Gebratene Pilze mit Knoblauch-Dip
Diese Champignons gibt es bei mir, wenn abends noch jemand vorbeikommt. 600 g Pilze sind schnell geviertelt, und beide Soßen stehen fertig im Kühlschrank, bevor die Pfanne überhaupt heiß ist. Der Schmand mit Paprikapulver und Petersilie ist mild, die Alioli aus Öl, Milch und Knoblauch dagegen kräftig. Mit dem Löffel Tomatenmark am Ende bleibt selten etwas in der Pfanne übrig.
Zutaten
- Für die Schmandsoße:
- 1 Becher Schmand
- 1/2 gestrichener TL Paprikapulver
- 1 TL gehackte Petersilie (TK)
- 2 Knoblauchzehen
- Salz
- Für die Alioli:
- 100 ml + evtl. etwas mehr Raps- oder Sonnenblumenöl
- 50 ml Milch
- 1-2 Zehen Knoblauch
- Salz, Pfeffer
- Für die Champignons:
- 600 g Champignons
- 1 kl. Zwiebel
- Olivenöl
- 5 g Tomatenmark
- getrockneter Thymian
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung der Schmandsoße
Gib den Schmand, das Paprikapulver und die gehackte Petersilie in eine Schüssel. Press zwei Knoblauchzehen darüber aus und rühr alles gründlich durch. Zum Schluss mit Salz abschmecken.
Schritt 2: Herstellung der Alioli
Gib das Öl, die Milch und den Knoblauch in ein hohes Gefäß. Mix alles mit dem Stabmixer und zieh ihn dabei langsam von unten nach oben. Wird die Masse nicht cremig, gib noch etwas Öl dazu. Schmeck die Alioli mit Salz und Pfeffer ab.
Schritt 3: Zubereitung der Champignons
Putz die Champignons gründlich*, ohne sie zu waschen, und vierteil sie. Würfle die Zwiebel fein und dünste sie in Olivenöl an. Gib die Champignons dazu und brate sie etwa 5 Minuten, bis sie schön braun sind. Zum Schluss kommen das Tomatenmark, der Thymian und je ein Teelöffel der beiden Soßen dazu.
* Anmerkung: Nimm zum Putzen eine Gemüsebürste oder eine weiche Zahnbürste, statt die Champignons zu waschen. Sonst ziehen sie Wasser.
Bei uns kommen sie mit einem Glas Wein auf den Tisch oder als Beilage zum Hauptgericht. Frisch aus der Pfanne schmecken sie am besten.
Mein Tipp
Die Pfanne muss richtig heiß sein und die Champignons brauchen Platz. Gibst du alle 600 g auf einmal hinein, ziehen sie Wasser und kochen, statt zu braten. Ich brate sie in zwei Durchgängen und salze erst am Schluss. Die beiden Soßen kommen wirklich nur teelöffelweise dazu, sonst schwimmt am Ende alles.
Andere Ideen
- Mit Kräuterseitlingen statt Champignons wird das Ganze kräftiger, dann schneide sie in dicke Scheiben.
- Wer keinen Schmand da hat, rührt die Soße aus Sauerrahm mit einem Löffel Mayonnaise an.
- Ein paar Streifen Bratenspeck, mit der Zwiebel angeschwitzt, machen aus der Vorspeise ein Abendessen mit Brot.
Aufheben und Einfrieren
Die gebratenen Champignons schmecken frisch am besten, halten aber zwei Tage im geschlossenen Glas im Kühlschrank. Wärme sie in der Pfanne ohne Deckel auf, in der Mikrowelle werden sie matschig. Beide Soßen halten abgedeckt drei Tage. Einfrieren lohnt bei keinem der drei Teile.
Häufige Fragen
- Warum darf ich die Champignons nicht waschen?
- Weil sie sich wie ein Schwamm mit Wasser vollsaugen. In der Pfanne kommt es wieder heraus, die Pilze dünsten dann, statt zu bräunen. Bürste sie mit einer Gemüsebürste oder einer weichen Zahnbürste ab, das reicht völlig.
- Meine Alioli wird nicht cremig, was mache ich falsch?
- Halte den Stabmixer erst ruhig am Boden des Gefäßes, bis die Masse dort weiß wird, und zieh ihn erst dann langsam nach oben. Bleibt sie flüssig, gib esslöffelweise mehr Öl dazu und mixe weiter.
- Kann ich die beiden Soßen vorbereiten?
- Ja, gerne schon am Vormittag. Der Knoblauch zieht dabei durch und wird kräftiger, deshalb nehme ich für die Alioli dann nur eine Zehe. Vor dem Servieren einmal durchrühren, der Schmand setzt sich sonst leicht ab.
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