Einfaches Rezept für unwiderstehliches Spritzgebäck
Spritzgebäck backe ich seit Jahrzehnten mit derselben alten Gebäckpresse meiner Mutter. Der Teig ist unkompliziert: aufgeschlagene Butter, Puderzucker, ein Ei und der Abrieb einer halben Zitrone, der die Süße bricht. Wichtig ist die Reihenfolge, erst die Butter richtig schaumig, dann das Mehl nur kurz unterrühren. Aus 300 g Mehl werden bei mir rund sechzig Plätzchen, die zwei Bleche füllen.
Zutaten für das Spritzgebäck
- 300 g Mehl
- 200 g Butter oder Margarine
- 100 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Ei
- ½ Zitrone, davon der Abrieb
Zubereitungsschritte

Schritt 1: Die Grundlagen vorbereiten
Nimm die Butter oder Margarine rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie weich wird. Gib sie dann in eine große Rührschüssel.
Schritt 2: Butter aufschlagen
Schlag die Butter mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine auf mittlerer bis hoher Stufe auf, bis sie hell und schaumig ist. Das dauert etwa 2-3 Minuten.
Schritt 3: Zutaten mischen
Gib den Puderzucker, den Vanillezucker, den Zitronenabrieb und das Ei zur schaumigen Butter. Rühr alles noch einmal auf höchster Stufe durch, bis die Masse gleichmäßig ist.
Schritt 4: Mehl einarbeiten
Sieb das Mehl über die Butter-Zucker-Masse, so bleiben keine Klümpchen. Rühr es auf niedrigster Stufe unter, bis ein glatter Teig entsteht, und hör dann auf. Zu langes Rühren tut dem Teig nicht gut.
Schritt 5: Teig ruhen lassen
Deck die Schüssel mit Frischhaltefolie ab und stell den Teig für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.
Schritt 6: Ofen vorbereiten
Heiz den Ofen auf 160 °C Umluft oder 170-180 °C Ober-/Unterhitze vor und leg zwei Backbleche mit Backpapier aus.
Schritt 7: Teig formen
Füll den gekühlten Teig portionsweise in die Gebäckpresse oder einen Spritzbeutel mit Sterntülle und spritz gleichmäßige Plätzchen auf die Bleche.
Schritt 8: Plätzchen backen
Back die Plätzchen etwa 10-12 Minuten, bis sie am Rand goldbraun sind. Sie sollen nicht zu dunkel werden.
Schritt 9: Plätzchen abkühlen lassen
Nimm die Plätzchen aus dem Ofen und lass sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.
Die Plätzchen sind zart und duften nach Zitrone. Sie schmecken pur genauso gut wie mit einem Hauch Schokolade überzogen. Viel Freude beim Backen.
Mein Tipp
Die Stunde im Kühlschrank macht den Teig fest, aber direkt aus der Kälte geht er nicht durch die Presse. Ich lasse ihn zehn bis fünfzehn Minuten bei Zimmertemperatur stehen und knete jede Portion kurz mit der Hand durch. Ist er dann immer noch zu hart, hilft ein Esslöffel Milch, aber wirklich nur einer.
Andere Ideen
- Ein Drittel des Teigs mit einem Esslöffel Kakao verkneten, dann liegen helle und dunkle Plätzchen auf einem Blech.
- Statt Zitronenabrieb kommt bei mir manchmal ein halber Teelöffel gemahlener Kardamom in den Teig.
- Die abgekühlten Plätzchen zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterkuvertüre tauchen und auf Backpapier fest werden lassen.
Aufheben und Einfrieren
In einer Blechdose mit gut sitzendem Deckel bleibt das Gebäck vier Wochen mürbe, kühl und trocken gelagert. Lagere es nicht zusammen mit weichen Lebkuchen, die geben Feuchtigkeit ab. Roher Teig hält als Rolle eingefroren drei Monate; im Kühlschrank auftauen und wie beschrieben weiterverarbeiten.
Häufige Fragen
- Warum hält das Spritzgebäck seine Form nicht?
- Die Butter war zu warm. Sie soll weich sein, aber nicht glänzend oder gar flüssig. Wenn die Plätzchen auf dem Blech breitlaufen, stell das ganze Blech vor dem Backen noch zehn Minuten kalt.
- Geht es auch ohne Gebäckpresse?
- Ja, mit einem stabilen Spritzbeutel und einer großen Sterntülle. Der Teig ist fest, nimm also einen Stoffbeutel oder zwei ineinandergesteckte Einwegbeutel. Alternativ formst du Rollen, schneidest Scheiben ab und drückst sie mit einer Gabel flach.
- Kann ich Margarine statt Butter nehmen?
- Ja, 200 g Margarine funktionieren genauso, das Gebäck wird eine Spur weicher und schmeckt weniger nach Butter. Nimm eine feste Sorte aus dem Kühlregal, keine Halbfettmargarine, die enthält zu viel Wasser.
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