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Thermomix Nussecken-Masse anrühren: Ein Blech, zwanzig Ecken!

Thermomix Nussecken-Masse anrühren: Ein Blech, zwanzig Ecken!
Portionen 1 Blech = 20 Ecken
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 30 Minuten
Gesamt 80 Minuten

Nussecken scheitern fast nie am Teig, sondern an der Nussmasse. Ist sie zu warm aufgetragen, läuft sie vom Blech; ist sie zu kalt, reißt der Mürbeteig beim Verstreichen. Im Mixtopf bekommt man beides gut in den Griff, weil sich Butter, Zucker und Nüsse bei kontrollierter Temperatur verbinden und du am Rührintervall siehst, wann die Masse bindet. Genau darum geht es hier: um das Anrühren, das über das Ergebnis entscheidet.

Gerechnet ist alles auf ein normales Backblech, aus dem später zwanzig Ecken werden. Der Mürbeteig kommt zuerst in den Mixtopf, dann wird nur kurz ausgespült, und die Nussmasse folgt im selben Topf. Die Aprikosenschicht dazwischen wird gar nicht erst erhitzt, sondern nur glatt gerührt. Das Rezept lässt sich ebenso in jedem anderen Küchengerät mit Heizfunktion und Knetstufe umsetzen.

Zutaten

  • Für den Mürbeteig:
  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 130 g Zucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 150 g kalte Butter, in Würfeln
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Für die Fruchtschicht:
  • 200 g Aprikosenmarmelade
  • 1 EL heißes Wasser
  • Für die Nussmasse:
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 100 g gehobelte Mandeln
  • 200 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 EL Wasser
  • Zum Verzieren:
  • 150 g Zartbitterkuvertüre

Zubereitung

Schritt 1: Mürbeteig kneten

Gib Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, das Ei und die kalte Butter in den Mixtopf. Knete 2 Minuten im Teigmodus (Knetstufe), bis sich ein Klumpen um das Messer gelegt hat. Nimm den Teig heraus, drücke ihn mit den Händen kurz zu einer flachen Platte und lege ihn 15 Minuten in den Kühlschrank. Kalter Teig lässt sich später dünner und gleichmäßiger auf dem Blech ausrollen und zieht sich beim Backen nicht zusammen.

Schritt 2: Teig auf dem Blech ausrollen

Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Rolle den gekühlten Teig zwischen zwei Lagen Backpapier auf Blechgröße aus, etwa 30 × 40 cm, und ziehe das obere Papier ab. Hebe den Teig samt unterem Papier auf das Blech und drücke an den Rändern einen kleinen Wall von etwa einem Zentimeter hoch. Der Wall hält die Nussmasse später sicher auf dem Teig, statt sie an den Rand laufen zu lassen.

Schritt 3: Aprikosenschicht auftragen

Gib die Aprikosenmarmelade mit dem Esslöffel heißem Wasser in den gespülten Mixtopf und rühre 20 Sekunden / Stufe 3, bis sie streichfähig ist. Verteile sie mit dem Löffelrücken dünn und gleichmäßig auf dem Teig, bis zum Rand, aber nicht darüber. Diese Schicht ist kein Beiwerk: Sie trennt Teig und Nussmasse, sodass der Boden beim Backen mürbe bleibt und nicht vom heißen Karamell durchweicht.

Schritt 4: Nussmasse anrühren

Gib Butter, Zucker, Vanillezucker und die 3 EL Wasser in den Mixtopf und erwärme 5 Minuten / 90 °C / Stufe 2, bis eine glatte, hellgelbe Masse entsteht. Füge die gemahlenen Haselnüsse und die gehobelten Mandeln hinzu und mische 30 Sekunden / Linkslauf / Stufe 2, damit die Mandelblätter nicht zerschlagen werden. Die Masse ist fertig, wenn sie schwer vom Spatel fällt und keine Butterlachen mehr zu sehen sind. Sofort weiterarbeiten.

