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Thermomix Hefezopf mit Rosinen: Teig in 3 Minuten, geflochten und gebacken!

Thermomix Hefezopf mit Rosinen: Teig in 3 Minuten, geflochten und gebacken!
Portionen 12 Scheiben
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 35 Minuten
Gesamt 3 Stunden 5 Minuten

Ein Hefezopf auf dem Tisch heißt bei mir: Es gibt Zeit für ein zweites Stück. Früher war das ein halber Vormittag Arbeit, weil der Teig von Hand zehn Minuten geknetet werden wollte, bis er sich vom Schüsselrand loeste. Im Robotertopf sind es 3 Minuten im Teigmodus, und der Teig ist glatt, glänzend und elastisch. Der Rest ist Warten, und Warten macht keine Arbeit.

Die Rosinen kommen bei mir erst nach dem Kneten dazu, von Hand eingearbeitet. Im Teigmodus würden sie zerdrückt und der ganze Zopf bekaeme graue Schlieren. Geflochten wird aus drei Strängen, ganz klassisch, und wer einmal den Dreh raus hat, macht das im Halbschlaf. Das Rezept gelingt ebenso in jedem anderen Küchenroboter mit Heizfunktion und Knetprogramm.

Zutaten

  • 500 g Weizenmehl Type 550
  • 220 g Milch
  • 80 g weiche Butter
  • 70 g Zucker
  • 1 Würfel frische Hefe (42 g)
  • 1 Ei (Größe M) für den Teig
  • 1 Prise Salz (etwa 5 g)
  • 1 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 100 g Rosinen
  • 3 EL Rum oder Apfelsaft zum Einweichen
  • 1 Eigelb und 1 EL Milch zum Bestreichen
  • 2 EL Hagelzucker
  • 20 g Mandelblättchen

Zubereitung

Schritt 1: Rosinen einweichen

Gib die 100 Gramm Rosinen in eine kleine Schüssel und übergieße sie mit den drei Esslöffeln Rum oder Apfelsaft. Lass sie stehen, während du den Teig ansetzt, mindestens 20 Minuten. Trockene Rosinen ziehen sonst im Teig Feuchtigkeit und bleiben im fertigen Zopf hart wie kleine Steine. Gieße sie vor dem Einarbeiten ab und tupfe sie trocken.

Schritt 2: Milch und Butter erwärmen

Gib die Milch, die weiche Butter und den Zucker in den Mixtopf und erwärme alles 2 Minuten bei 37 Grad auf Stufe 2. Die Mischung soll handwarm sein, nicht heiß; bei mehr als 40 Grad stirbt die Hefe ab. Broesle die frische Hefe hinein und löse sie 10 Sekunden auf Stufe 3 auf, bis keine Stücke mehr schwimmen.

Schritt 3: Teig kneten

Füge das Mehl, das Ei, das Salz und die Zitronenschale hinzu und knete alles 3 Minuten im Teigmodus. Der Teig ist am Ende weich, glänzend und löst sich vom Topfrand, klebt aber leicht an den Fingern. Das ist bei Hefezopf richtig so; gib auf keinen Fall mehr Mehl dazu, sonst wird die Krume trocken.

Schritt 4: Erste Gehzeit

Nimm den Teig heraus, lege ihn in eine leicht geölte Schüssel und decke sie mit einem feuchten Tuch ab. Lass ihn 60 Minuten an einem zugfreien Platz gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Drücke danach die Luft heraus, verteile die abgetropften Rosinen darauf und knete sie mit den Händen gleichmäßig ein, etwa eine Minute.

Schritt 5: Flechten

Teile den Teig in drei gleich schwere Stücke von je etwa 320 Gramm und rolle jedes zu einem Strang von 40 Zentimetern. Lege die drei Straenge nebeneinander, drücke sie oben zusammen und flechte locker, ohne zu ziehen. Schlage die Enden unten unter den Zopf. Setze ihn auf ein mit Backpapier belegtes Blech und lass ihn zugedeckt weitere 60 Minuten gehen.

Schritt 6: Backen

Heize den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor. Verquirle das Eigelb mit dem Esslöffel Milch und bestreiche den Zopf großzügig, auch in den Rillen. Streue Hagelzucker und Mandelblättchen darüber und backe 35 Minuten auf der mittleren Schiene. Ist die Oberfläche nach 25 Minuten schon sehr dunkel, decke sie locker mit Alufolie ab.

Omas Tipps

  • Rosinen erst nach dem Gehen. Kommen sie mit in die drei Knetminuten, platzen sie und färben den ganzen Teig graubraun. Von Hand nach der ersten Gehzeit eingearbeitet bleiben sie ganz und sitzen sichtbar in der Krume.
  • Locker flechten. Ein straff geflochtener Zopf hat beim zweiten Gehen keinen Platz und reißt im Ofen an den Seiten auf. Lege die Straenge nur übereinander, statt sie anzuziehen, dann bleibt das Muster auch nach dem Backen klar.
  • Klopfprobe statt Stäbchenprobe. Bei einem Hefezopf sagt das Holzstäbchen wenig, weil die Rosinen feucht sind. Drehe den Zopf am Ende kurz um und klopfe auf die Unterseite: Klingt es hohl, ist er durch.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Der Hefezopf bleibt 3 Tage frisch. Lass ihn nach dem Backen auf einem Gitter vollständig auskühlen und wickle ihn dann in ein sauberes Baumwolltuch oder lege ihn in einen Brotkasten; in einer Plastiktüte weicht die glänzende Kruste durch und der Hagelzucker löst sich auf. Schneide ihn immer erst kurz vor dem Essen an und lege die Schnittfläche zum Brett.

Einfrieren klappt ausgezeichnet, am besten in Scheiben. Friere die abgekühlten Scheiben einzeln ein und halte sie bis zu 3 Monate; so kannst du morgens zwei Stück herausnehmen und im Toaster oder 5 Minuten bei 150 Grad im Ofen auffrischen. Der ganze Zopf am Stück braucht dagegen halbe Ewigkeiten zum Auftauen und wird außen feucht.

Häufige Fragen

Kann ich Trockenhefe statt des Würfels nehmen?
Ja, zwei Päckchen Trockenhefe zu je 7 Gramm entsprechen dem Würfel von 42 Gramm. Rühre sie einfach in die handwarme Milchmischung und lass sie fünf Minuten stehen, bevor Mehl und Ei dazukommen; die Gehzeiten bleiben bei 60 plus 60 Minuten.
Warum ist mein Zopf beim Backen auseinandergefallen?
Meistens waren die Enden nicht untergeschlagen oder die drei Straenge unterschiedlich dick. Wiege die Stücke ab, etwa 320 Gramm pro Strang, und drücke oben und unten fest zusammen, bevor der Zopf das zweite Mal geht.
Kann ich die Rosinen weglassen?
Du kannst sie durch 100 Gramm grob gehackte Mandeln oder Schokotropfen ersetzen; arbeite sie genauso nach der ersten Gehzeit von Hand ein. Ohne jede Füllung wird der Zopf etwas kompakter, dann lohnt sich ein zusätzlicher Teelöffel Zitronenschale für den Geschmack.
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