Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kekse & Plätzchen

Mürbeteig-Plätzchen mit Nutella-Füllung: Das Kinder-Lieblingsrezept!

Mürbeteig-Plätzchen mit Nutella-Füllung: Das Kinder-Lieblingsrezept!
Portionen etwa 25 gefüllte Doppelplätzchen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 12 Minuten pro Blech
Gesamt 1 Stunde 15 Minuten

Wenn meine Enkel am Nachmittag in der Küche stehen, gibt es meist diese Plätzchen. Sie dürfen ausstechen, sie dürfen die Creme verteilen und sie dürfen anschließend die Schüssel auskratzen. Am Ende sehen alle drei aus wie kleine Schornsteinfeger, und das Blech ist innerhalb einer Stunde leer.

Der Mürbeteig ist der klassische Eins-Zwei-Drei-Teig, den schon meine Mutter gerührt hat: ein Teil Zucker, zwei Teile Butter, drei Teile Mehl. Er wird knusprig und mürbe zugleich, ohne dass du irgendetwas abwiegen müsstest, was kompliziert wäre. Dazwischen kommt Nuss-Nougat-Creme, die durch die Wärme der frischen Plätzchen kurz weich wird und dann wieder fest zusammenhält.

Zutaten

  • 300 g Weizenmehl Type 405
  • 200 g kalte Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Nuss-Nougat-Creme
  • 2 EL Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Schritt 1: Teig kneten

Gib Mehl, Zucker, Vanille und Salz in eine Schüssel und schneide die kalte Butter in kleine Würfel darüber. Verreibe alles zuerst mit den Fingerspitzen zu Krümeln, dann gib das Eigelb dazu und knete zügig zu einem glatten Teig. Arbeite schnell, damit die Butter kalt bleibt. Sobald sich der Teig zu einer Kugel formen lässt, hörst du auf zu kneten.

Schritt 2: Teig kühlen

Drücke die Kugel zu einer flachen Scheibe von etwa zwei Zentimetern, wickle sie in Frischhaltefolie und lege sie dreißig Minuten in den Kühlschrank. Die flache Form kühlt viel schneller durch als eine Kugel. In dieser Zeit entspannt sich der Teig und lässt sich später ausrollen, ohne dass er zurückspringt oder an den Rändern einreißt.

Schritt 3: Ausrollen und ausstechen

Rolle den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dünn aus. Steche mit einer runden Form von fünf Zentimetern Durchmesser Plätzchen aus, du brauchst eine gerade Anzahl. Setze sie auf zwei mit Backpapier belegte Bleche. Die Teigreste knetest du kurz zusammen und rollst sie erneut aus, bis alles verbraucht ist.

Schritt 4: Backen

Backe die Plätzchen im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 12 Minuten auf der mittleren Schiene, ein Blech nach dem anderen. Sie sind fertig, wenn die Ränder hellgoldbraun sind und die Mitte noch blass aussieht. Lass sie fünf Minuten auf dem Blech fest werden, bevor du sie auf ein Gitter hebst, sonst brechen sie.

Schritt 5: Füllen und zusammensetzen

Rühre die Nuss-Nougat-Creme kurz glatt, damit sie sich streichen lässt. Drehe die Hälfte der ausgekühlten Plätzchen um und gib jeweils einen knappen Teelöffel Creme auf die Unterseite. Setze ein zweites Plätzchen darauf und drücke es ganz sachte an, bis die Creme bis fast zum Rand reicht. Stäube zum Schluss den Puderzucker darüber.

Omas Tipps

  • Creme erst auf ganz kalte Plätzchen streichen. Auf noch warmem Gebäck wird die Nuss-Nougat-Creme flüssig und läuft an den Seiten heraus, sobald du zusammendrückst. Eine halbe Stunde auf dem Gitter reicht, dann bleibt die Füllung sauber zwischen den Hälften.
  • Puderzucker erst nach dem Füllen aufstäuben. Stäubst du vorher, klebt der Zucker an den Fingern fest, sobald du die Plätzchen aufeinandersetzt, und die Oberseite sieht fleckig aus. Ein kleines Sieb über der fertigen Reihe genügt.
  • Das Glas als Ausstecher. Wenn du keine runde Form hast, nimm ein Wasserglas mit fünf Zentimetern Durchmesser und tauche den Rand zwischendurch in Mehl. Die Kinder kommen damit besser zurecht als mit gezackten Metallformen, an denen der Teig hängen bleibt.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Die gefüllten Plätzchen bewahrst du in einer Blechdose bei Zimmertemperatur auf, jede Lage durch Backpapier getrennt. Sie halten sich etwa eine Woche, werden durch die Creme aber von Tag zu Tag weicher. Wer sie länger knusprig mag, bewahrt die ungefüllten Hälften auf und setzt sie erst kurz vor dem Servieren zusammen. So bleiben sie drei Wochen mürbe.

Einfrieren solltest du nur die ungefüllten Plätzchen oder den rohen Teig. Gefüllte Doppelplätzchen ziehen beim Auftauen Feuchtigkeit, die Creme trennt sich leicht und der Mürbeteig wird weich. Der rohe Teig hält in Folie gewickelt drei Monate im Gefrierfach und taut über Nacht im Kühlschrank auf.

Häufige Fragen

Warum sind meine Plätzchen hart statt mürbe geworden?
Der Teig wurde zu lange geknetet, dadurch entwickelt das Mehl Kleber und das Gebäck wird zäh. Verreibe die Butter nur mit den Fingerspitzen und höre auf, sobald der Teig zusammenhält. Auch eine Backzeit über zwölf Minuten macht dünne Mürbeteigplätzchen schnell trocken.
Kann ich die Plätzchen wie Spitzbuben mit einem Loch ausstechen?
Das geht, sieht aber weniger gut aus als bei Marmelade, weil die Nuss-Nougat-Creme im Loch dunkel und stumpf wirkt. Wenn du es trotzdem magst, stich das Loch nur in die obere Hälfte und nimm etwas mehr Creme, damit sie sichtbar herausschaut.
Wie viel Creme brauche ich pro Plätzchen?
Ein knapper Teelöffel, also etwa acht Gramm, ist genau richtig für einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Bei 200 g Creme reicht das für rund 25 gefüllte Doppelplätzchen. Mehr Creme quillt beim Zusammendrücken heraus und macht die Ränder klebrig.
Mürbeteig-Plätzchen mit Nutella-Füllung: Das Kinder-Lieblingsrezept!
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