Schritt 5: Aufstreichen und backen

Setze die noch warme Nussmasse in Löffelhäufchen über die ganze Fläche und streiche sie erst dann mit dem Teigschaber vorsichtig glatt. So schiebst du die Marmelade nicht zusammen. Backe das Blech 30 Minuten auf mittlerer Schiene bei 180 °C, bis die Oberfläche gleichmäßig goldbraun ist und die Mandelblätter an den Spitzen dunkel werden. Lass das Blech 10 Minuten anziehen, bevor du es weiterverarbeitest.

Schritt 6: Zwanzig Ecken schneiden und tunken

Schneide das noch lauwarme Blech in 10 Quadrate (5 × 2) und jedes Quadrat einmal diagonal – das ergibt genau 20 Ecken. Schneide zügig, kalt bricht die Nussdecke. Lass sie danach vollständig auskühlen. Schmilz die Kuvertüre 4 Minuten / 50 °C / Stufe 2 und tunke jede Ecke mit zwei Spitzen hinein. Auf Backpapier fest werden lassen.

Omas Tipps

  • Nussmasse warm auftragen, nicht heiß. Direkt nach dem Erwärmen ist sie zu flüssig und läuft über den Teigwall. Zwei bis drei Minuten stehen lassen, bis sie träge vom Spatel fällt, dann sitzt sie beim Streichen an Ort und Stelle.
  • Gehobelte Mandeln nur im Linkslauf unterheben. Im Rechtslauf zerschlägt das Messer die Blättchen zu Grieß, und die Oberfläche verliert ihre typisch schuppige Optik. Der Linkslauf schiebt sie nur durch die Buttermasse.
  • Nach fünf Minuten Backzeit einmal hinschauen. Zieht sich der Teigwall an einer Ecke zurück, drück ihn mit dem Löffelstiel wieder hoch. Später wird er fest, und ausgelaufenes Karamell klebt am Blech fest.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Vollständig ausgekühlte Nussecken halten sich in einer gut schließenden Blechdose bei Zimmertemperatur 10 bis 12 Tage und werden nach zwei, drei Tagen sogar saftiger. Lege Backpapier zwischen die Lagen, damit die Schokoladenspitzen nicht aneinanderkleben. Im Kühlschrank lagere sie nur, wenn es in der Wohnung sehr warm ist – dort wird der Mürbeteig hart und die Kuvertüre bekommt einen grauen Schleier.

Einfrieren funktioniert gut, am besten ungetunkt: Die Kuvertüre zieht beim Auftauen Feuchtigkeit und wird matt und klebrig. Friere die geschnittenen Ecken einzeln vor, packe sie dann in einen Beutel und lagere sie bis zu 3 Monate. Bei Zimmertemperatur eine Stunde offen auftauen lassen und erst danach in geschmolzene Kuvertüre tunken.

Häufige Fragen

Warum wird meine Nussmasse beim Erwärmen körnig?
Meist war die Temperatur zu hoch oder der Zucker hatte sich noch nicht gelöst, als die Nüsse dazukamen. Bleib bei 90 °C und rühre die volle Zeit auf Stufe 2. Ist sie schon körnig, hilft ein weiterer Esslöffel Wasser und eine Minute / 90 °C / Stufe 2.
Kann ich die Haselnüsse durch Walnüsse ersetzen?
Ja, gemahlene Walnüsse funktionieren eins zu eins für die 200 g. Sie sind öliger und schmecken kräftiger, deshalb würde ich den Zucker in der Nussmasse auf 160 g reduzieren. Die gehobelten Mandeln solltest du behalten, sie geben die Struktur obenauf.
Muss ich wirklich Aprikosenmarmelade nehmen?
Aprikose ist üblich, weil sie säuerlich ist und die süße Nussmasse ausgleicht. Johannisbeergelee passt ebenfalls gut. Von stückiger Erdbeermarmelade würde ich abraten: Die Fruchtstücke geben beim Backen Saft ab und weichen den Boden stellenweise durch.
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