Kartoffel-Wedges mit Käse-Dip aus dem Ofen – knuspriger geht’s nicht
Wedges mache ich freitagabends, wenn keiner mehr kochen will und trotzdem etwas Warmes auf den Tisch soll. Festkochende Kartoffeln, ein Esslöffel Speisestärke im Öl und 220 Grad – das ist alles, was für die Kruste nötig ist. Der Käse-Dip aus Cheddar und einer kleinen Mehlschwitze ist genau in der Zeit fertig, in der die Spalten im Ofen sind.
Zutaten
- Für die Kartoffel-Wedges:
- 1 kg festkochende Kartoffeln, mittelgroß
- 3 EL Sonnenblumenöl oder Rapsöl
- 1 EL Speisestärke
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Knoblauchpulver
- 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- Für den Käse-Dip:
- 20 g Butter
- 20 g Weizenmehl
- 250 ml Milch
- 150 g Cheddar, frisch gerieben
- 1 TL mittelscharfer Senf
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Cayennepfeffer
Zubereitung

Kartoffeln vorbereiten
Heiz den Backofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Wasch die Kartoffeln gründlich, schneide sie längs in Spalten und tupf sie mit einem Küchentuch sehr gut trocken.
Wedges würzen
Gib die Kartoffelspalten in eine große Schüssel und misch sie mit Öl, Speisestärke, Paprikapulver, Salz, Knoblauchpulver und Pfeffer, bis sie rundum gleichmäßig überzogen sind.
Im Ofen knusprig backen
Leg die Wedges mit etwas Abstand auf ein Blech mit Backpapier und back sie 35–40 Minuten; nach der Hälfte der Zeit wendest du sie einmal. Fertig sind sie, wenn die Ränder dunkelgolden und knusprig sind.
Käse-Dip kochen
Währenddessen lässt du die Butter in einem kleinen Topf schmelzen, rührst das Mehl ein und schwitzt es 1 Minute an. Dann rühr die Milch nach und nach dazu und lass alles 3–4 Minuten köcheln, bis die Sauce leicht bindet.
Käse einrühren und servieren
Nimm den Topf vom Herd und rühr Cheddar, Senf, Salz und Cayennepfeffer ein, bis der Dip glatt und cremig ist. Die heißen Kartoffel-Wedges kommen sofort mit dem warmen Käse-Dip auf den Tisch.
Mein Tipp
Das Trockentupfen ist keine Formsache: Feuchte Kartoffelspalten dämpfen im Ofen, statt zu bräunen. Reib sie mit einem Küchentuch richtig ab und leg sie mit der Schnittfläche nach unten und mit Abstand aufs Blech. Liegen sie aneinander, ziehen sie sich gegenseitig Wasser und die Ränder bleiben blass statt dunkelgolden.
Andere Ideen
- Mit einem Teelöffel getrocknetem Rosmarin und grobem Meersalz statt des Paprikapulvers werden die Wedges zur Beilage für Gegrilltes.
- Für den Dip kannst du den Cheddar durch 150 g mittelalten Gouda ersetzen, er wird milder und schmilzt genauso gut.
- Wer es schärfer mag, gibt einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver in die Gewürzmischung und eine Prise Chiliflocken in den Dip.
Aufheben und Einfrieren
Die Wedges schmecken frisch am besten. Reste hältst du im Kühlschrank zwei Tage und wärmst sie zehn Minuten bei 200 Grad im Ofen wieder auf, nie in der Mikrowelle. Der Käse-Dip steht abgedeckt drei Tage kalt; erwärme ihn bei kleiner Hitze mit zwei Esslöffeln Milch und rühre dabei ständig.
Häufige Fragen
- Kann ich mehligkochende Kartoffeln nehmen?
- Besser nicht. Sie zerfallen beim Wenden und die Spalten brechen. Festkochende oder vorwiegend festkochende Sorten behalten nach 35 bis 40 Minuten bei 220 Grad ihre Form und werden innen trotzdem weich.
- Wofür ist die Speisestärke?
- Sie legt sich als dünne Schicht um die Spalten und wird im Ofen zur Kruste. Ohne sie werden die Wedges weich statt knusprig. Ein gehäufter Esslöffel auf ein Kilo Kartoffeln reicht vollkommen aus.
- Warum klumpt mein Käse-Dip?
- Weil der Cheddar in die noch kochende Sauce kam. Nimm den Topf vom Herd, warte eine halbe Minute und rühre den frisch geriebenen Käse portionsweise ein. Fertig geriebener Käse aus der Tüte bindet deutlich schlechter.
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