Dampfnudeln
Dampfnudeln sind bei mir Sonntagsessen, kein Nachtisch: neun Stück in der großen Pfanne, dazu Vanillesoße. Der Hefeteig mit Ei und zerlassener Butter geht eine Stunde, die geformten Kugeln noch einmal eine halbe. Gegart wird in Milch, Butter und Zucker – daraus entsteht unten die karamellige Kruste, für die man sie überhaupt macht. Wichtig ist nur eine Pfanne mit gut schließendem Deckel.
Zutaten für Fluffige Dampfnudeln
- 500 g Mehl
- 20 g Frischhefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
- 50 g Zucker
- 250 ml Milch
- 1/2 TL Salz
- 80 g Butter, zerlassen
- 1 mittelgroßes Ei
- 100 g Butter (für die Pfanne)
- 125 ml Milch (für die Pfanne)
- 100 – 150 g Zucker (für die Pfanne)
Zubereitung

Schritt 1: Hefeteig Vorbereiten
Erwärm die Milch leicht, bis sie lauwarm ist. Bröckel die Frischhefe hinein oder streu die Trockenhefe darüber. Gib einen Teil des Zuckers dazu und rühr um, bis die Hefe sich aufgelöst hat. Lass die Mischung 5–10 Minuten stehen, bis sie schäumt.
Schritt 2: Teig Zubereiten
Gib das Mehl in eine große Rührschüssel. Drück eine Mulde hinein und gieß die Hefemischung dazu. Dann kommen der restliche Zucker, das Salz, das Ei und 80 g zerlassene Butter darauf. Knete alles kräftig, bis ein elastischer Teig entsteht. Deck ihn ab und lass ihn an einem warmen Ort 1 Stunde gehen.
Schritt 3: Teig Formen
Knete den gegangenen Teig auf einer bemehlten Fläche kurz durch und form eine Rolle mit 7 cm Durchmesser daraus. Schneide sie in 9 gleich große Stücke und dreh Kugeln daraus. Drück sie flach und leg sie auf ein bemehltes Brett. Zugedeckt gehen sie noch einmal 20–30 Minuten.
Schritt 4: Dampfnudeln Garen
Zum Garen gibst du Zucker, 100 g Butter und 125 ml Milch in eine hohe Pfanne. Erwärm alles, bis die Butter geschmolzen und der Zucker aufgelöst ist. Setz die gegangenen Teigkugeln hinein, leg den Deckel auf und gar sie bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten, bis unten die süße Kruste steht.
Schritt 5: Servieren
WICHTIG: Nimm den Deckel beim Garen nicht ab. Sobald die Flüssigkeit verdampft ist und die Dampfnudeln eine goldene Kruste haben, hol sie vorsichtig aus der Pfanne und stell sie warm auf den Tisch. Besonders gut schmecken sie mit Vanillesoße oder Apfelmus.
Und dann lass dir deine Dampfnudeln schmecken, solange sie warm sind.
Mein Tipp
Der Deckel bleibt drauf, die ganzen 30 Minuten – jedes Nachschauen lässt den Dampf entweichen und die Dampfnudeln fallen zusammen. Die Milch muss beim Ansetzen der Hefe lauwarm sein, nicht heiß; zu warm, und die Hefe geht kaputt. Und setz die Kugeln mit Abstand in die Pfanne, sie werden beim Garen noch einmal deutlich größer.
Andere Ideen
- Salzige Dampfnudeln gare ich in Wasser mit einem Teelöffel Salz und etwas Butter statt in der Zuckermilch und gebe Kartoffelsuppe dazu.
- Mit einem Löffel Pflaumenmus in der Mitte jeder Kugel werden sie gefüllt, dann den Teig gut verschließen.
- Statt Vanillesoße passt Apfelmus aus gedünsteten Äpfeln mit Zimt.
Aufheben und Einfrieren
Dampfnudeln schmecken frisch am besten. Reste bewahre ich zugedeckt einen Tag auf und wärme sie mit einem Schuss Milch bei kleiner Hitze und geschlossenem Deckel etwa fünf Minuten in der Pfanne auf. Eingefroren halten sie zwei Monate; über Nacht auftauen lassen und dann genauso aufwärmen.
Häufige Fragen
- Warum ist die Kruste weich statt karamellig?
- Dann war noch Flüssigkeit in der Pfanne, als du den Deckel abgenommen hast. Lass die Dampfnudeln bei mittlerer Hitze stehen, bis es leise knistert – das ist der Moment, in dem Milch und Zucker unten karamellisieren.
- Kann ich Trockenhefe nehmen?
- Ja, ein Päckchen ersetzt die 20 g Frischhefe. Rühre sie ebenso in die lauwarme Milch mit etwas Zucker und warte, bis Schaum steht. Die Gehzeiten bleiben gleich: eine Stunde an einem warmen Platz, danach 20 bis 30 Minuten.
- Welche Pfanne eignet sich?
- Eine hohe, breite Pfanne mit schwerem Boden und passendem Deckel, mindestens 28 cm. Ein Bräter geht auch. Neun Kugeln brauchen Platz; wird es zu eng, backen sie zusammen und die Ränder bleiben blass.
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