Tränenkuchen: Entdecke das verlockende Käsekuchen-Geheimnis!
Der Tränenkuchen heißt so wegen der goldenen Tröpfchen, die über Nacht auf dem Baiser entstehen. Bei mir gelingt das nur, wenn er wirklich im ausgeschalteten Ofen bleibt, bis er ganz kalt ist. Darunter liegt eine Quarkfüllung aus 750 g Magerquark mit Öl und Milch in einem Mürbteig mit hohem Rand. Er braucht einen Tag Vorlauf, also plane ihn ein.
Zutaten
Für den Teig:
- 150 g Butter
- 220 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 120 g Zucker
- Etwas Mehl zur Teigverarbeitung
- Etwas Butter für die Form
Für die Füllung:
- 1 Pck. Vanillinzucker
- 3 Eigelbe (Gr. M)
- 150 ml neutrales Speiseöl
- 120 g Zucker
- 1 Pck. Vanillepuddingpulver
- 400 ml Milch
- 750 g Magerquark
Für das Baiser:
- 3 Eiweiß (Gr. M)
- 100 g Zucker
Zubereitung

1. Teigzubereitung
Misch zuerst Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel. Gib die Butter in Stücken dazu und knete alles zu einem glatten Teig. Wickle ihn in Folie und lass ihn 30 Minuten im Kühlschrank ruhen. Heiz den Ofen auf 200 Grad vor (Umluft: 180 Grad) und fette den Boden einer Springform (Ø 26 cm) ein.
2. Teigauslegen
Drück den gekühlten Mürbteig in die Springform und zieh dabei einen etwa 4-5 cm hohen Rand hoch. Stich den Boden mehrmals mit der Gabel ein, dann wirft er beim Backen keine Blasen.
3. Füllung vorbereiten
Für die Füllung rührst du Quark, Zucker, Vanillinzucker und Puddingpulver glatt. Gib die Eigelbe dazu und misch Öl und Milch unter, bis die Masse gleichmäßig ist. Die füllst du in die vorbereitete Form. Back den Kuchen im unteren Drittel des Ofens ca. 45 Minuten. Lass ihn im Ofen stehen, während du das Baiser vorbereitest.
4. Baiser herstellen
Schlag die Eiweiße steif und lass den Zucker einrieseln. Verteil das Baiser in Wellen auf dem heißen Kuchen. Dreh den Ofen auf 160 Grad herunter (Umluft: 140 Grad) und back den Kuchen weitere 25 Minuten. Danach lässt du ihn eine Stunde auf einem Kuchenrost auskühlen.
5. Tränenkuchen genießen
Stell den Kuchen wieder in den ausgeschalteten Ofen, mach die Tür zu und lass ihn über Nacht ganz kalt werden. Beim langsamen Abkühlen bilden sich die goldenen Tröpfchen, die dem Kuchen seinen Namen geben.
Auf der Kaffeetafel macht er etwas her, und angeschnitten wird er erst, wenn alle sitzen. Viel Freude beim Nachbacken!
Mein Tipp
Das Baiser muss auf den heißen Kuchen gestrichen werden, direkt aus dem Ofen. Nur dann zieht es unten an und rutscht später beim Schneiden nicht als Ganzes vom Quark. Schlage die drei Eiweiß in einer wirklich fettfreien Schüssel und lass die 100 g Zucker langsam einrieseln, bis die Masse glänzt und steht.
Andere Ideen
- Ich hebe manchmal 100 g abgetropfte Sauerkirschen unter die Quarkmasse, dann bekommt jedes Stück Farbe.
- Mit der abgeriebenen Schale einer Zitrone in der Füllung schmeckt er frischer.
- Statt Vanillepuddingpulver nehme ich Sahnepuddingpulver, das macht die Schicht etwas fester.
Aufheben und Einfrieren
Er hält abgedeckt im Kühlschrank drei Tage, allerdings verschwinden die Tröpfchen nach dem ersten Tag. Decke ihn locker mit Folie ab, ohne das Baiser zu berühren, sonst klebt es fest. Einfrieren funktioniert bei diesem Kuchen nicht, das Baiser zieht beim Auftauen Wasser und wird zäh.
Häufige Fragen
- Warum bilden sich bei mir keine Tränen?
- Der Kuchen ist zu schnell abgekühlt. Er muss über Nacht bei geschlossener Tür im ausgeschalteten Ofen stehen bleiben. Auch zu wenig Zucker im Baiser verhindert die Tröpfchen, bleibe bei den vollen 100 g.
- Kann ich den Mürbteig am Vortag machen?
- Ja, in Folie gewickelt hält er zwei Tage im Kühlschrank. Nimm ihn dann 15 Minuten vor dem Verarbeiten heraus, sonst bricht er beim Andrücken des 4 bis 5 Zentimeter hohen Randes.
- Muss das Speiseöl in der Füllung wirklich sein?
- Die 150 ml Öl machen die Quarkschicht geschmeidig und verhindern, dass sie nach dem Erkalten gummiartig wird. Nimm ein geschmacksneutrales Öl wie Raps- oder Sonnenblumenöl, kein Olivenöl.
Schreibe einen Kommentar