Apfel-Walnuss-Kuchen
Diesen Kuchen backe ich im Oktober, wenn die Boskop vom Nachbargarten kistenweise auf der Treppe stehen. Ein Kilo Äpfel klingt viel, beim Einkochen fällt die Masse aber ordentlich zusammen. Die Walnüsse kommen mit in den Topf, so ziehen sie Saft und bleiben weich statt hart im Biss. Oben liegen Streusel aus demselben Mürbeteig, ich brauche also nur einen Teig für Boden und Decke.
Zutaten
Für den Teig:
- (300g) Mehl
- 1 Ei(er)
- 1 TL Backpulver
- 1 Packung Vanillinzucker
- 1 EL Milch
- (150g) Zucker
- (200g) Butter
Für den Belag:
- 1 Packung Vanillinzucker
- 5 TL Wasser oder Weißwein
- 4 EL Zucker
- (1kg) Äpfel
- (100g) Walnüsse
Zubereitung

Schritt 1: Apfel-Walnuss-Mischung vorbereiten
Schäl zuerst die Äpfel und schneide sie in kleine Stücke. Hack die Walnüsse grob und gib beides zusammen in einen Topf. Streu Zucker und Vanillinzucker darüber und misch das Wasser oder den Weißwein unter. Lass alles leicht einkochen, bis die Äpfel weich sind. Danach lässt du die Masse abkühlen.
Schritt 2: Den Teig zubereiten
Aus Zucker, Mehl, Ei, Butter, Backpulver, Vanillinzucker und Milch knetest du einen Mürbeteig. Mit zwei Dritteln davon legst du Boden und Rand der Springform aus.
Schritt 3: Kuchen zusammenstellen und backen
Verteil die kalte Apfel-Walnuss-Mischung gleichmäßig auf dem Teig. Den restlichen Teig bröselst du als Streusel darüber. Back den Kuchen bei 201°C auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten, bis er goldbraun ist.
Am besten schmeckt er noch lauwarm, frisch aus dem Ofen und in großer Runde geteilt.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Die Apfelmasse muss wirklich kalt sein, bevor sie auf den Teig kommt, warm weicht der Mürbeteig auf und der Boden bleibt speckig. Ich backe bei 200 Grad Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene und lege Backpapier auf, wenn die Streusel nach zwanzig Minuten schon dunkel werden. Ist die Masse zu flüssig, rühr einen Esslöffel Speisestärke ein.
Varianten
- Statt Walnüssen nehme ich 100 g Haselnüsse, damit wird der Kuchen milder und etwas süßer.
- Ein halber Teelöffel Zimt in der Apfelmasse macht ihn winterlich, dazu passt Schlagsahne.
- Mit Weißwein statt Wasser eingekocht wird der Belag herber, das mögen bei uns die Erwachsenen lieber.
Aufbewahrung
Unter einer Haube hält der Kuchen drei Tage bei Zimmertemperatur, im Kühlschrank fünf. Die Streusel werden mit der Zeit weich, fünf Minuten bei 160 °C im Ofen machen sie wieder knusprig. Ganze Stücke lassen sich drei Monate einfrieren, sie tauen offen in zwei Stunden bei Zimmertemperatur auf.
Fragen aus meiner Küche
- Welche Äpfel eignen sich am besten?
- Säuerliche, feste Sorten wie Boskop, Elstar oder Braeburn. Sie halten beim Einkochen noch etwas Struktur und geben Gegengewicht zu den 150 g Zucker im Teig. Süße Sorten wie Gala machen den Kuchen pappig.
- Kann ich den Kuchen auf dem Blech backen?
- Ja, dann brauchst du die anderthalbfache Menge für ein normales Blech. Die Backzeit bleibt bei 25 bis 30 Minuten, weil die Schicht flacher ist. Den Rand ziehe ich dabei nur einen Zentimeter hoch.
- Warum werden meine Streusel keine Streusel?
- Der Teig war zu warm oder zu feucht. Stell das restliche Drittel zwanzig Minuten kalt, dann lässt es sich zwischen den Fingern zu Bröseln reiben. Hilft das nicht, arbeite einen Esslöffel Mehl ein.
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