Rahmkoch-Rezept
Rahmkoch ist ein warmer Auflauf, den es bei mir gibt, wenn im Kühlschrank nur noch vier Eier und ein Becher Sauerrahm stehen. Mehr braucht er nicht, dazu Zucker und zwei Löffel Mehl. Im heißen Ofen bei 220 Grad geht er hoch wie ein Soufflé und fällt beim Abkühlen wieder zusammen. Deshalb kommt er sofort auf den Tisch, bei mir mit Kompott daneben.
Zutaten für den Rahmkoch
- 4 Eier
- 6 Esslöffel Zucker
- 1 Becher Sauerrahm
- 2 Esslöffel Mehl
Mehr steht nicht auf der Liste, und das ist Absicht: So schmeckt man den Rahm heraus. Vanille oder Zitronenschale kannst du dazugeben, ich mag ihn aber am liebsten so, wie er ist.
Zubereitung: Schritt für Schritt

1. Vorbereitung
Heiz den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vor. Dann ist er heiß genug, wenn du mit der Masse fertig bist.
2. Eier trennen
Trenn die Eier. Das Eiweiß kommt in eine große, fettfreie Schüssel, die Eigelbe in eine zweite.
3. Eiweiß schlagen
Gib 6 Esslöffel Zucker zum Eiweiß. Schlag es mit dem Handmixer oder dem Schneebesen steif, bis es glänzt und die Spitzen stehen bleiben.
4. Eigelb untermischen
Heb die Eigelbe vorsichtig unter den Eischnee, damit die Masse luftig bleibt.
5. Sauerrahm und Mehl hinzufügen
Gib den Sauerrahm und das Mehl dazu. Heb beides vorsichtig unter, bis der Teig glatt ist. Rühr dabei nicht zu kräftig.
6. Auflaufform vorbereiten
Fette eine Auflaufform leicht ein, dann haftet der Rahmkoch nicht an.
7. Masse einfüllen
Füll die Masse gleichmäßig in die vorbereitete Form und streich die Oberfläche glatt.
8. Backen
Schieb die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Back den Rahmkoch etwa 25 bis 30 Minuten, bis er aufgegangen und goldbraun ist.
9. Servieren
Nimm die Form vorsichtig aus dem Ofen. Der Rahmkoch kommt sofort auf den Tisch, solange er warm und locker ist.
Genieß deinen selbstgemachten Rahmkoch
Das österreichische Dessert ist schnell gemacht und schmeckt nach mehr. Wenn du der Reihe nach vorgehst, steht ein leichter, hoher Rahmkoch vor dir – gut zu jeder Gelegenheit.
Mein Tipp
Er wartet auf niemanden. Deck den Tisch, bevor die Form in den Ofen kommt, und öffne die Ofentür in den ersten zwanzig Minuten nicht, der kalte Luftzug lässt die Masse sofort einfallen. Sauerrahm, Eigelb und Mehl hebe ich mit dem Teigschaber in wenigen Zügen unter den Eischnee, gerührt wird nichts mehr.
Andere Ideen
- Ich streue vor dem Backen eine Handvoll Rosinen oder entsteinte Kirschen in die Form.
- Mit der abgeriebenen Schale einer halben Bio-Zitrone in den Eigelben schmeckt er frischer.
- Statt Sauerrahm geht ein Becher Schmand, dann wird die Masse etwas dichter und cremiger.
Aufheben und Einfrieren
Wirklich gut ist er nur frisch aus dem Ofen. Reste stelle ich abgedeckt in den Kühlschrank, dort halten sie einen Tag. Sie sind dann flach und fest, schmecken kalt aber immer noch. Zum Aufwärmen zehn Minuten bei 150 Grad in den Ofen, in der Mikrowelle wird die Masse gummig.
Häufige Fragen
- Warum fällt mein Rahmkoch nach dem Backen zusammen?
- Das gehört dazu und ist kein Fehler. Die Luft aus dem Eischnee dehnt sich in der Hitze aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen. Wer ihn hoch servieren will, holt ihn erst raus, wenn die Teller schon stehen.
- Welche Formgröße ist richtig?
- Eine Auflaufform von etwa 20 mal 30 Zentimetern passt gut, die Masse steht dann rund drei Zentimeter hoch. In einer kleineren Form wird sie höher und braucht fünf bis acht Minuten länger, dann decke ich sie zum Schluss ab.
- Kann ich Schlagsahne statt Sauerrahm nehmen?
- Das geht, dem Rahmkoch fehlt dann aber die feine Säure und er schmeckt deutlich süßer. Ich rühre in diesem Fall einen Teelöffel Zitronensaft unter die Sahne, dann kommt er dem Original recht nahe.
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