Low Carb Blumenkohlauflauf mit 200 g Käse: Cremig, ohne eine einzige Kartoffel!
Ein Auflauf ist für mich das Gericht, das eine Küche erst richtig warm macht. Früher lagen unten immer Kartoffelscheiben, heute liegt dort Blumenkohl — und ehrlich gesagt vermisse ich die Kartoffel kein bisschen. Der Blumenkohl saugt die Sahnesauce auf, wird weich, aber nicht breiig, und unter der Käsedecke schmeckt er nussiger, als man ihm zutraut.
Einfach ist dieses Rezept, weil du nur zwei Dinge richtig machen musst: den Blumenkohl vorgaren, aber nur bis er knapp bissfest ist, und ihn danach gut abtropfen lassen. Alles andere ist Rühren und Warten. Die 200 g Käse teile ich auf — die Hälfte in die Sauce, die Hälfte obendrauf. So ist er einmal cremig geschmolzen und einmal knusprig gebacken. Pro Portion sind es etwa 10 g Kohlenhydrate.
Zutaten
- 1 großer Blumenkohl (ca. 1 kg, geputzt ca. 800 g)
- 2 TL Salz für das Kochwasser
- 200 g geriebener Käse (Gouda mittelalt oder Emmentaler)
- 200 g Sahne
- 100 g Doppelrahm-Frischkäse
- 2 Eier (Größe M)
- 1 Zwiebel (ca. 100 g), fein gewürfelt
- 20 g Butter für die Zwiebel und die Form
- 1 gestrichener TL Salz
- ½ TL schwarzer Pfeffer
- ¼ TL frisch geriebene Muskatnuss
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 2 EL glatte Petersilie, gehackt
Zubereitung
Schritt 1: Blumenkohl teilen und vorgaren
Entferne die Blätter und den dicken Strunk und zerteile den Kopf in gleich große Röschen von etwa vier Zentimetern. Bring reichlich Wasser mit 2 TL Salz zum Kochen und gib die Röschen hinein. Nach 6 Minuten sind sie außen weich, im Kern aber noch fest — genau so willst du sie. Gieß sie in ein Sieb ab und lass sie dort mindestens fünf Minuten stehen, damit wirklich alles Wasser abläuft.
Schritt 2: Zwiebel anschwitzen
Heize den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Schmilz die Hälfte der Butter in einem kleinen Topf und dünste die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze drei bis vier Minuten, bis sie glasig und am Rand hellgolden sind. Braun sollen sie nicht werden, sonst schmeckt die Sauce bitter. Nimm den Topf vom Herd und lass die Zwiebel kurz abkühlen, bevor sie zu den Eiern kommt.
Schritt 3: Sahnesauce anrühren
Verquirle in einer Schüssel die Eier mit der Sahne und dem Frischkäse, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind — am schnellsten geht das mit dem Schneebesen, wenn der Frischkäse Zimmertemperatur hat. Rühre Senf, Salz, Pfeffer, Muskat und die abgekühlten Zwiebeln unter. Zum Schluss kommen 100 g des geriebenen Käses in die Sauce. Sie ist jetzt dickflüssig und fällt schwer vom Löffel.
Schritt 4: Schichten und backen
Fette eine Auflaufform von etwa 20 × 30 cm mit der restlichen Butter aus. Verteile die abgetropften Röschen darin, Schnittflächen nach oben, und gieße die Sauce gleichmäßig darüber. Rüttle die Form einmal kurz, damit die Sauce in alle Zwischenräume läuft. Streue die übrigen 100 g Käse darauf und schiebe die Form auf die mittlere Schiene. 25 Minuten backen.
Schritt 5: Kruste prüfen und ruhen lassen
Nach 25 Minuten soll die Oberfläche tief goldbraun sein und an den Rändern blubbern. Ist sie noch blass, gib zwei Minuten Grillfunktion dazu und bleib dabei stehen — das geht schnell. Nimm die Form heraus und lass sie 7 Minuten ruhen. In dieser Zeit zieht die Eiersauce nach und du kannst saubere Stücke herausheben, statt eine Pfütze auf dem Teller zu haben. Mit Petersilie bestreuen.
Omas Tipps
- Abtropfen ist wichtiger als alles andere. Blumenkohl hält Wasser in seinen Röschen fest. Stell das Sieb schräg und schüttle es zweimal kräftig, sonst verdünnt das Wasser im Ofen die Sahnesauce und der Auflauf wird unten suppig.
- Käse frisch reiben. Fertig geriebener Käse ist mit Stärke bestäubt, damit er nicht verklebt; beim Schmelzen bleibt er dadurch etwas körnig. Ein Stück Gouda von Hand gerieben zieht schönere Fäden und bräunt gleichmäßiger.
- Der Löffel Senf bleibt unsichtbar. Man schmeckt ihn nicht heraus, aber er nimmt der Sahne-Käse-Mischung die Schwere und lässt den Blumenkohl deutlicher hervortreten. Mittelscharf reicht, scharfer Senf würde durchschlagen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Lass den Auflauf ganz auskühlen, bevor du ihn abdeckst, sonst schlägt sich Kondenswasser auf der Kruste nieder und sie wird weich. Am besten schneidest du ihn in Portionsstücke, legst sie in eine flache Dose und deckst sie mit dem Deckel oder fest anliegender Folie ab. Im Kühlschrank hält er sich 3 Tage. Aufgewärmt wird er bei 180 °C für 12 Minuten im Ofen, damit der Käse wieder Biss bekommt.
Einfrieren kannst du ihn, aber mit Abstrichen: Die Eier-Sahne-Masse verliert beim Auftauen etwas Bindung und der Blumenkohl wird weicher. Wenn du es trotzdem möchtest, friere einzelne Stücke höchstens 2 Monate ein, taue sie über Nacht im Kühlschrank auf und backe sie 20 Minuten bei 180 °C. Frisch gebacken ist er eindeutig besser.
Häufige Fragen
- Kann ich tiefgekühlten Blumenkohl nehmen?
- Ja, 800 g TK-Röschen funktionieren. Koche sie nicht vor, sondern lass sie vollständig auftauen und drücke sie behutsam in einem Sieb aus — sie enthalten deutlich mehr Wasser als frische. Die Backzeit bleibt bei 25 Minuten, die Röschen werden aber etwas weicher.
- Welcher Käse ergibt die beste Kruste?
- Mittelalter Gouda bräunt zuverlässig und schmilzt gleichmäßig, Emmentaler zieht mehr Fäden und schmeckt nussiger. Junger Käse bleibt oft blass und ölt aus. Eine Mischung aus 150 g Gouda und 50 g Parmesan gibt die kräftigste Kruste, dann brauchst du weniger Salz.
- Warum ist mein Auflauf unten wässrig geworden?
- Fast immer war der Blumenkohl zu lange im Kochwasser oder zu kurz im Sieb. Sechs Minuten reichen wirklich, und danach müssen die Röschen offen abtropfen. Hilfreich ist auch, die Form nicht randvoll zu füllen: Liegt der Blumenkohl zu dicht, kann das austretende Wasser nicht verdampfen.

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