Mohnkuchen mit Schmand und Pudding
Ein schwerer Kuchen, wie ihn meine Mutter zum Erntedank gebacken hat: Mürbeteigboden, 200 g gemahlener Mohn mit Vanillepudding und Schmand, dazu Sultaninen, die über Nacht in Rum liegen. Obendrauf ein Guss aus 500 g Schmand und drei Eiern. 65 Minuten bei 175 Grad, dann vollständig auskühlen lassen, warm fällt der Guss zusammen. Angeschnitten wird er bei mir erst am nächsten Tag.
Zutaten
Für den Teig:
- Butter, kalt – 80 Gramm
- Mehl – 150 Gramm
- Backpulver – 1 Teelöffel
- Zucker – 80 Gramm
- Salz – 1 Prise
- Ei – 1
Für die Füllung:
- Vanillepudding – 1 Päckchen
- Mohn, gemahlen – 200 Gramm
- Zucker – 100 Gramm
- Schmand – 250 Gramm
- Milch (3,8%) – 500 Milliliter
- Sultaninen – 100 Gramm
- Rum – etwas
Für den Guss:
- Zucker – 100 Gramm
- Vanillezucker – 1 Päckchen
- Schmand – 500 Gramm
- Eier – 3
Zubereitung

Der Kuchen hat ein paar Schritte, aber keiner davon ist schwer. Geh sie einfach der Reihe nach durch:
1. Vorbereitung der Zutaten
Gib die Sultaninen in eine Schüssel und bedeck sie mit Rum. Lass sie über Nacht ziehen, dann werden sie weich und schmecken durch.
2. Teig herstellen
Verknete die Zutaten für den Teig zu einer festen Masse. Form eine Kugel daraus, wickle sie in Folie und stell sie etwa 30 Minuten kalt.
3. Füllung zubereiten
Koch den Vanillepudding nach Anleitung. Rühr den gemahlenen Mohn ein und lass die Masse etwas abkühlen. Dann rührst du den Schmand unter und gibst Zucker und Sultaninen dazu.
4. Guss anfertigen
Verrühr Schmand, Zucker, Vanillezucker und Eier in einer Schüssel gründlich.
5. Kuchen zusammenstellen
Roll den gekühlten Teig in der vorbereiteten Springform aus und drück einen kleinen Rand hoch. Verteil die Mohnmischung gleichmäßig auf dem Teig. Zum Schluss gießt du den Schmandguss gleichmäßig darüber.
6. Backen
Back den Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze) 60 bis 65 Minuten. Danach lass ihn 30 Minuten abkühlen. Löse den Springformrand und lass den Kuchen vollständig auskühlen.
Am nächsten Tag schmeckt er am besten, dann ist der Mohn richtig durchgezogen. Lass ihn dir schmecken.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Mohnmasse muss lauwarm sein, wenn sie auf den kalten Teig kommt, sonst weicht er durch, bevor der Ofen ihn festbacken kann. Und den Schmandguss erst ganz zum Schluss darübergießen und nur leicht glatt streichen, rührst du ihn in den Mohn, bekommst du statt zweier Schichten eine graue Masse.
Varianten
- Ohne Alkohol lege ich die Sultaninen in heißen schwarzen Tee oder in Apfelsaft ein.
- Mit 100 g gehackten Walnüssen in der Mohnmasse wird der Kuchen kerniger.
- Ich reibe die Schale einer unbehandelten Zitrone in den Schmandguss, das hebt den Mohn.
Aufbewahrung
Der Kuchen hält abgedeckt vier Tage im Kühlschrank und schmeckt ab dem zweiten Tag runder, weil der Mohn durchzieht. Stücke lassen sich drei Monate einfrieren, ich wickle sie einzeln in Folie und taue sie über Nacht im Kühlschrank auf. Vor dem Servieren eine halbe Stunde stehen lassen.
Fragen aus meiner Küche
- Muss ich den Mohn selbst mahlen?
- Gemahlener Mohn aus der Tüte reicht, er sollte aber frisch sein, alter Mohn schmeckt bitter. Ganze Körner ziehen keine Flüssigkeit und bleiben hart, deshalb würde ich sie hier nicht nehmen, ohne sie vorher zu mahlen.
- Welche Springform passt für diese Menge?
- Eine 26er Form. Bei 24 cm wird der Kuchen höher und braucht gut zehn Minuten länger, bei 28 cm bleibt er flach und der Guss trocknet schneller aus. Den Teigrand ziehe ich etwa drei Zentimeter hoch, damit Mohn und Guss Platz haben.
- Warum bekommt mein Schmandguss Risse?
- Zu viel Hitze oder ein zu schneller Temperaturwechsel. Bleib bei 175 Grad und lass den Kuchen nach dem Backen bei angelehnter Ofentür 30 Minuten stehen, bevor er auf das Gitter kommt. Kleine Risse verschwinden optisch unter etwas Puderzucker.
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