Schweizer Apfelkuchen mit cremigem Pudding
Diesen Apfelkuchen habe ich aus einem Schweizer Heft und seitdem nicht mehr geändert. Der Rührteig kommt kalt in die Form, darauf eine Creme aus weicher Butter, Puddingpulver und Eischnee, in der die Apfelscheiben stecken. Beim Backen wird daraus eine Schicht wie fester Pudding. Ich nehme dafür säuerliche Äpfel, Boskop oder Elstar – süße Sorten machen das Ganze fad.
Zutaten
Für den Teig
- 125 g Butter
- 2 mittelgroße Eier
- 75 g Zucker
- 150 g Mehl
- ¼ TL Backpulver
- Fett für die Form
Für die Füllung
- 600 g säuerliche Äpfel
- Saft von 1 großen Zitrone
- 125 g weiche Butter
- 50 g Puderzucker
- 1 EL Vanillepuddingpulver
- 3 mittelgroße Eier
Zum Bestreuen
- 30 g Puderzucker
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung
Heiz den Ofen auf 175 °C vor. Fette die Springform gut ein, dann bleibt der Teig später nicht kleben.
Schritt 2: Teig zubereiten
Schmilz die Butter und lass sie etwas abkühlen. Rühr in der Zeit Eier und Zucker in einer Schüssel cremig. Misch Mehl und Backpulver und heb beides unter die Eimasse, dann rühr die geschmolzene Butter ein. Füll den Teig in die Springform und stell sie in den Kühlschrank.
Schritt 3: Füllung vorbereiten
Schneide die Äpfel in Scheiben und beträufel sie sofort mit dem Zitronensaft. In einer zweiten Schüssel rührst du Butter, Puderzucker und Puddingpulver cremig und ziehst das Eigelb unter. Schlag das Eiweiß steif und heb es vorsichtig unter die Puddingmasse. Zum Schluss kommen die Apfelscheiben dazu, dann füllst du alles auf den gekühlten Teig in der Form.
Schritt 4: Backen
Back den Apfelkuchen etwa 55 Minuten im vorgeheizten Ofen. Werden die Ränder zu dunkel, deck den Kuchen gegen Ende der Backzeit ab. Lass ihn danach in der Form abkühlen.
Schritt 5: Servieren
Bestäub den Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur schmeckt er am besten.
Probier ihn einmal aus. Die säuerlichen Äpfel und die weiche Cremeschicht darüber kommen bei Besuch immer gut an.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Der Teigboden muss wirklich kalt sein, bevor die Creme daraufkommt, sonst vermischen sich beide Schichten und der Boden bleibt speckig. Zwanzig Minuten im Kühlschrank reichen. Die Apfelscheiben schneide ich höchstens drei Millimeter dick und hebe sie ganz zuletzt unter, damit die Eiweißmasse nicht zusammenfällt. Der Zitronensaft muss sofort darüber.
Varianten
- Mit einer Handvoll Rosinen, die vorher zehn Minuten in warmem Apfelsaft ziehen, wird der Kuchen süßer.
- Statt Vanillepuddingpulver nehme ich manchmal Sahnepuddingpulver und rühre einen Teelöffel Zimt in die Creme.
- Im September lege ich zusätzlich ein paar entsteinte Zwetschgenhälften zwischen die Apfelscheiben.
Aufbewahrung
Abgedeckt hält der Kuchen im Kühlschrank drei Tage; die Creme enthält rohe Eier, deshalb bleibt er nicht bei Zimmertemperatur stehen. Vor dem Essen nehme ich ihn eine halbe Stunde vorher heraus, lauwarm schmeckt er am besten. Einfrieren würde ich ihn nicht, die Puddingschicht wird beim Auftauen wässrig.
Fragen aus meiner Küche
- Welche Springformgröße passt am besten?
- Ich nehme 24 cm, dann steht die Cremeschicht schön hoch. In einer 26er wird der Kuchen flacher und ist nach etwa 45 Minuten fertig. Kleiner als 24 cm würde ich nicht gehen, sonst läuft die Masse über.
- Kann ich in der Creme normalen Zucker statt Puderzucker nehmen?
- Besser nicht. Die Butter-Creme wird nicht warm genug, um grobe Kristalle zu lösen, und bleibt körnig auf der Zunge. Hast du nur Zucker da, mahl ihn in der Kaffeemühle fein, dann funktioniert es.
- Wie merke ich, dass der Kuchen durch ist?
- Die Stäbchenprobe hilft hier wenig, weil die Cremeschicht immer etwas feucht bleibt. Die Oberfläche muss goldbraun sein und darf bei leichtem Druck mit dem Finger nicht mehr nachgeben oder wackeln. Im Zweifel fünf Minuten länger backen.
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