Zitronen-Sandkuchen
Den Sandkuchen backe ich, seit meine Kinder klein waren, immer in der 25er Kastenform. Das bisschen Kokosfett neben der Butter ist der Grund, warum er auch am dritten Tag noch weich schneidet, und die 50 g Speisestärke machen die Krume so fein, dass sie fast auf der Zunge zergeht. Schale und Saft einer ganzen Zitrone kommen in den Teig, der Rest in die Glasur. Ein Kuchen für den Nachmittag, ohne viel Aufhebens.
Zutaten:
- 200 g Butter
- 40 g Kokosfett
- 200 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 1 Zitrone
- 4 Eier (Größe M)
- 220 g Mehl
- 50 g Speisestärke
- 2 TL Backpulver
- 120 g Puderzucker (für die Glasur)
- 4 EL Zitronensaft (für die Glasur)
Zubereitung:

Vorbereitung der Zutaten
Wasch die Zitrone zuerst gründlich unter heißem Wasser ab. Trockne sie, reib die Schale fein ab und press den Saft aus. Beides stellst du zur Seite.
Teigzubereitung
Schmilz Butter und Kokosfett bei schwacher Hitze in einem kleinen Topf und lass beides etwas abkühlen. Heiz den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vor und leg eine Kastenform (ca. 25 cm) mit Backpapier aus.
Kuchenteig mischen
Gib die abgekühlte Butter-Kokosfett-Mischung in eine große Rührschüssel. Dazu kommen Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenschale und Zitronensaft. Schlag alles mit dem Handmixer cremig. Rühr die Eier nacheinander ein, jedes etwa 30 Sekunden kräftig.
Trockene Zutaten mischen
Misch Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer zweiten Schüssel. Sieb die Mischung über die Butter-Ei-Masse und heb sie nur kurz unter, bis der Teig gerade eben glatt ist.
Backen
Gib den Teig in die vorbereitete Kastenform, streich die Oberfläche glatt und klopf die Form ein paarmal leicht auf die Arbeitsfläche. Back den Kuchen auf mittlerer Schiene etwa 50 Minuten und mach dann die Stäbchenprobe.
Abkühlen und Glasieren
Lass den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen. Stürz ihn vorsichtig auf ein Kuchengitter und lass ihn ganz auskühlen. Rühr den Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einer dickflüssigen Glasur, verteil sie auf dem ausgekühlten Kuchen und lass sie fest werden.
Ein Stück davon zum Nachmittagskaffee, mehr braucht es nicht. Und falls Besuch kommt, hast du schon etwas auf dem Tisch stehen.
Der Kniff, der den Unterschied macht
Lass die geschmolzene Butter mit dem Kokosfett wirklich handwarm werden, bevor die Eier dazukommen – sonst gerinnt die Masse und der Kuchen wird speckig. Und das Mehl-Stärke-Gemisch nur kurz unterheben, höchstens zwanzig Sekunden. Wer hier lange rührt, bekommt einen zähen Kuchen. Die Glasur erst auf den vollständig kalten Kuchen, sonst zieht sie ein und verschwindet.
Varianten
- Statt Zitrone nimmst du Schale und Saft von zwei Limetten, für die Glasur reichen dann 3 EL Limettensaft.
- Für einen Marmoreffekt rührst du in ein Drittel des Teigs 2 EL Kakao und 1 EL Milch und ziehst beides mit der Gabel spiralförmig durch.
- Zu Ostern hebe ich 100 g gehackte Pistazien unter den Teig und lasse die Glasur weg.
Aufbewahrung
In eine Kuchendose mit dicht schließendem Deckel, bei Zimmertemperatur hält er sich vier bis fünf Tage; die Schnittfläche deckst du mit Alufolie ab. Eingefroren – am besten in Scheiben und ohne Glasur – bleibt er drei Monate gut. Zum Auftauen lässt du die Scheiben eine Stunde bei Zimmertemperatur liegen.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich das Kokosfett weglassen?
- Ja, dann nimmst du insgesamt 240 g Butter. Der Kuchen wird etwas fester und trocknet einen Tag früher aus, schmeckt aber genauso. Umgekehrt geht auch neutrales Pflanzenöl anstelle des Kokosfetts, dann bleibt die Krume besonders weich.
- Warum ist mein Kuchen in der Mitte eingesunken?
- Meistens war er noch nicht durch. Prüf mit dem Holzstäbchen wirklich in der Mitte, dort ist der Teig am dicksten, und rechne bei einer schmalen, hohen Kastenform mit bis zu zehn Minuten mehr. Der Riss oben gehört dagegen dazu.
- Geht auch eine Springform statt der Kastenform?
- Ja, eine 24er Springform passt. Der Teig ist dann flacher und braucht nur etwa 35 Minuten bei 180 Grad. Mach die Stäbchenprobe ab Minute 30, sonst wird der Rand trocken.
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