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Tomatenmark-Aufstrich mit Kräutern: 250 g, intensiv und schnell!

Tomatenmark-Aufstrich mit Kräutern: 250 g, intensiv und schnell!
Portionen 250 g Aufstrich (ein Glas, reicht für etwa 10 Brotscheiben)
Vorbereitung 10 Minuten
Gesamt 10 Minuten
Ruhezeit 20 Minuten

Manchmal steht abends nur Brot auf dem Tisch, und es fehlt genau das eine Glas, das alles zusammenhält. Dieser Aufstrich ist meine Antwort darauf: Tomatenmark, gutes Olivenöl, Knoblauch und Kräuter, in wenigen Minuten verrührt. Kein Topf, kein Backofen, nur eine Schüssel und ein Löffel.

Aus der doppelt konzentrierten Tomatenmarkdose wird so ein tiefroter, dicht schmeckender Aufstrich – 250 g, also ein mittleres Glas. Das Oel nimmt dem Mark die scharfe Saeurekante, ein Hauch Honig rundet sie ab, und die getrockneten Kräuter quellen darin auf. Nach zwanzig Minuten Ruhe schmeckt er schon rund.

Zutaten

  • 150 g Tomatenmark, doppelt konzentriert
  • 60 ml Olivenöl, plus 1 EL zum Bedecken
  • 2 Knoblauchzehen, fein gerieben
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 EL frisch gehackte Petersilie
  • 1 TL Rotweinessig
  • 1 TL flüssiger Honig
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise geräuchertes Paprikapulver
  • 2 EL lauwarmes Wasser

Zubereitung

Schritt 1: Kräuter im Oel wecken

Gib Oregano und Thymian in eine kleine Schüssel und gieße 60 ml Olivenöl darüber. Verreibe die Kräuter zwischen den Fingern direkt über dem Oel, damit sie aufbrechen. Lass die Mischung fünf Minuten stehen – getrocknete Kräuter geben ihr Aroma an Fett besser ab als an Tomatenmark, das sie sonst nur stumpf umschließt.

Schritt 2: Knoblauch fein reiben

Reibe die beiden Knoblauchzehen auf der feinen Seite der Reibe direkt ins Kraeuteroel. Gewürfelter Knoblauch bliebe in diesem ungekochten Aufstrich als scharfes Stückchen spürbar; gerieben verteilt er sich gleichmäßig. Rühre kurz um und lass ihn zwei Minuten im Oel ziehen, das nimmt die schärfste Spitze.

Schritt 3: Tomatenmark unterrühren

Wiege 150 g Tomatenmark ab und gib es in die Schüssel. Rühre mit einem Löffel kräftig von der Mitte nach außen, bis das Oel vollständig aufgenommen ist und die Masse tiefrot glänzt. Anfangs wirkt sie klumpig und widerspenstig, nach etwa einer Minute Rühren wird sie auf einmal glatt und geschmeidig.

Schritt 4: Abschmecken und strecken

Gib Essig, Honig, Salz, Pfeffer und das Paprikapulver dazu und rühre erneut durch. Jetzt löffelst du das lauwarme Wasser hinein, einen Esslöffel nach dem anderen, bis der Aufstrich weich genug ist, um sich ohne Reißen auf Brot streichen zu lassen. Zum Schluss hebst du die frische Petersilie unter.

Schritt 5: Abfüllen und ruhen lassen

Fülle die 250 g in ein sauberes Glas, klopfe es einmal auf die Arbeitsfläche, damit sich Luftblasen lösen, und streiche die Oberfläche glatt. Gieße den letzten Esslöffel Olivenöl als dünnen Film darüber. Lass den Aufstrich zwanzig Minuten bei Zimmertemperatur stehen, bevor du ihn probierst – erst dann sind Kräuter und Säure im Gleichgewicht.

Omas Tipps

  • Der Honig ist kein Süßungsmittel. Ein Teelöffel reicht, um die harte Säure des konzentrierten Tomatenmarks abzufangen, ohne dass der Aufstrich süß schmeckt. Wer keinen Honig nimmt, ersetzt ihn durch die gleiche Menge Ahornsirup oder eine Prise Zucker.
  • Der Ölfilm ist die Konserve. Die dünne Ölschicht schließt den Aufstrich von der Luft ab, so bleibt die Oberfläche rot statt braun. Gieße nach jeder Entnahme einen Teelöffel Oel nach und glätte die Masse wieder.
  • Zweitverwertung als Saucenbasis. Zwei gehäufte Esslöffel in heißer Pasta mit etwas Nudelwasser verrührt ergeben in zwei Minuten eine Sauce für zwei Teller. Das Oel und der Knoblauch sind schon drin, du brauchst nur noch Käse darüber.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im verschlossenen Glas mit dem Ölfilm obenauf hält der Aufstrich fünf Tage im Kühlschrank. Nimm immer einen trockenen, sauberen Löffel und lass keine Brotkrümel hineinfallen. Durch die Kälte wird das Olivenöl trübe und die Masse fest – stelle das Glas zehn Minuten vor dem Essen heraus, dann lässt sie sich wieder streichen.

Einfrieren funktioniert hier ausnahmsweise gut, weil weder Joghurt noch Frischkäse darin sind. Portioniere den Aufstrich in einen Eiswürfelbehälter, friere ihn ein und gib die Würfel in einen Beutel. Sie halten drei Monate und wandern gefroren direkt in Pfanne oder Sauce; als Brotaufstrich taust du sie über Nacht im Kühlschrank auf.

Häufige Fragen

Kann ich frische Kräuter statt getrockneter nehmen?
Für Oregano und Thymian nimm dann die dreifache Menge, also je einen Esslöffel fein gehackt. Der Geschmack wird frischer und grüner, dafür sinkt die Haltbarkeit auf drei Tage, weil frische Kräuter Feuchtigkeit mitbringen. Die Petersilie bleibt in jedem Fall frisch.
Mein Aufstrich schmeckt zu sauer – was tun?
Das liegt meist an sehr konzentriertem Tomatenmark einer neuen Dose. Rühre einen weiteren halben Teelöffel Honig und einen Esslöffel Olivenöl unter, das Fett puffert die Säure zusätzlich ab. Hilft das nicht, arbeite einen Esslöffel Frischkäse ein, dann wird er milder, hält aber nur noch drei Tage.
Reichen 250 g für ein Abendbrot zu viert?
Ja, bequem. Auf eine Scheibe Bauernbrot kommen etwa 25 g, das ergibt rund zehn Scheiben. Weil der Aufstrich sehr intensiv ist, streicht man ihn dünner als etwa Butter oder Frischkäse – lieber sparsam auftragen und mit Käse oder Gurke belegen.
Tomatenmark-Aufstrich mit Kräutern: 250 g, intensiv und schnell!
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