Orangeneis selber machen
Eis mache ich ohne Maschine, seit meine alte kaputtgegangen ist. Für dieses hier wird die Milch-Sahne-Mischung mit Zucker und Honig kurz erwärmt, danach kommt der Orangensaft dazu — 600 ml sind viel, deshalb schmeckt es nach Frucht und nicht nach Sahne. Der Zitronensaft hält die Süße im Zaum. Kinder mögen es, weil es weniger fest gefriert als gekauftes Eis.
Zutaten
- 1 EL Honig
- 150 ml Milch
- 600 ml Orangensaft
- 200 ml Schlagobers (Sahne)
- 1 Stk Zitrone, Saft
- 100 g Zucker
Der Honig gibt dem Eis eine feine Note, der Zitronensaft hält es frisch. Den Zitronensaft lass bitte nicht weg, ohne ihn schmeckt das Eis flach.
Zubereitung

Schritt 1: Sahne und Milch erwärmen
Gib die Sahne und die Milch in einen mittelgroßen Topf und erwärm beides bei mittlerer Hitze. Warm soll es werden, kochen darf es nicht. Rühr ab und zu um, damit nichts ansetzt.
Schritt 2: Zucker und Honig mischen
Verrühr in einer großen Schüssel den Zucker mit dem Honig, bis sich der Honig gut verteilt hat.
Schritt 3: Mischung kombinieren
Gieß die warme Milch-Sahne-Mischung langsam zur Zucker-Honig-Mischung und rühr dabei ohne Pause weiter. Rühr so lange, bis sich Zucker und Honig ganz aufgelöst haben.
Schritt 4: Erneut erhitzen
Schütt alles zurück in den Topf und erhitz es bei niedriger bis mittlerer Hitze circa 2 bis 3 Minuten, ohne dass es kocht. Dabei rührst du die ganze Zeit.
Schritt 5: Säften hinzufügen
Füll die heiße Masse in eine große Schüssel und gib den frisch gepressten Orangensaft und den Zitronensaft dazu. Schlag alles etwa fünf Minuten kräftig durch, bis es cremig und luftig ist.
Schritt 6: Abkühlen lassen
Lass die Masse ganz abkühlen, bis sie richtig kalt ist. Darauf kommt es an, sonst wird das Eis grob.
Schritt 7: Nochmals durchrühren
Rühr die kalte Masse noch einmal mindestens zehn Minuten kräftig durch, dann wird sie schön cremig.
Schritt 8: Einfrieren
Gieß die Eismasse in ein verschließbares Gefäß, das ins Gefrierfach darf. Mach es gut zu und stell es für mindestens 3 bis 5 Stunden in den Gefrierschrank.
Schritt 9: Gelegentliches Umrühren
Rühr das Eis beim Gefrieren etwa jede Stunde mit einer Gabel oder einem Löffel gut durch. So bilden sich keine groben Eiskristalle und es bleibt cremig.
Schritt 10: Servieren
Nimm das Orangeneis etwa 10 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierschrank, dann wird es weicher. Iss es pur oder leg ein paar frische Orangenscheiben dazu.
So hast du ein Orangeneis ganz ohne Eismaschine – mehr braucht es nicht.
Mein Tipp
Das stündliche Durchrühren ist hier nicht optional — ohne Maschine entstehen sonst grobe Eiskristalle, weil der Orangensaft viel Wasser mitbringt. Rühr in den ersten drei Stunden jeweils kräftig mit der Gabel von den Rändern zur Mitte, dort friert es zuerst. Die Masse muss außerdem eiskalt ins Gefrierfach, nicht lauwarm.
Andere Ideen
- Mit Blutorangensaft wird das Eis dunkler und säuerlicher, dann reichen 80 g Zucker.
- Ein Esslöffel abgeriebene Schale einer unbehandelten Orange in der warmen Milch gibt mehr Aroma.
- Für Erwachsene rühre ich zwei Esslöffel Orangenlikör unter die kalte Masse, das Eis bleibt dadurch weicher.
Aufheben und Einfrieren
Im gut verschlossenen Gefäß hält das Eis im Gefrierfach etwa vier Wochen, danach schmeckt es nach Kühlschrank. Leg ein Stück Backpapier direkt auf die Oberfläche, das verhindert Reifbildung. Vor dem Servieren zehn Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann lässt es sich portionieren. Einmal aufgetautes Eis nicht wieder einfrieren.
Häufige Fragen
- Kann ich Orangensaft aus der Packung nehmen?
- Ja, nimm Direktsaft ohne Zuckerzusatz. Frisch gepresster Saft schmeckt kräftiger, aus der Packung wird das Eis milder. Bei bereits gesüßtem Saft geh mit dem Zucker auf 70 g herunter.
- Warum wird mein Eis steinhart?
- Meist stimmt das Verhältnis von Fett und Zucker zur Flüssigkeit nicht oder es wurde zu wenig gerührt. Halte dich an die 200 ml Sahne und die 100 g Zucker und rühre in den ersten Stunden wirklich stündlich durch.
- Geht es auch ohne Honig?
- Ja, dann nimm 120 g Zucker statt 100 g. Der Honig macht das Eis geschmeidiger, weil er nicht so hart durchfriert wie Zucker allein; weglassen kannst du ihn trotzdem ohne Probleme.
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