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Thermomix Linsensuppe mit Wurzelgemüse: Ein Durchgang, sechs Portionen!

Thermomix Linsensuppe mit Wurzelgemüse: Ein Durchgang, sechs Portionen!
Portionen 6
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 45 Minuten
Gesamt 55 Minuten

Linsensuppe war bei uns immer eine Suppe für den großen Topf: einmal kochen, zwei Tage essen, und am zweiten Tag schmeckt sie sowieso besser. Am Herd hieß das Zwiebeln schneiden, Gemüse würfeln, anschwitzen, ablöschen, immer wieder umrühren. Im Robot mit Kochfunktion mache ich das inzwischen in einem einzigen Durchgang, ohne den Topf zwischendurch zu wechseln.

Das Gemüse wird im Mixtopf zerkleinert, im selben Topf angedünstet und darin fertig gegart – deshalb bleibt am Ende genau ein Behälter zum Spülen. Mit 250 g braunen Linsen und einem knappen Kilo Wurzelgemüse kommst du auf sechs kräftige Portionen, dick genug, dass der Löffel beinahe steht. Die Zeiten und Stufen lassen sich auf jedes andere Küchengerät mit Heizfunktion übertragen.

Zutaten

  • 250 g braune Tellerlinsen, ungeweicht
  • 1 Zwiebel (etwa 80 g), halbiert
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g Karotten, in groben Stücken
  • 150 g Pastinake, in groben Stücken
  • 150 g Knollensellerie, in groben Stücken
  • 100 g Lauch, in Ringen
  • 200 g festkochende Kartoffeln, gewürfelt
  • 30 g Öl
  • 1,2 Liter Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel
  • 2 EL Weißweinessig oder milder Balsamico
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • 3 EL gehackte glatte Petersilie

Zubereitung

Schritt 1: Zwiebel und Knoblauch zerkleinern

Gib die halbierte Zwiebel und die beiden Knoblauchzehen in den Mixtopf und zerkleinere 4 Sekunden auf Stufe 5. Es soll eine grobe Würfelung entstehen, kein Brei – sonst verbrennt die Zwiebel beim Andünsten. Schiebe alles mit dem Spatel vom Rand nach unten zum Messer, sonst bleibt die Hälfte oben kleben und wird nie warm.

Schritt 2: Andünsten

Gib die 30 g Öl dazu und dünste 4 Minuten bei 120 °C auf Stufe 1 an. Die Zwiebel soll glasig werden und deutlich duften, aber keine Farbe nehmen. Lass dabei den Messbecher weg und lege stattdessen das Garkörbchen auf den Deckel, damit die Feuchtigkeit entweicht und die Zwiebel wirklich dünstet statt zu kochen.

Schritt 3: Wurzelgemüse zerkleinern

Gib Karotten, Pastinake, Sellerie und Lauch in groben Stücken in den Topf und zerkleinere 6 Sekunden auf Stufe 5. Das Ergebnis sind unregelmäßige Stücke von etwa einem Zentimeter – genau richtig, damit die Suppe am Ende Biss hat und nicht wie Püree wirkt. Dünste das Gemüse anschließend 3 Minuten bei 120 °C auf Linkslauf, Stufe 1 an, damit die Süße der Karotten herauskommt.

Schritt 4: Alles auffüllen

Gib jetzt die 250 g Linsen, die gewürfelten Kartoffeln, die 1,2 Liter Brühe, die Lorbeerblätter, den Majoran und den gemahlenen Kümmel in den Topf. Salze noch nicht – Salz und Säure bremsen das Weichwerden der Linsen spürbar. Der Topf ist jetzt gut gefüllt, setze deshalb das Garkörbchen auf den Deckel, bevor du weitergehst.

Schritt 5: Ein Durchgang bei 100 Grad

Koche 38 Minuten bei 100 °C auf Linkslauf, Stufe 1 an. Das ist der eine Durchgang, um den es geht: Du musst nichts nachfüllen, nichts umrühren und nichts umschütten. Wirf nach etwa 30 Minuten einen Blick hinein und probiere eine Linse – sie soll weich sein, aber noch ihre Form halten. Sehr alte Linsen brauchen gelegentlich 5 Minuten länger.

