Portugiesische Puddingtörtchen
Diese Törtchen habe ich aus Neugier zum ersten Mal gebacken, nachdem mein Sohn aus Lissabon davon erzählt hatte. Der Kniff liegt im Teig: Die Blätterteigrolle wird längs halbiert, doppelt gelegt, eng aufgerollt und in zwölf Scheiben geschnitten. Jede Scheibe wird in eine Muffinmulde gedrückt. Hinein kommt ein dicker Pudding aus einem Ei, zwei Eigelb und 400 ml Vollmilch.
Zutaten für 12 Stück
- 1 Ei (Gr. L)
- 2 Eigelb (Gr. L)
- 120g Zucker
- 2 EL Maisstärke (Speisestärke)
- 400ml Vollmilch
- 1 Rolle backfertiger Blätterteig aus dem Kühlregal
Außerdem:
- Puderzucker und Zimt zum Bestreuen (optional)
Zubereitung

1. Puddingfüllung vorbereiten
Verrühr Ei, Eigelbe, Zucker und Speisestärke im Topf mit dem Schneebesen. Gieß die Milch nach und nach dazu und rühr alles glatt.
2. Pudding kochen
Stell den Topf auf mittlere Hitze und rühr ohne Pause, bis die Masse dicklich wird und blubbert. Gieß den Pudding in eine Glasschale und leg die Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, dann bekommt er keine Haut.
3. Blätterteig vorbereiten
Lass den Blätterteig etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur liegen. Roll ihn dabei noch nicht auf, sonst bricht er dir leicht.
4. Muffinform vorbereiten
Heiz den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vor. Mach die Mulden einer Muffinform bereit.
5. Teig verarbeiten
Falte den Blätterteig auseinander und schneide ihn an der langen Seite in der Mitte durch, so bekommst du zwei gleich große Stücke. Leg sie genau aufeinander und roll sie von der kurzen Seite her eng auf.
6. Teig in Muffinform geben
Schneide die Teigrolle in 12 gleich große Scheiben. Drück jede Scheibe mit deinem Handballen oder einem Glasboden flach und setz sie in die Muffinform, sodass der Rand der Form gut bedeckt ist.
7. Füllen und backen
Füll den Pudding in die Teigscheiben, aber nicht bis obenhin. Back die Törtchen etwa 22-25 Minuten, bis sie oben leicht gebräunt sind.
8. Servieren
Bestreu die Pasteis de Nata mit Zimt und Puderzucker. Dazu passt ein guter Kaffee oder ein Glas Milch.
Die portugiesischen Puddingtörtchen sind etwas Besonderes auf dem Kaffeetisch. Viel Freude beim Nachbacken!
Mein Tipp
Drück den Teig mit dem Daumen von der Mitte nach oben bis über den Rand der Mulde. Er rutscht beim Backen etwas herunter, und wenn er zu tief sitzt, läuft der Pudding über. Fülle jede Mulde höchstens zu drei Vierteln. Der Ofen soll wirklich 200 °C haben, sonst wird der Boden weich statt blättrig.
Andere Ideen
- Die Milch vorher mit einer Zimtstange und einem Streifen Zitronenschale erwärmen, zehn Minuten ziehen lassen und beides herausnehmen.
- 100 ml der Vollmilch durch Sahne ersetzen, dann wird die Füllung dichter und cremiger.
- In den letzten drei Minuten den Grill zuschalten und danebenbleiben, so bekommen die Törtchen die typischen dunklen Flecken.
Aufheben und Einfrieren
Am besten schmecken sie am Backtag, solange der Teig knuspert. In einer Dose bei Zimmertemperatur halten sie zwei Tage, im Kühlschrank werden sie schnell weich. Zum Auffrischen kommen sie fünf Minuten bei 180 °C in den Ofen. Einfrieren würde ich nicht, die Puddingfüllung wird beim Auftauen wässrig.
Häufige Fragen
- Kann ich eine Blätterteigplatte statt der Rolle nehmen?
- Ja. Rolle die aufgetaute Platte auf etwa 20 x 30 cm aus, schneide sie längs durch, lege die Hälften aufeinander und rolle von der kurzen Seite eng auf. Danach genauso in zwölf Scheiben schneiden.
- Warum wird mein Pudding grieselig?
- Die Hitze war zu hoch oder du hast zu wenig gerührt, dann stockt das Ei. Bleib auf mittlerer Stufe und rühr mit dem Schneebesen bis in die Topfecken. Ist es passiert, streich den Pudding durch ein feines Sieb.
- Brauche ich Papierförmchen für die Muffinform?
- Nein, die stören sogar, weil der Teig dann nicht am Rand haftet. Ich fette die Mulden gründlich mit Butter aus. Nach dem Backen fünf Minuten in der Form stehen lassen, danach lösen sie sich mit einem kleinen Messer leicht.
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