Apfelküchle mit Vanilleeis
Apfelküchle gab es bei meiner Mutter immer freitags, wenn kein Fleisch auf den Tisch kam. Ich mache sie bis heute genauso: Äpfel entkernen, quer in anderthalb Zentimeter dicke Scheiben schneiden, sodass jede Scheibe ein Loch in der Mitte hat, durch den Teig ziehen und ins heiße Fett geben. Säuerliche Äpfel sind wichtig, sonst schmeckt alles nur süß. Warm mit Zimtzucker und einer Kugel Vanilleeis.
Zutaten
- 4 säuerliche Äpfel (ca. 600 g)
- 150 g Mehl
- 1 TL Zucker
- 1 Prise Salz
- 150 ml Milch
- 2 Eier (Größe M)
- 750 ml neutrales Speiseöl zum Frittieren
- 100 g Zucker
- 2 TL gemahlener Zimt
- Vanilleeis nach Belieben
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung der Äpfel
Wasche die Äpfel gründlich unter fließendem Wasser und tupfe sie mit einem sauberen Küchentuch trocken. Schäle die Äpfel vollständig und entferne das Kerngehäuse mit einem Apfelentkerner, sodass ein etwa 2–3 cm großes Loch in der Mitte jedes Apfels entsteht. Schneide die entkernten Äpfel quer in etwa 1,5 cm dicke Scheiben und lege sie beiseite.
Schritt 2: Herstellung des Teigs
Gib das Mehl zusammen mit 1 Teelöffel Zucker und einer Prise Salz in eine große Rührschüssel. Vermische die trockenen Zutaten sorgfältig. Gib anschließend die Milch und die Eier hinzu und verrühre alles mit einem Schneebesen oder Handmixer zu einem glatten, klümpchenfreien Teig. Der Teig sollte dickflüssig sein und die Apfelscheiben gut umhüllen können.
Schritt 3: Frittieren der Apfelküchle
Lege 4–5 Apfelscheiben in den vorbereiteten Teig, sodass sie vollständig umschlossen sind. Währenddessen das Öl in einem breiten, tiefen Topf oder in einer Fritteuse auf etwa 170–180 Grad Celsius erhitzen. Um die Temperatur zu prüfen, halte einen Holzkochlöffel ins Öl: Bilden sich kleine Bläschen am Stiel, ist das Öl bereit.
Nimm mit zwei Gabeln jeweils eine mit Teig umhüllte Apfelscheibe und lass sie vorsichtig ins heiße Öl gleiten. Frittiere die Apfelküchle für etwa 2 Minuten pro Seite, bis sie goldbraun und knusprig sind. Verwende eine Zange oder Gabel, um sie vorsichtig zu wenden. Lass die fertigen Apfelküchle auf Küchenpapier abtropfen, damit überschüssiges Fett entfernt wird.
Schritt 4: Veredelung und Servieren
Vermische den restlichen Zucker mit dem Zimt in einer Schüssel. Wälze die noch heißen Apfelküchle in der Zucker-Zimt-Mischung, sodass sie rundherum bedeckt sind. Richte die warmen Apfelküchle auf Tellern an und serviere sie nach Belieben mit einer Kugel Vanilleeis. Genieße sie am besten frisch und warm.
Diese Apfelküchle sind nicht nur ein kulinarischer Hochgenuss, sondern auch ein nostalgischer Trip in Omas Küche. Probier es aus und lass dich von diesem klassischen Dessert verzaubern!
Darauf kommt es an
Die Öltemperatur ist der Knackpunkt: 170 bis 180 Grad. Ist das Fett kühler, saugen sich die Küchle voll und werden schwer, ist es zu heiß, sind sie außen dunkel und der Teig innen roh. Die Probe mit dem Holzkochlöffel und den kleinen Bläschen ist verlässlich. Backe höchstens drei Scheiben gleichzeitig, sonst fällt die Temperatur zu stark ab.
Abwandlungen
- Ersetze ich 50 ml der Milch durch Mineralwasser, wird der Ausbackteig lockerer und die Hülle dünner.
- Statt Zimtzucker wälze ich die Küchle auch in Puderzucker mit einem Päckchen Vanillezucker.
- Für die Erwachsenen kommt ein Esslöffel Calvados oder Rum in den Teig, das riecht schon beim Ausbacken gut.
Aufbewahren und Aufwärmen
Apfelküchle sind eine Sache für sofort. Übriggebliebene halten zugedeckt im Kühlschrank einen Tag und werden bei 180 °C in etwa fünf Minuten im Ofen wieder knusprig, nie in der Mikrowelle, da werden sie labberig. Einfrieren lohnt nicht, der Ausbackteig wird beim Auftauen zäh.
Das werde ich oft gefragt
- Welche Äpfel nehme ich am besten?
- Feste, säuerliche wie Boskop oder Elstar. Sie behalten beim Frittieren Biss, während mehlige Sorten in den zwei Minuten pro Seite auseinanderfallen und die Scheiben beim Wenden mit der Zange brechen.
- Geht das auch in der Pfanne statt in der Fritteuse?
- Ja, in etwa zwei Zentimetern Öl. Die Küchle werden am Rand heller und du musst sie einmal mehr wenden. Die vollen 750 ml Öl aus dem Rezept brauchst du dafür nicht.
- Der Teig rutscht von den Apfelscheiben, woran liegt das?
- Die Scheiben waren noch feucht. Tupfe sie nach dem Schneiden ab und lass den Teig fünf Minuten stehen, damit das Mehl quillt und er dickflüssig wird. Zu dünner Teig hält an den Scheiben nicht.
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