Schritt 6: Abschmecken

Nimm die Lorbeerblätter heraus. Rühre die 2 Esslöffel Essig ein, salze und pfeffere kräftig und lass die Suppe 2 Minuten offen stehen. Der Essig ist der Punkt, an dem die Suppe von brav zu rund wird; gib ihn löffelweise dazu und probiere zwischendurch. Zum Servieren die gehackte Petersilie über die Teller streuen. Ist dir die Suppe zu dick, rühre 100 ml heiße Brühe unter.

Omas Tipps

  • Salz und Essig erst ganz zum Schluss. Kommen sie mit in den Kochdurchgang, bleiben die Linsen selbst nach 45 Minuten noch mehlig-hart in der Mitte. Beides nach dem Garen eingerührt, und die Suppe ist in zwei Minuten abgeschmeckt.
  • Kartoffeln sorgen für die Bindung. Die 200 g festkochenden Kartoffeln geben beim Kochen genug Stärke ab, um die Brühe sämig zu machen, ohne dass du Mehl anschwitzen musst. Wer es noch dicker mag, püriert am Ende 5 Sekunden auf Stufe 4 – nur kurz, sonst ist alles glatt.
  • Pastinake nicht durch mehr Karotte ersetzen. Die Pastinake bringt eine leicht nussige Süße, die Karotte allein nicht liefert; ohne sie schmeckt die Suppe flacher. Findest du keine, nimm stattdessen 150 g Petersilienwurzel, nicht die doppelte Menge Karotten.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Abgekühlt hält sich die Linsensuppe im Kühlschrank 3 bis 4 Tage. Fülle sie in eine Dose mit dicht schließendem Deckel und lass sie erst vollständig auskühlen, bevor du sie kalt stellst, sonst schwitzt der Deckel und es sammelt sich Kondenswasser obenauf. Die Linsen ziehen über Nacht weiter Flüssigkeit, die Suppe ist am nächsten Tag deutlich dicker – beim Aufwärmen einfach 100 bis 150 ml Brühe oder Wasser einrühren.

Einfrieren klappt hier gut, anders als bei vielen Gemüsesuppen. Friere sie in Portionen von etwa 400 ml ein, dann hält sie 3 Monate. Nur die Kartoffelwürfel werden nach dem Auftauen etwas mürber; das fällt kaum auf, weil sie ohnehin mitbinden. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und langsam erwärmen, die Petersilie erst frisch dazugeben.

Häufige Fragen

Muss ich die Linsen vorher einweichen?
Nein, braune Tellerlinsen brauchen kein Einweichen und werden in den 38 Minuten bei 100 °C von allein weich. Spüle sie nur kurz kalt ab und lies sie durch, gelegentlich findet sich ein kleines Steinchen darin. Rote Linsen eignen sich dagegen nicht, sie zerfallen in dieser Zeit komplett.
Kann ich die Suppe mit Speck oder Wurst zubereiten?
Ja. Brate 100 g gewürfelten Speck in Schritt 2 zusammen mit der Zwiebel 4 Minuten bei 120 °C auf Stufe 1 an und reduziere dafür das Öl auf 10 g. Wienerle oder Mettenden schneidest du besser in Scheiben und legst sie die letzten 10 Minuten in den Varoma-Aufsatz, so bleiben sie ganz und platzen nicht auf.
Reichen sechs Portionen wirklich aus diesem einen Durchgang?
Ja, mit 250 g Linsen, knapp 850 g Gemüse und 1,2 Litern Brühe kommst du auf etwa 2,2 Liter fertige Suppe, also sechs Teller von rund 350 ml. Mehr passt bei dieser Kochtemperatur nicht sicher in den Mixtopf – für größere Runden koche lieber zweimal hintereinander, statt die Mengen zu erhöhen.
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