Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Vegetarische Hauptgerichte

Kartoffel-Spinat-Auflauf mit 250 g Blattspinat: Vegetarisch und sättigend!

Kartoffel-Spinat-Auflauf mit 250 g Blattspinat: Vegetarisch und sättigend!
Portionen 4
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 50 Minuten
Gesamt 1 Stunde 10 Minuten

Es gibt diese Abende, an denen ich in den Kühlschrank schaue und dort liegt genau das: ein Beutel Blattspinat, der heute noch weg muss, und ein Korb Kartoffeln, der sowieso immer da ist. Früher habe ich daraus zwei getrennte Sachen gemacht – Salzkartoffeln hier, Rahmspinat da. Irgendwann habe ich alles zusammen in eine Form geschichtet, Käse drüber, und seitdem gibt es das bei mir mindestens zweimal im Monat.

Das Schöne daran: Du brauchst keine besonderen Zutaten und keine Vorkocherei in drei Töpfen. Die Kartoffeln kommen roh in dünnen Scheiben in die Form und garen im Guss aus Sahne und Milch mit. Der Spinat wird nur kurz in der Pfanne zusammenfallen gelassen, damit er nicht wässert. Und dann macht der Ofen die Arbeit, während du in Ruhe den Tisch deckst.

Zutaten

  • 900 g festkochende Kartoffeln
  • 250 g frischer Blattspinat
  • 1 große Zwiebel (ca. 120 g)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 ml Sahne
  • 200 ml Milch
  • 150 g geriebener Gouda oder Emmentaler
  • 30 g Butter (plus etwas für die Form)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss

Zubereitung

Schritt 1: Ofen und Form vorbereiten

Heize den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vor. Fette eine Auflaufform von etwa 30 × 20 cm großzügig mit Butter aus, auch an den Rändern – dort setzt sich der Käse später gern fest. Wasche den Blattspinat in einer großen Schüssel mit kaltem Wasser und lass ihn in einem Sieb abtropfen, während du die Kartoffeln vorbereitest. Er darf ruhig noch leicht feucht sein.

Schritt 2: Kartoffeln hobeln

Schäle die Kartoffeln und schneide sie in etwa 3 mm dünne Scheiben, am besten mit dem Gemüsehobel. Dünn ist hier wichtig: Zu dicke Scheiben bleiben in der Mitte hart, auch wenn oben schon alles braun ist. Lege die Scheiben in eine Schüssel und salze sie mit einem halben Teelöffel Salz. Wasche sie nicht ab – die Stärke, die außen haftet, bindet später den Guss und macht ihn schön sämig.

Schritt 3: Spinat zusammenfallen lassen

Schneide Zwiebel und Knoblauch klein. Lass die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und dünste die Zwiebel darin drei bis vier Minuten glasig, dann den Knoblauch eine halbe Minute mit. Gib die 250 g Blattspinat portionsweise dazu und wende ihn mit der Zange, bis alles zusammengefallen ist – das dauert keine drei Minuten. Nimm die Pfanne vom Herd und gieße die Flüssigkeit ab, die sich gesammelt hat.

Schritt 4: Schichten

Verteile die Hälfte der Kartoffelscheiben dachziegelartig in der Form. Darauf kommt der gesamte Spinat, gleichmäßig auseinandergezupft, und eine gute Handvoll vom Käse. Lege die restlichen Kartoffelscheiben darüber und drücke die Schichten mit der Handfläche fest zusammen. Verrühre Sahne, Milch, das restliche Salz, Pfeffer und Muskat und gieße alles langsam über die Form, bis die Flüssigkeit zwischen den Scheiben hochsteigt.

Schritt 5: Backen

Decke die Form mit Alufolie ab und backe sie 30 Minuten auf der mittleren Schiene. Nimm dann die Folie ab, streue den restlichen Käse darüber und backe weitere 20 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun ist und der Guss an den Rändern blubbert. Stich mit einem spitzen Messer in die Mitte: Es muss ohne Widerstand durch die Kartoffeln gleiten. Lass den Auflauf 10 Minuten ruhen, sonst läuft der Guss beim Portionieren auseinander.

Omas Tipps

  • Muskat erst kurz vorher reiben. Der Spinat verlangt nach Muskat, aber fertig gemahlener aus der Dose schmeckt nach wenig und wird im Guss noch blasser. Reibe die Nuss direkt über die Sahne-Milch-Mischung, dann trägt der Geschmack durch den ganzen Auflauf.
  • Die Spinatflüssigkeit wirklich abgießen. Blattspinat gibt beim Zusammenfallen erstaunlich viel Wasser ab. Bleibt es in der Form, steht der Auflauf am Ende in einer dünnen grauen Brühe statt in sämiger Sahne. Ein kurzes Ausdrücken in der Pfanne mit dem Pfannenwender reicht.
  • Festkochende Kartoffeln, keine mehligen. Mehligkochende Sorten zerfallen im Guss und der Auflauf wird zu einem Brei ohne Schichten. Festkochende halten ihre Scheibenform, du siehst beim Anschnitt die grüne Spinatlage – und genau das macht den Teller hübsch.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Abgekühlt hält sich der Auflauf zugedeckt 3 Tage im Kühlschrank. Decke ihn erst ab, wenn er wirklich kalt ist, sonst schlägt sich Kondenswasser unter der Folie nieder und weicht die Käsekruste auf. Am schönsten wärmst du einzelne Stücke bei 170 °C für 15 Minuten im Ofen wieder auf, mit einem Löffel Milch daneben in die Form gegeben – in der Mikrowelle wird die Kartoffel gummig.

Einfrieren rate ich hier ab. Der Guss aus Sahne und Milch trennt sich beim Auftauen, und die Kartoffelscheiben werden durch die Eiskristalle mehlig und körnig. Wenn du vorkochen möchtest, schichte den Auflauf lieber ungebacken am Vorabend, gieße die Flüssigkeit aber erst kurz vor dem Backen an.

Häufige Fragen

Kann ich Tiefkühlspinat statt der 250 g Blattspinat nehmen?
Ja, nimm dann 300 g TK-Blattspinat, taue ihn vollständig auf und drücke ihn mit den Händen kräftig aus. Er bringt sonst deutlich mehr Wasser mit als frischer. Den Schritt in der Pfanne kannst du verkürzen: Zwiebel und Knoblauch dünsten, Spinat nur noch kurz unterheben.
Muss ich die Kartoffeln vorkochen?
Nein, bei 3 mm dünnen Scheiben garen sie in der Sahne-Milch-Mischung in den 50 Minuten vollständig durch. Wichtig ist nur, dass die Flüssigkeit die oberste Schicht fast erreicht und die erste halbe Stunde mit Folie gebacken wird. Ohne Abdeckung trocknen die oberen Scheiben aus, bevor die unteren weich sind.
Was passt dazu, wenn es sättigender sein soll?
Der Auflauf macht mit fast einem Kilo Kartoffeln allein schon gut satt, ein grüner Salat mit Essig-Öl-Dressing reicht als Begleitung völlig. Wer mehr Eiweiß möchte, brät ein Spiegelei pro Person und legt es auf die Portion – das Eigelb ersetzt dann fast eine Sauce.
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