Omas Schmandkuchen-Rezept
Den Schmandkuchen hat mir eine Kollegin aus dem Kirchenchor aufgeschrieben, und seitdem backe ich ihn für jede größere Kaffeetafel. Der Boden ist ein Quark-Öl-Teig, der ohne Gehzeit auskommt, obendrauf kommt eine feste Puddingcreme mit sechs Bechern Schmand und Rosinen. Ein ganzes Blech, das reicht für viele Gäste. Er schmeckt frisch aus dem Ofen und am nächsten Tag kalt genauso gut.
Zutatenliste
Für den Teig:
- 125 g Quark (Magerquark)
- 6 EL Öl
- 6 EL Milch
- 75 g Zucker
- 1 Ei
- 300 g Mehl
- 1 Pkt. Backpulver
Für den Belag:
- 1.250 ml Milch
- 10 EL Zucker
- 2 Eier
- 4 Pkt. Puddingpulver, Vanille
- 6 Becher Schmand
- 250 g Rosinen
- Optional: Rum zum Einweichen der Rosinen
Zubereitung

Schritt 1: Teigvorbereitung
Rühr zuerst den Quark, das Öl, die Milch, den Zucker und das Ei zu einer glatten Masse. Misch in einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und knete es unter die Quarkmasse, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
Schritt 2: Teig ausrollen
Fette ein Backblech und roll den Teig gleichmäßig darauf aus. Nimm ein Blech mit hohem Rand, der Kuchen geht beim Backen noch auf.
Schritt 3: Zubereitung des Belags
Für den Belag rührst du etwas von der Milch mit dem Zucker, den Eiern und dem Puddingpulver glatt. Bring die restliche Milch zum Kochen, rühr die angerührte Mischung ein und lass alles unter ständigem Rühren kurz aufkochen. Die Masse wird ziemlich fest. Lass sie handwarm abkühlen und rühr dabei immer wieder um, damit sich keine Haut bildet.
Schritt 4: Rosinen und Schmand hinzufügen
Wasch die Rosinen und weich sie nach Belieben in Rum ein. Danach gieß sie ab und rühr sie unter die abgekühlte Puddingmasse. Zum Schluss kommt der Schmand dazu, dann alles gründlich verrühren.
Schritt 5: Kuchen backen
Verteil die Schmand-Pudding-Mischung gleichmäßig auf dem vorbereiteten Teig. Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 150 Grad Umluft auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten, bis er hell golden ist.
So kommt er bei uns auf die Kaffeetafel, frisch aus dem Ofen oder gut gekühlt. Lass ihn dir schmecken.
Mein Tipp
Die Puddingmasse mit 1.250 ml Milch und vier Päckchen Pulver wird sehr fest – rühre sie beim Abkühlen alle paar Minuten durch, sonst bekommst du Klumpen und eine Haut. Erst wenn sie nur noch handwarm ist, kommt der Schmand dazu. In die heiße Masse gerührt wird er dünn und der Belag läuft auf dem Blech auseinander.
Andere Ideen
- Statt Rosinen nehme ich im Sommer 500 g entsteinte Kirschen aus dem Glas, gut abgetropft, und rühre sie unter die Schmandcreme.
- Wer keinen Rum mag, weicht die Rosinen zehn Minuten in heißem schwarzem Tee oder Apfelsaft ein – sie werden genauso weich.
- Mit Schokoladenpuddingpulver statt Vanille wird der Belag dunkel; dazu passt ein Esslöffel Kakao im Quark-Öl-Teig.
Aufheben und Einfrieren
Der Kuchen muss in den Kühlschrank, der Schmand verträgt keine warme Küche. Abgedeckt mit Folie oder in einer Blechdose hält er dort drei bis vier Tage und wird sogar schnittfester. Einfrieren würde ich ihn nicht – die Puddingcreme wird beim Auftauen wässrig und trennt sich vom Boden.
Häufige Fragen
- Kann ich den Schmand durch saure Sahne ersetzen?
- Notfalls ja, aber sechs Becher saure Sahne haben deutlich weniger Fett und machen den Belag weicher. Dann rühre ich ein Päckchen Puddingpulver mehr in die Masse. Crème fraîche geht auch, schmeckt aber kräftiger säuerlich.
- Warum wird bei nur 150 Grad Umluft gebacken?
- Weil die Schmandmasse bei höherer Hitze aufreißt und braune Flecken bekommt. Bei 150 Grad zieht sie nur an und bleibt hell. Bei Ober-/Unterhitze stelle ich auf 170 Grad und rechne mit etwa fünf Minuten mehr Backzeit.
- Mein Teig reißt beim Ausrollen. Was tun?
- Der Quark-Öl-Teig ist weich. Drück ihn mit bemehlten Händen direkt auf dem gefetteten Blech aus und zieh ihn an den Rändern zwei Zentimeter hoch. Löcher flicke ich mit einem Teigstück, das sieht man unter dem Belag später nicht.
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