Kartoffel-Hackfleisch-Pfanne: Ein Topf, 25 Minuten, satte Familie!
Es gibt Abende, da kommst du zur Tür herein, die Kinder haben Hunger, die Tasche steht noch im Flur, und im Kühlschrank warten genau drei Dinge: Kartoffeln, ein Päckchen Hackfleisch und eine Zwiebel. Genau daraus habe ich jahrzehntelang unser Abendessen gemacht, wenn es schnell gehen musste. Eine große Pfanne auf den Herd, und mehr braucht es wirklich nicht.
Das Schöne an dieser Pfanne ist, dass die Kartoffeln roh hineinkommen. Du kochst sie nicht vor, du gießt kein Wasser ab, du wartest nicht. Klein genug gewürfelt sind sie in einer knappen Viertelstunde gar und bekommen dabei diese goldene, leicht knusprige Kante, die man von vorgekochten Kartoffeln nie bekommt. Nach 25 Minuten steht das Essen auf dem Tisch, und gespült wird genau eine Pfanne.
Zutaten
- 800 g festkochende Kartoffeln
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 2 mittelgroße Zwiebeln
- 1 rote Paprika
- 2 Knoblauchzehen
- 3 EL Rapsöl
- 1 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL getrockneter Majoran
- 100 ml Gemüsebrühe
- 1 Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 3 EL gehackte glatte Petersilie
- 4 EL saure Sahne zum Servieren
Zubereitung
Schritt 1: Alles vorbereiten
Schäle die Kartoffeln und schneide sie in Würfel von etwa 1,5 Zentimetern. Größer dürfen sie nicht sein, sonst reichen die 15 Minuten nicht. Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden, Paprika entkernen und würfeln, Knoblauch fein hacken. Stell alles griffbereit neben den Herd, denn ab jetzt geht es zügig und du hast keine Zeit mehr zum Schnippeln.
Schritt 2: Kartoffeln anbraten
Erhitze das Öl in einer großen, schweren Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Gib die Kartoffelwürfel hinein, verteile sie in einer Schicht und lass sie drei bis vier Minuten ungestört liegen, bis die Unterseite goldbraun ist. Erst dann wenden. Brate sie insgesamt rund acht Minuten, bis sie überall Farbe haben und mit dem Löffelrand leicht nachgeben.
Schritt 3: Hackfleisch dazu
Schiebe die Kartoffeln an den Pfannenrand und gib das Hackfleisch in die Mitte. Drücke es flach und lass es eine Minute anbraten, bevor du es mit dem Löffel zerteilst. So wird es krümelig und braun statt grau. Wenn keine rosa Stelle mehr zu sehen ist, mische es unter die Kartoffeln.
Schritt 4: Zwiebeln, Paprika, Gewürze
Zwiebelstreifen, Paprikawürfel und Knoblauch dazugeben und drei Minuten mitbraten, bis die Zwiebeln glasig sind und die Paprika noch Biss hat. Streue Paprikapulver und Majoran darüber und rühre kurz um. Das Pulver darf nur wenige Sekunden im heißen Fett sein, sonst wird es bitter.
Schritt 5: Ablöschen und fertig würzen
Gieße die Gemüsebrühe an, kratze mit dem Holzlöffel den Bratsatz vom Pfannenboden los und lass alles zwei bis drei Minuten offen weiterköcheln, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist. Salze und pfeffere kräftig, probiere und rühre die Petersilie unter. Direkt aus der Pfanne servieren, mit einem Klecks saurer Sahne obenauf.
Omas Tipps
- Nimm die größte Pfanne, die du hast. 800 Gramm Kartoffeln brauchen Platz, sonst liegen sie übereinander und dämpfen statt zu bräunen. Wenn deine Pfanne zu klein ist, brate die Kartoffeln lieber in zwei Durchgängen an und gib sie erst zum Hackfleisch wieder zusammen.
- Festkochende Kartoffeln sind Pflicht. Mehligkochende Sorten zerfallen beim Wenden und du bekommst Kartoffelbrei mit Hack. Festkochende behalten ihre Würfelform, auch wenn du am Ende noch Brühe angießt.
- Trockne die Würfel ab. Nach dem Schälen und Schneiden tupfe die Kartoffeln kurz mit einem Küchentuch trocken. Nasse Würfel spritzen im heißen Öl und brauchen erst einmal Zeit, um das Wasser abzugeben, bevor überhaupt Farbe entsteht.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Reste füllst du abgekühlt in eine flache Dose mit gut schließendem Deckel und stellst sie in den Kühlschrank. Dort hält sich die Pfanne zwei Tage. Wärme sie am besten wieder in der Pfanne mit einem Schuss Öl auf, nicht in der Mikrowelle, dann werden die Kartoffelwürfel noch einmal außen fest statt weich und gummiartig.
Einfrieren würde ich nicht empfehlen. Die Kartoffelwürfel verlieren beim Auftauen ihre Struktur und werden innen wässrig und mehlig, während das Hackfleisch trocken wird. Wenn du auf Vorrat kochen möchtest, brate lieber nur das Hackfleisch mit Zwiebeln und Paprika ein und friere diese Grundlage ein, die Kartoffeln kommen dann frisch dazu.
Häufige Fragen
- Kann ich statt gemischtem Hackfleisch reines Rinderhack nehmen?
- Ja, das geht gut, du brauchst dann aber etwas mehr Fett in der Pfanne, weil Rinderhack magerer ist. Gib einen Esslöffel Öl zusätzlich dazu und brate es nicht zu lange, sonst wird es trocken. Der Majoran passt zu Rind genauso gut wie zur gemischten Variante.
- Warum bleiben meine Kartoffeln in der Pfanne kleben?
- Meistens war die Pfanne noch nicht heiß genug, als die Würfel hineinkamen, oder du hast zu früh gerührt. Lass das Öl richtig heiß werden und rühre die ersten drei Minuten überhaupt nicht. Die Kartoffel löst sich von selbst vom Boden, sobald sich eine Kruste gebildet hat.
- Was kann ich statt Paprika nehmen?
- Eine Zucchini in Halbmonden passt genauso, du gibst sie dann aber erst mit der Brühe dazu, weil sie schneller gar ist. Auch eine Handvoll Erbsen aus dem Tiefkühler funktioniert, die streust du in den letzten zwei Minuten einfach darüber. Bleib bei einer Gemüsesorte, sonst wird die Pfanne unübersichtlich.

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