Apfel-Tassenkuchen
Bei diesem Kuchen wird nichts gerührt: Die trockenen Zutaten und die geraspelten Äpfel kommen abwechselnd in Schichten in die Form, obendrauf nur kalte Butterflöckchen. Der Saft der zweieinhalb Kilo Äpfel zieht beim Backen nach unten und macht aus Grieß und Mehl den Teig. Ich backe ihn im Herbst, wenn viele kleine Äpfel weg müssen und ich keine Lust auf die Rührschüssel habe.
Zutaten
- Für den Teig:
- 2 Gläser Weichweizengrieß (1 Glas = 250 ml)
- 2 Gläser Weizenmehl
- 3 TL Backpulver
- 1,5 Glas Zucker
- Für die Apfelschicht:
- ca. 2,5 kg Äpfel, z.B. Boskoop
- 3 EL Zucker
- 2 TL Zimt
- Außerdem:
- 200 g Butter, kalt (plus etwas für die Form)
Zubereitung

- Äpfel vorbereiten: Wasch die Äpfel und raspel sie grob. Drück den Saft nur leicht aus den Raspeln heraus und misch sie danach mit Zucker und Zimt.
- Trockene Zutaten mischen: Misch Weichweizengrieß, Weizenmehl, Backpulver und Zucker in einer großen Schüssel gründlich durch.
- Backform vorbereiten: Leg den Boden einer rechteckigen Backform mit Backpapier aus und fette die Form leicht ein.
- Schichten: Streu einen Teil der trockenen Mischung gleichmäßig auf den Boden der Form. Darauf kommt die Hälfte der geraspelten Äpfel. Das Ganze wiederholst du, sodass eine zweite Schicht entsteht, und zum Schluss verteilst du die Butterflöckchen gleichmäßig obenauf.
- Backen: Back den Kuchen bei 180°C etwa 60 Minuten, bis er goldbraun und durchgebacken ist.
So haben wir den gestreuten Tassenkuchen mit Äpfeln immer gemacht, für den Besuch am Sonntag oder einfach für uns. Back ihn nach, dann weißt du, warum er bei uns nie lange steht.
Mein Tipp
Die geraspelten Äpfel nur leicht ausdrücken, nicht trocken pressen – ihr Saft ist die einzige Flüssigkeit im ganzen Kuchen. Drückst du zu kräftig, bleiben unten mehlige Stellen. Und die Butter muss kalt sein und in dünnen Flöckchen über die ganze Fläche verteilt werden; große Stücke geben Fettinseln, während daneben trockener Grieß liegen bleibt.
Andere Ideen
- Eine Handvoll grob gehackter Walnüsse in der mittleren Schicht gibt dem Kuchen mehr Biss.
- Statt Zimt reibe ich die Schale einer unbehandelten Zitrone unter die Äpfel, dann schmeckt er frischer.
- Wer es süßer mag, streut zwischen die Schichten zwei Esslöffel Vanillezucker.
Aufheben und Einfrieren
In der Form mit Folie abgedeckt hält er drei bis vier Tage und wird von Tag zu Tag saftiger, weil der Apfelsaft weiter durchzieht. Kühl stellen musst du ihn erst ab dem dritten Tag. Einzelne Stücke friere ich bis zu zwei Monate ein und taue sie bei Zimmertemperatur zwei Stunden auf.
Häufige Fragen
- Warum muss der Kuchen so lange auskühlen?
- Warm ist er noch mehlig, weil der Apfelsaft die trockenen Schichten erst nach und nach durchzieht. Nach vier Stunden, besser über Nacht, ist die Grießmasse weich und der Kuchen lässt sich sauber schneiden.
- Kann ich den Weichweizengrieß durch mehr Mehl ersetzen?
- Besser nicht. Der Grieß nimmt den Apfelsaft auf, ohne klumpig zu werden; mit vier Gläsern Mehl bekommst du feste, teigige Schichten. Notfalls tausche nur ein halbes Glas Grieß gegen Mehl.
- Welche Form brauche ich für diese Menge?
- Eine rechteckige Form von etwa 25 x 35 cm mit mindestens 5 cm hohem Rand. Zweieinhalb Kilo Äpfel sind viel, in einer kleineren Form quillt die Masse über. Ein tiefes Backblech geht ebenso.
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