Apfelkuchen-Wunder
Zwei Kilo Äpfel in einem Rührteig, das ist kein Kuchen mit Apfelbelag, sondern Apfelstücke, die gerade noch von Teig zusammengehalten werden. Bei uns gibt es ihn im Herbst, wenn der Boskop-Baum im Garten alles auf einmal abwirft. Das Würfeln dauert am längsten, der Rest ist eine Schüssel und ein Löffel. Warm mit Puderzucker, kalt in Stücken für die Brotdose.
Zutaten
- 250 g Butter
- 250 g Zucker
- 5 Ei(er)
- 1 Paket Vanillinzucker
- 350 g Mehl
- 1 Paket Backpulver
- 2 kg Äpfel, gewürfelt
- Puderzucker
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung der Butter
Lass die Butter bei kleiner Hitze schmelzen und stell sie dann zur Seite. Flüssig zieht sie sich später viel besser durch den Teig, der bleibt dadurch saftig und geschmeidig.
Schritt 2: Teigmischung
Schlag Zucker und Eier in einer großen Schüssel schaumig, davon wird der Kuchen locker. Dann kommen Vanillinzucker, Mehl und Backpulver dazu, rühr alles gut durch. Zum Schluss rührst du die flüssige Butter langsam unter.
Schritt 3: Hinzufügen der Äpfel
Zum Schluss hebst du die gewürfelten Äpfel vorsichtig unter, bis sie überall im Teig sitzen. Die Masse wirkt jetzt sehr voll und mehr nach Äpfeln als nach Teig. Das ist richtig so.
Schritt 4: Backen
Streich die Masse gleichmäßig auf ein Backblech. Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 220°C etwa 30 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun ist und die ganze Küche danach riecht.
Schritt 5: Servieren
Wenn der Kuchen ganz abgekühlt ist, streust du Puderzucker darüber. Mehr braucht er nicht.
Der Kuchen gelingt auch, wenn du selten backst. Zum Kaffee, als Nachtisch oder kalt aus der Hand – er passt eigentlich immer.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Nimm feste, säuerliche Äpfel wie Boskop oder Elstar und würfle sie nicht zu klein, etwa einen Zentimeter. Zu weiche Sorten zerfallen und machen den Teig nass. 220 Grad sind viel, deshalb schaue ich nach zwanzig Minuten nach und decke den Kuchen bei Bedarf mit Backpapier ab, damit die Oberfläche nur goldbraun wird.
Varianten
- Eine Handvoll Rosinen, vorher in warmem Wasser eingeweicht, passt gut zwischen die Apfelwürfel.
- Mit einem Teelöffel Zimt und geriebenen Haselnüssen im Teig wird der Kuchen herbstlicher.
- Statt Puderzucker gieße ich manchmal einen Guss aus Puderzucker und Zitronensaft über den kalten Kuchen.
Aufbewahrung
Mit einem Geschirrtuch abgedeckt hält der Kuchen auf dem Blech drei Tage und bleibt durch die Äpfel saftig. Im Kühlschrank wird er nur fest, also lieber kühl im Zimmer stehen lassen. Einzelne Stücke lassen sich drei Monate einfrieren, bei Zimmertemperatur auftauen und kurz bei 150 Grad aufbacken.
Fragen aus meiner Küche
- Sind 220 Grad nicht zu heiß für einen Blechkuchen?
- Bei Ober-/Unterhitze geht das, weil die Apfelmasse viel Feuchtigkeit abgibt und den Teig kühlt. Bei Umluft würde ich auf 200 Grad heruntergehen. Schau ab Minute zwanzig regelmäßig nach und decke die Oberfläche bei Bedarf ab.
- Muss ich die Äpfel schälen?
- Bei dünnschaligen Sorten nicht unbedingt, bei Boskop schon, dessen Schale bleibt zäh und stört in jedem Bissen. Das Kerngehäuse entferne ich immer, sonst hast du harte Stücke im weichen Teig.
- Kann ich weniger Äpfel nehmen?
- Ja, mit 1,5 kg wird der Kuchen teigiger und geht höher auf. Unter ein Kilo würde ich nicht gehen, sonst schmeckst du kaum noch Apfel und der Kuchen wird trocken, weil der Saft fehlt.
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