Pflaumenkuchen aller Zeiten
Wenn im September der Pflaumenbaum nicht mehr zu halten ist, backe ich diesen Kuchen gleich in doppelter Menge: zweieinhalb Kilo Früchte auf ein großes Blech. Der Schmand im Rührteig macht ihn saftiger als der übliche Hefeteig, und er hält sich dadurch länger. Entkernt werden die Pflaumen so, dass die Hälften zusammenhängen – dann stehen sie schräg im Teig und geben ihren Saft nach oben ab.
Zutaten
- 2 1/2 kg Pflaumen
- 500 g Zucker
- 250 g Butter oder Margarine
- 4 große Eier
- 500 g Mehl
- 1 Pck. Backpulver
- 1 Pck. Vanillezucker oder etwas Vanillepaste
- 200 g Schmand
- 1 Pck. Sahnesteif, evtl.
- n. B. Rumaroma
- Fett für die Form
Zubereitung

1. Vorbereitung der Pflaumen
Zunächst die Pflaumen gründlich säubern, aufschneiden und entkernen, dabei darauf achten, dass die Hälften noch zusammenhängen.
2. Teigzubereitung
Den Zucker mit der Butter und dem Vanillezucker solange schaumig schlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Die Eier nacheinander unterrühren und dabei kräftig weiterschlagen. Anschließend Mehl und Backpulver vermischen und schrittweise unter die Eier-Zucker-Mischung heben. Zuletzt den Schmand einarbeiten und nach Belieben etwas Rumaroma hinzufügen.
3. Kuchenaufbau
Den fertigen Teig auf einem gefetteten Backblech oder auf zwei 24/26 cm Springformen verteilen. Die aufgeschnittenen Pflaumen mit der offenen Seite nach oben schräg in den Teig stecken. Um zu verhindern, dass der Fruchtsaft im Teig aufweicht, kann der Teig vor dem Einsetzen der Pflaumen mit Sahnesteif bestäubt werden.
4. Backen
Den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober-/Unterhitze für 60 bis 90 Minuten backen. Um sicherzustellen, dass der Kuchen fertig ist, die Nadelprobe zwischen den Früchten machen.
5. Nachbereitung
Nach dem Backen den noch heißen Kuchen sofort mit etwas Zucker bestreuen und anschließend in der Form vollständig auskühlen lassen.
Tipps
Dieser Teig eignet sich hervorragend auch für andere Obstsorten wie Äpfel oder Birnen. Servieren Sie den Pflaumenkuchen mit einem Klecks frischer Sahne für das perfekte Genusserlebnis.
Mein Tipp
Bestäub den Teig vor dem Einsetzen der Früchte wirklich mit dem Sahnesteif, ein Päckchen reicht fürs ganze Blech. Es bindet den austretenden Pflaumensaft, sonst hast du unter den Früchten eine feuchte Schicht, die nie durchbackt. Die Nadelprobe machst du zwischen den Pflaumen im Teig, nicht mitten durch eine Frucht – sonst ist die Nadel immer nass.
Andere Ideen
- Ich streue vor dem Backen ein bis zwei Esslöffel Zimtzucker über die Früchte, das passt zu sauren Pflaumen besonders gut.
- Für eine Streuselvariante verknete ich 100 g Mehl, 60 g Butter und 60 g Zucker und verteile sie in den letzten 25 Minuten über dem Kuchen.
- Mit Zwetschgen statt Pflaumen wird der Kuchen fester im Biss und weniger saftig, dafür lässt er sich besser stapeln.
Aufheben und Einfrieren
Abgedeckt bleibt der Kuchen bei Zimmertemperatur drei Tage saftig, im Kühlschrank bis zu fünf Tage. Ich friere ihn in Stücken geschnitten ein, zwischen den Lagen Backpapier, dort hält er drei Monate. Aufgetaut wird bei Zimmertemperatur in etwa zwei Stunden; kurz bei 150 Grad aufgebacken schmeckt er wie frisch.
Häufige Fragen
- Kann ich das Rezept halbieren?
- Ja, mit 1,25 kg Pflaumen, 250 g Mehl, zwei Eiern und der Hälfte aller übrigen Zutaten füllst du eine Springform von 26 cm. Die Backzeit sinkt dann auf etwa 55 bis 65 Minuten, prüfe ab Minute 50 mit der Nadel.
- Muss ich Sahnesteif verwenden?
- Nötig ist es nicht, aber ohne wird der Boden unter den Früchten weicher. Alternativ streue ich zwei Esslöffel Grieß oder gemahlene Mandeln auf den Teig, bevor die Pflaumen hineinkommen. Beides saugt den Saft ähnlich gut auf.
- Warum bleibt der Kuchen in der Mitte feucht?
- Bei zweieinhalb Kilo Früchten braucht er wirklich die volle Zeit, oft die ganzen 90 Minuten. Deckt die Oberfläche zu früh dunkel, lege ein Stück Backpapier auf und backe unten weiter, bis die Nadel zwischen den Pflaumen sauber bleibt.
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