Kekse die ich je gemacht habe
Die leckersten Kekse die ich je gemacht habe, alle lieben sie!
Diese Kekse backe ich seit Jahren nach demselben Zettel, der bei mir im Backbuch klebt. Zwei Sorten Zucker sind der Grund, warum sie außen knacken und innen weich bleiben: der braune bringt die Feuchtigkeit, der weiße die Kruste. Der Teig wandert meistens erst eine halbe Stunde in den Kühlschrank, dann laufen die Kekse auf dem Blech nicht so breit. Enkeltauglich, sonntagstauglich, immer zu wenig.
Zutaten
- 225 g weiche Butter
- 150 g Zucker
- 100 g brauner Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 TL Natron
- 1/2 TL Salz
- 200 g Schokoladenstückchen oder -chips (zartbitter oder nach Wahl)
- 100 g grob gehackte Nüsse (optional, z. B. Walnüsse oder Haselnüsse)
Zubereitung

- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen und Backblech mit Backpapier auslegen.
- Butter mit Zucker und braunem Zucker in einer Rührschüssel 3–4 Minuten cremig schlagen, bis die Masse hell und luftig ist.
- Ei und Vanilleextrakt kurz unterrühren, bis alles homogen ist.
- Mehl, Natron und Salz in einer separaten Schüssel kurz vermischen und dann zur Butter-Zucker-Mischung geben; nur so lange rühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht.
- Schokoladenstückchen und ggf. gehackte Nüsse mit einem Spatel unter den Teig heben.
- Wer dichtere, höhere Kekse möchte: Den Teig 30 Minuten in Frischhaltefolie eingewickelt kühlen. Dies ist optional, gibt aber bessere Form.
- Mit einem Esslöffel oder einem Eisportionierer portionierte Teigkleckse mit ausreichend Abstand (2–3 cm) auf das Backpapier setzen.
- Im vorgeheizten Ofen 10–12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind; die Mitte darf noch weich wirken, sie festigt beim Abkühlen.
- Kekse 5 Minuten auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Tipps
- Die Kombination aus weißem und dunklem Zucker sorgt für Geschmack und Saftigkeit: brauner Zucker macht die Kekse zäher und aromatischer.
- Nicht zu lange backen — die Kekse werden beim Abkühlen noch etwas nachgaren; so bleiben sie innen weich.
- Teigportionen mit zwei Löffeln formen, nicht zu flach drücken, damit die Kekse eine schöne Wölbung behalten.
- Für extra knusprige Ränder kurz die Temperatur am Ende um 10 °C erhöhen oder die Kekse 1–2 Minuten länger backen, dabei genau beobachten.
- Aufbewahrung: In einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur 3–5 Tage frisch halten; zum Einfrieren Teigkugeln roh auf einem Blech vorfrosten, dann in Gefrierbeutel geben.
Varianten
- White-Chocolate & Macadamia: Weiße Schokolade und gehackte Macadamianüsse verwenden.
- Double Chocolate: 30 g Kakaopulver zum Mehl geben und dunkle Schokostücke verwenden für intensiven Schokogeschmack.
- Haferflocken-Rosinen: 50 g Mehl durch zarte Haferflocken ersetzen und 100 g Rosinen statt Nüssen nutzen.
- Vegane Variante: Butter durch Margarine oder Kokosöl ersetzen und Ei durch 1 EL gemahlenes Leinsamen + 3 EL Wasser ersetzen.
- Zimt-Orange: 1 TL Zimt und 1 TL fein geriebene Orangenschale in den Teig geben für herbstliche Aromen.
Darauf kommt es an
Hol die Kekse aus dem Ofen, wenn nur die Ränder goldbraun sind und die Mitte noch weich und leicht glänzend aussieht. Sie garen auf dem heißen Blech fünf Minuten nach. Wer wartet, bis auch die Mitte fest wirkt, hat nach dem Auskühlen harte Plätzchen. Die Butter außerdem wirklich nur weich, nicht geschmolzen, sonst zerläuft der Teig.
Abwandlungen
- Statt Zartbitterschokolade nehme ich manchmal 200 g grob gehackte Vollmilchschokolade und lasse die Nüsse weg, so mögen es die Kinder.
- Mit 100 g Haferflocken zusätzlich und 50 g weniger Mehl werden die Kekse rustikaler und etwas fester im Biss.
- Für die Adventszeit rühre ich einen Teelöffel Zimt und die abgeriebene Schale einer Orange mit unter den Teig.
Aufbewahren und Aufwärmen
In einer Blechdose mit dicht schließendem Deckel bleiben sie eine Woche weich; ein Apfelschnitz in der Dose hilft, muss aber alle zwei Tage gewechselt werden. Rohen Teig friere ich portioniert ein, bis zu drei Monate. Die Kugeln kommen gefroren aufs Blech und backen zwei Minuten länger.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich Backpulver statt Natron nehmen?
- Notfalls ja, dann zwei Teelöffel Backpulver statt des einen Teelöffels Natron. Die Kekse werden aber heller und etwas kuchiger. Natron sorgt für die Bräunung und den leicht karamelligen Rand, deshalb bleibe ich dabei.
- Warum laufen meine Kekse breit auseinander?
- Der Teig war zu warm. Stelle ihn dreißig Minuten kalt und setze die Portionen auf ein kaltes Blech, nicht auf ein noch heißes vom vorigen Durchgang. Zu weiche, fast flüssige Butter hat denselben Effekt.
- Wie groß sollen die Teigportionen sein?
- Ein gehäufter Esslöffel, etwa 40 g, ergibt Kekse von rund acht Zentimetern. Lass drei Zentimeter Abstand, sie laufen beim Backen auseinander. Größere Portionen brauchen zwei Minuten länger im Ofen.
Schreibe einen Kommentar