Kokos-Käsekuchen
Wenn im Sommer die Küche schon morgens warm ist, kommt bei mir dieser Kuchen auf den Tisch – ohne Ofen, nur mit Kühlschrank. Der Boden aus Kakaokeksen bleibt schön dunkel, die Ricotta-Kokos-Creme schmeckt weniger süß als klassischer Käsekuchen, und die Nutella-Schicht oben wird beim Kühlen fast wie eine dünne Tafel. Ich setze ihn immer einen Tag vorher an, dann lässt er sich sauber schneiden.
Zutaten
- 200 g Kakaokekse
- 100 g Butter oder Margarine
- 500 g Ricotta
- 350 g Schlagsahne
- 100 g Puderzucker
- 80 g Kokosmehl
- 150 g Nutella
Zubereitung

Schritt 1: Vorbereitung
Leg dir zuerst eine Kuchenform mit etwa 18 bis 22 cm Durchmesser zurecht. Wenn du sie mit Plastikfolie ausschlägst, bekommst du den fertigen Kuchen später leichter heraus.
Schritt 2: Keksboden
Mix die Kakaokekse fein. Die Butter schmilzt du in der Mikrowelle oder in einem Topf auf dem Herd. Beides vermengst du, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Daraus wird der Boden in der Kuchenform.
Schritt 3: Ricotta-Mischung
Gib Ricotta, Zucker und Kokosmehl in eine große Schüssel. Misch alles mit einem Küchen- oder Holzlöffel kräftig durch, bis die Masse glatt ist.
Schritt 4: Schlagsahne
Schlag die Sahne mit dem elektrischen Schneebesen steif und heb sie vorsichtig unter die Ricotta-Mischung.
Schritt 5: Zusammensetzen
Verteil die Keksmischung gleichmäßig auf dem Boden der Form und drück sie fest. Darauf kommt die Sahne-Ricotta-Mischung, die du glattstreichst. Das Nutella erwärmst du kurz in der Mikrowelle, gießt es über die Oberfläche und streichst es ebenfalls glatt.
Schritt 6: Kühlen
Lass den Kuchen mindestens 3 Stunden im Kühlschrank fest werden. Wenn es schneller gehen und fester werden soll, stell ihn in den Gefrierschrank.
So bekommst du einen Käsekuchen, ohne den Ofen anzuwerfen. Lass es dir schmecken!
Der Kniff, der den Unterschied macht
Das Nutella nur so lange in der Mikrowelle erwärmen, bis es vom Löffel läuft, höchstens 20 Sekunden. Ist es richtig heiß, sinkt es in die Sahne-Ricotta-Creme ein und die Decke wird fleckig. Ich stelle den Kuchen deshalb erst eine halbe Stunde kalt, streiche dann das lauwarme Nutella auf und kühle ihn danach fertig.
Varianten
- Statt Nutella verrühre ich manchmal 150 g geschmolzene Zartbitterschokolade mit zwei Esslöffeln Sahne – die Decke wird dann herber und passt besser zum Kokosmehl.
- Wer keinen Ricotta bekommt, nimmt 500 g Doppelrahm-Frischkäse und reduziert den Puderzucker auf 80 g, sonst wird die Creme zu süß.
- Für die Kinderversion streue ich vor dem Kühlen zwei Esslöffel Kokosraspel und ein paar grob gehackte Kakaokekse über die Nutella-Schicht.
Aufbewahrung
Zugedeckt hält der Kuchen im Kühlschrank drei bis vier Tage, ab dem dritten Tag weicht der Keksboden etwas durch. Einfrieren geht stückweise, einzeln in Folie gewickelt, bis zu zwei Monate. Zum Auftauen lege ich die Stücke über Nacht in den Kühlschrank, nie auf die warme Arbeitsplatte.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich statt Kokosmehl auch Kokosraspel nehmen?
- Ja, aber mahle sie vorher im Mixer fein und nimm nur 60 g. Kokosraspel binden weniger Feuchtigkeit als Kokosmehl, mit den vollen 80 g bleibt die Creme grießig und schmeckt trocken.
- Warum wird meine Creme nicht richtig fest?
- Meist liegt es am Ricotta. Lass ihn eine Stunde in einem Sieb abtropfen und schlage die 350 g Sahne wirklich steif. Wird sie nur cremig, trägt sie die Ricottamasse nicht und alles bleibt weich.
- Welche Formgröße passt am besten?
- Bei 18 cm wird der Kuchen hoch und braucht die vollen drei Stunden Kühlzeit, bei 22 cm ist er flacher und nach zwei Stunden schnittfest. Beides klappt, die 20er-Form ist bei mir der Mittelweg.
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