Schmand-Käsekuchen
Meine Nachbarin nennt ihn den Schneekuchen wegen der Baiserhaube, die nach 45 Minuten Backzeit auf die noch heiße Quarkmasse kommt. Darunter liegen 500 g Magerquark und ein Becher Schmand auf einem dünnen Mürbeteig mit hohem Rand. Der Trick sitzt im Ablauf: Der heiße Kuchen unter dem Eischnee lässt das Baiser von unten anziehen, so bleibt es trocken statt zu weinen.
Zutatenübersicht für den klassischen Käse-Schneekuchen mit Schmand
- 65 g Butter
- 75 g Zucker
- 1 Ei
- 200 g Mehl
- 1/2 Päckchen Backpulver
- 1 Becher Schmand (200 g)
- 500 g Magerquark
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
- 150 g Zucker
- 3 Eigelb
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1/4 Liter Vollmilch
- 1 Esslöffel Öl
- 3 Eiweiß
- 3 Esslöffel Zucker
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung des Teiges
Heiz den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor. Gib die Butter, 75 g Zucker, 1 Ei, das Mehl und das Backpulver in eine große Schüssel und knete alles zu einem glatten Teig. Fette eine Springform (26 cm) leicht ein, drück den Teig gleichmäßig hinein und zieh dabei einen 3-4 cm hohen Rand hoch.
Schritt 2: Die Füllung zubereiten
Für die Füllung rührst du Schmand, Magerquark, Vanillepuddingpulver, 150 g Zucker, Eigelb, Vanillezucker, Vollmilch und Öl glatt. Streich die Masse gleichmäßig auf den Teigboden in der Springform.
Schritt 3: Kuchen backen
Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen auf der mittleren Schiene etwa 45 Minuten, bis die Füllung fest und goldgelb ist. Schau zwischendurch, dass er nicht zu dunkel wird.
Schritt 4: Baiser zubereiten
Während der Kuchen backt, schlägst du das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel steif. Lass nach und nach 3 Esslöffel Zucker einrieseln und schlag weiter, bis der Eischnee glänzt und Spitzen zieht.
Schritt 5: Baiser auftragen und final backen
Nach 45 Minuten Backzeit holst du den Kuchen heraus, streichst den Eischnee gleichmäßig als Haube auf die heiße Quarkmasse und ziehst kleine Spitzen hoch. Dann back den Kuchen weitere 15 Minuten, bis das Baiser goldgelb ist.
Schritt 6: Kuchen auskühlen lassen
Lass den Käse-Schneekuchen in der Form auf einem Kuchengitter ganz auskühlen, bevor du ihn anschneidest.
Mit der weißen Haube macht der Kuchen auf dem Tisch etwas her, und er schmeckt genauso gut, wie er aussieht.
Mein Tipp
Für den Eischnee muss die Schüssel wirklich fettfrei sein, wisch sie vorher mit einem Spritzer Essig aus. Gib die drei Esslöffel Zucker erst löffelweise dazu, wenn das Eiweiß schon steht, sonst wird die Masse schwer und zieht keine Spitzen. Und trag die Haube zügig auf die heiße Quarkmasse auf, dann verbinden sich beide Schichten.
Andere Ideen
- Verteil vor der Quarkfüllung 300 g abgetropfte Sauerkirschen auf dem Teigboden, das gibt Säure zur süßen Baiserhaube.
- Streu 50 g gehobelte Mandeln über den Eischnee, bevor er die letzten 15 Minuten in den Ofen kommt.
- Mit 500 g Sahnequark statt Magerquark wird die Füllung deutlich cremiger, dann fünf Minuten länger backen.
Aufheben und Einfrieren
Im Kühlschrank hält der Kuchen abgedeckt zwei bis drei Tage, das Baiser wird dabei von Tag zu Tag weicher. Deck ihn locker mit einer Kuchenhaube ab statt mit Folie, damit die Haube nicht klebt. Einfrieren geht wegen des Baisers nicht, es zerfällt beim Auftauen zu Zuckerwasser.
Häufige Fragen
- Warum weint mein Baiser trotzdem?
- Meist war die Quarkmasse schon zu weit abgekühlt oder der Zucker nicht vollständig gelöst. Reib eine Probe zwischen den Fingern: Knirscht es, weiterschlagen. Und trag die Haube auf, sobald der Kuchen aus dem Ofen kommt.
- Kann ich die drei Eigelb und drei Eiweiß aus denselben Eiern nehmen?
- Genau so ist es gedacht. Trenne drei Eier, die Eigelbe kommen in die Quarkfüllung, die Eiweiße später ins Baiser. Das vierte Ei im Teig wird komplett verwendet, dort brauchst du keine Trennung.
- Wie hoch soll der Teigrand sein?
- Drei bis vier Zentimeter, sonst läuft die Füllung aus Schmand, Quark und Milch über. Drück den Teig gleichmäßig dünn an, dicke Ecken bleiben beim Backen roh und lassen sich später schlecht schneiden.
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