Hackfleischpfanne mit Paprika und Reis: Ein Topf, 25 Minuten!
Es gibt Abende, an denen die Küche nicht nach einem Projekt verlangt, sondern nach einem warmen Teller und einem einzigen Topf in der Spüle. Diese Hackfleischpfanne ist bei uns das Rezept für genau solche Abende. Ich habe sie unzählige Male gekocht, wenn die Enkel unangemeldet vor der Tür standen und der Kühlschrank nicht mehr hergab als ein Päckchen Hack, zwei Paprika und den Reis aus dem Vorratsschrank.
Das Schöne daran ist, dass der Reis mitgart. Er wird nicht separat gekocht und untergerührt, sondern saugt in der Pfanne die Brühe, den Bratensaft vom Hackfleisch und den Saft der Paprika auf. Dadurch schmeckt jedes Korn nach dem ganzen Gericht statt nach Wasser. Fünf Minuten Schneiden, zwanzig Minuten Herd – nach 25 Minuten steht die Pfanne auf dem Tisch und wird direkt daraus gegessen.
Zutaten
- 500 g gemischtes Hackfleisch
- 250 g Langkornreis (Parboiled)
- 2 rote Paprikaschoten (etwa 350 g)
- 1 gelbe Paprikaschote (etwa 170 g)
- 2 mittelgroße Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Rapsöl
- 2 EL Tomatenmark
- 1 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL getrockneter Oregano
- 600 ml heiße Gemüsebrühe
- 1 TL Salz
- Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 Bund glatte Petersilie
Zubereitung
Schritt 1: Alles schneiden, bevor der Herd angeht
Weil das Gericht danach ohne Pause durchläuft, schneide ich zuerst alles zurecht. Zwiebeln schälen und würfeln, Knoblauch fein hacken, die Paprikaschoten halbieren, entkernen und in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Setze gleichzeitig den Wasserkocher auf und rühre 600 ml heiße Gemüsebrühe an – kalte Brühe würde den Garvorgang später unnötig ausbremsen. Die Petersilie wäschst du und hackst sie grob, sie kommt ganz zum Schluss dazu.
Schritt 2: Hackfleisch krümelig anbraten
Erhitze das Öl in einer großen, tiefen Pfanne mit Deckel bei starker Hitze. Gib das Hackfleisch hinein und drücke es flach, aber rühre zwei Minuten lang nicht daran – so bekommt es unten eine braune Kruste. Erst dann zerteilst du es mit dem Pfannenwender in Krümel und brätst es weitere drei Minuten, bis keine rosa Stellen mehr zu sehen sind und die Flüssigkeit verdampft ist.
Schritt 3: Zwiebeln, Paprika und Tomatenmark dazu
Schiebe das Hackfleisch an den Rand und gib Zwiebeln und Knoblauch in die Mitte. Nach zwei Minuten rührst du die Paprikastreifen unter und lässt alles weitere zwei Minuten braten, bis die Zwiebeln glasig sind. Nimm die Pfanne kurz von der Platte, rühre Tomatenmark, Paprikapulver und Oregano ein und lass sie höchstens dreißig Sekunden mitrösten – das Paprikapulver wird sonst bitter.
Schritt 4: Reis einrühren und quellen lassen
Streue den ungewaschenen Reis gleichmäßig über die Pfanne und rühre ihn eine Minute unter, damit jedes Korn vom Bratfett überzogen ist. Gieße die heiße Brühe an, salze, pfeffere und rühre einmal kräftig durch, sodass der Reis unter der Flüssigkeit liegt. Sobald es sprudelt, stellst du die Hitze auf die niedrigste Stufe und legst den Deckel auf.
Schritt 5: 12 Minuten ruhen lassen – ohne Deckel zu heben
Jetzt bleibt die Pfanne zwölf Minuten geschlossen. Nicht umrühren, nicht nachschauen: Jedes Anheben des Deckels lässt den Dampf entweichen, den der Reis zum Garen braucht. Nach Ablauf der Zeit ziehst du die Pfanne vom Herd, hebst den Deckel ab und lockerst den Reis mit einer Gabel auf. Die Flüssigkeit sollte vollständig aufgesogen sein. Rühre die Petersilie unter und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
Omas Tipps
- Nimm Parboiled-Reis, keinen Basmati. Parboiled-Reis behält in der Pfanne seine Form und klebt nicht, selbst wenn die Paprika beim Garen noch Saft abgibt. Basmati wird bei dieser Flüssigkeitsmenge weich und breiig, und waschen darfst du den Reis hier ohnehin nicht – die Stärke bindet die Sauce.
- Die Pfanne muss einen Deckel haben. Ohne Deckel verdampft die Brühe, bevor der Reis in der Mitte gar ist, und du stehst nach zwölf Minuten vor knirschenden Körnern. Passt kein Deckel, nimm einen flachen Teller oder decke die Pfanne fest mit Alufolie ab.
- Gelbe Paprika für die Süße. Ich nehme bewusst zwei rote und eine gelbe Schote: Die gelbe ist milder und süßer und gleicht die Säure des Tomatenmarks aus. Grüne Paprika passt hier weniger gut, sie bringt eine grasige Bitterkeit ins Gericht.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Reste hältst du im Kühlschrank 2 bis 3 Tage. Fülle die Pfanne nach dem Abkühlen in eine flache Dose um – flach deshalb, weil der Reis so schneller durchkühlt und nicht nachquillt. Deckel fest schließen. Zum Aufwärmen gibst du 3 bis 4 EL Wasser über die Portion, deckst sie ab und erhitzt sie bei mittlerer Hitze in der Pfanne oder in der Mikrowelle; ohne die zusätzliche Flüssigkeit wird der Reis trocken und hart.
Einfrieren ist möglich und funktioniert bei dieser Pfanne besser als bei vielen Reisgerichten, weil Parboiled-Reis nach dem Auftauen körnig bleibt. Portionsweise einfrieren, bis zu 2 Monate. Taue die Portionen über Nacht im Kühlschrank auf und erhitze sie abgedeckt – die Paprikastreifen verlieren allerdings ihren Biss und werden deutlich weicher.
Häufige Fragen
- Mein Reis ist nach 12 Minuten noch hart – was nun?
- Dann war die Brühe zu kühl oder die Hitze zu niedrig. Gieße 100 ml heißes Wasser nach, lege den Deckel wieder auf und gib dem Reis 4 bis 5 Minuten bei kleiner Flamme. Prüfe danach ein Korn zwischen den Fingern: Es darf innen keinen weißen Kern mehr haben.
- Geht das Rezept auch mit reinem Rinderhack?
- Ja, aber Rinderhack ist magerer und gibt weniger Fett ab, in dem der Reis aromatisiert wird. Nimm dann einen Esslöffel Öl mehr beim Anbraten und schmecke am Ende etwas kräftiger mit Salz ab. Gemischtes Hack bleibt in dieser Pfanne saftiger.
- Kann ich noch mehr Gemüse unterbringen?
- Zucchiniwürfel oder Champignonscheiben passen gut, aber gib sie erst in Schritt 3 dazu und rechne mit etwa 100 ml weniger Brühe, weil beide beim Garen viel Wasser abgeben. Tiefkühlerbsen rührst du erst nach der Garzeit unter den heißen Reis, dann bleiben sie grün und fest.

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