer obenauf liegen.
Varianten
- Mit Limetten statt Zitronen: die Schale von drei Limetten in den Teig, der Guss wird dadurch etwas herber.
- Ein Esslöffel Mohn im Teig gibt dem hellen Blech Biss und sieht in den geschnittenen Stücken hübsch aus.
- In der Weihnachtszeit die Hälfte der Zitronenschale durch abgeriebene Orangenschale ersetzen.
Aufbewahrung
Unter einer Haube oder in der Kuchendose hält der Kuchen bei Zimmertemperatur 4 Tage und wird durch die eingezogene Glasur eher noch saftiger. In den Kühlschrank muss er nicht. Stücke lassen sich einzeln verpackt 3 Monate einfrieren, zum Auftauen 2 Stunden offen liegen lassen, dann bleibt die Glasur fest.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich den Teig auch in einer Kastenform backen?
- Ja, aber die Menge reicht für zwei Kastenformen und die Backzeit steigt auf gut 50 Minuten bei 175 °C. Mach in der Mitte die Stäbchenprobe, sonst ist der Kuchen außen dunkel und innen noch feucht.
- Warum ausdrücklich unbehandelte Zitronen?
- Weil die Schale mitverwendet wird und Wachs oder Spritzmittel genau dort sitzen. Bekommst du keine unbehandelten, wasche die Früchte heiß ab und reibe sie kräftig trocken, bevor du die Schale abziehst.
- Der Teig wirkt sehr fest, ist das richtig?
- Mit 350 g Mehl und 350 g Margarine wird er dick und streichfähig, nicht flüssig. Verteile ihn deshalb mit dem Teigschaber auf dem Blech und streiche ihn glatt, beim Backen läuft er von allein in die Ecken.
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