Türkischen Joghurtkuchen
Revani nennen ihn die einen, Joghurtkuchen die anderen. Bei mir kam das Rezept über eine Nachbarin ins Haus, die es von ihrer Mutter hat. Er wird nicht mit Mehl gebacken, sondern mit 450 g Hartweizengrieß, deshalb ist die Krume körnig und trinkt den Zitrussirup förmlich weg. Drei Orangen und drei Zitronen klingen nach viel, aber Schale und Saft machen hier den ganzen Kuchen.
Zutaten
- 3 Bio-Orangen
- 3 Bio-Zitronen
- 5 Eier
- 350 g Zucker
- 150 g Butter (geschmolzen)
- 500 g Sahnejoghurt
- 450 g Hartweizengrieß
- 1 TL Backpulver
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung
Heiz deinen Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vor und leg ein Backblech mit Backpapier aus. Dann löst sich der Kuchen später leicht vom Blech.
Schritt 2: Zitrusfrüchte vorbereiten
Wasch die Orangen und Zitronen heiß ab und trockne sie gut. Reib die Schale ab, darin sitzt das meiste Aroma. Danach presst du den Saft aus.
Schritt 3: Teig kreieren
Schlag die Eier mit 200 g Zucker cremig. Gib die Zitrusschale, die geschmolzene Butter und den Sahnejoghurt dazu und rühr alles gut durch. Misch den Hartweizengrieß mit dem Backpulver und rühr ihn mit etwa 150 ml vom frisch gepressten Saft unter die Ei-Zucker-Masse.
Schritt 4: Kuchen backen
Streich den Teig gleichmäßig auf das vorbereitete Blech. Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten, bis er goldbraun ist.
Schritt 5: Sirup zubereiten und Kuchen tränken
Gieß den restlichen Zitrussaft mit Wasser auf 200 ml auf und gib den restlichen Zucker dazu. Lass das Ganze aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln. Nimm den Kuchen aus dem Ofen, stich ihn mehrmals mit einem Holzstäbchen ein und tränk ihn noch warm mit dem Sirup.
Schritt 6: Servieren
Lass den Kuchen ganz auskühlen, bevor du ihn in Stücke schneidest. Er passt zum Nachmittagskaffee genauso wie als Nachtisch nach dem Essen.
Der Sahnejoghurt macht die Krume weich, die Zitrusfrüchte geben ihm den Ton. Probier ihn einmal aus, dann verstehst du, warum bei uns nie ein Stück übrig bleibt.
Mein Tipp
Stich den heißen Kuchen wirklich bis auf das Blech ein, gut zwanzig Mal, und gieß den Sirup in drei Durchgängen darüber. Wartest du zwischen den Durchgängen zwei Minuten, zieht alles gleichmäßig ein statt an den Rändern wegzulaufen. Kommt der ganze Sirup auf einmal, steht unten eine Pfütze und der Kuchen bleibt oben trocken.
Andere Ideen
- Nimm statt der drei Orangen drei weitere Zitronen, dann wird der Kuchen deutlich säuerlicher und schmeckt gut zu einem Klecks Sahnejoghurt.
- Streu vor dem Backen 100 g gehobelte Mandeln über den Teig, sie rösten mit und geben Biss.
- Für den Winter rührst du einen Teelöffel gemahlenen Zimt unter den Grieß und gibst zwei Sternanis in den kochenden Sirup.
Aufheben und Einfrieren
Der Kuchen hält abgedeckt vier bis fünf Tage bei Zimmertemperatur und wird durch den Sirup mit jedem Tag saftiger. Im Kühlschrank wird der Grieß fest, deshalb lieber kühl im Raum lagern. Portionsweise eingefroren hält er zwei Monate, aufgetaut wird er über Nacht im Blech.
Häufige Fragen
- Kann ich statt Sahnejoghurt normalen Naturjoghurt nehmen?
- Ja, der Kuchen wird dann etwas magerer und weniger mürbe. Gleiche das aus, indem du 20 g mehr Butter nimmst und den Joghurt vorher gut verrührst, damit keine Molke im Teig landet.
- Muss der Grieß vorquellen?
- Nein, hier nicht. Er quillt beim Backen und danach im Sirup. Lass den fertigen Teig aber fünf Minuten stehen, bevor er aufs Blech kommt, dann verteilt er sich gleichmäßiger.
- Warum bleibt mein Kuchen in der Mitte feucht?
- Meist ist der Teig zu dick aufs Blech gestrichen. Zwei Zentimeter Höhe reichen. Ist die Mitte nach 45 Minuten noch weich, deck ihn mit Backpapier ab und gib zehn Minuten bei 170 Grad dazu.
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