Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln vom Vortag
Bratkartoffeln gelingen nur mit Kartoffeln vom Vortag, das habe ich früh gelernt. Frisch gekocht sind sie zu feucht und kleben in der Pfanne. Bei mir bleiben deshalb sonntags immer ein paar Pellkartoffeln übrig, die über Nacht im Kühlschrank fest werden. Mit Speck und Zwiebeln ist das am Montagabend in einer halben Stunde ein vollständiges Essen.
Diese Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln vom Vortag sind genau das richtige Essen, wenn es nach Feierabend schnell, herzhaft und unkompliziert sein soll. Die Kartoffeln werden in der Pfanne goldbraun gebraten, bekommen durch Speck und Zwiebeln ein kräftiges Aroma und bleiben innen schön weich. Am besten gelingen sie mit festkochenden Kartoffeln, die vollständig ausgekühlt sind, denn so zerfallen sie beim Braten nicht. Dazu passt ein Spiegelei, ein grüner Salat oder einfach ein Klecks Gewürzgurke auf dem Teller.
Zutaten
- 600 g gekochte festkochende Kartoffeln vom Vortag
- 1 große Zwiebel
- 100 g durchwachsener Speck in Würfeln
- 2 EL Butterschmalz
- 1 EL neutrales Öl
- 1 TL Salz
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 1 EL gehackte Petersilie
Zubereitung

Kartoffeln vorbereiten
Die kalten Kartoffeln pellen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.
Speck und Zwiebeln anbraten
Den Speck in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze auslassen, bis er leicht knusprig ist. Die Zwiebelwürfel dazugeben und 3–4 Minuten glasig braten, dann beides aus der Pfanne nehmen.
Kartoffeln knusprig braten
Butterschmalz und Öl in die Pfanne geben und erhitzen. Die Kartoffelscheiben möglichst nebeneinander hineinlegen und bei mittlerer bis hoher Hitze 8–10 Minuten braten, ohne ständig zu wenden, bis die Unterseite goldbraun ist.
Fertig braten und würzen
Die Kartoffeln vorsichtig wenden und weitere 6–8 Minuten braten. Speck und Zwiebeln zurück in die Pfanne geben, mit Salz und Pfeffer würzen und alles kurz durchschwenken.
Servieren
Die Bratkartoffeln mit Petersilie bestreuen und sofort heiß servieren, solange sie außen knusprig sind.
Omas Tipp
Die Pfanne nicht überladen. Die Scheiben müssen nebeneinander liegen, sonst dünsten sie statt zu braten. Für 600 Gramm brauchst du 28 Zentimeter Durchmesser oder zwei Durchgänge. Und die ersten acht Minuten wirklich nicht anfassen: Erst wenn sich unten eine feste goldene Schicht gebildet hat, lösen sich die Scheiben von allein.
So kannst du abwandeln
- Ohne Speck brate ich stattdessen 150 g Champignonscheiben mit an und würze mit einem Teelöffel Majoran.
- Für Bratkartoffeln mit Ei verquirle ich zwei Eier und gieße sie in den letzten zwei Minuten über die Pfanne.
- Mit einem Teelöffel Kümmel und einem Löffel Senf im Speckfett schmecken sie herzhafter, dazu passt Gurkensalat.
Reste aufbewahren
Bratkartoffeln schmecken frisch am besten. Reste halten abgedeckt einen Tag im Kühlschrank und werden in der Pfanne ohne zusätzliches Fett fünf Minuten wieder heiß. In der Mikrowelle verlieren sie die Kruste komplett. Einfrieren würde ich sie nicht, sie werden nach dem Auftauen weich und wässrig.
Noch Fragen?
- Kann ich rohe Kartoffeln nehmen?
- Dann brauchst du eine andere Führung: Scheiben zugedeckt bei mittlerer Hitze zwölf Minuten garen, erst danach offen knusprig braten. Mit gekochten Kartoffeln vom Vortag geht es schneller und sie zerfallen nicht beim Wenden.
- Welche Kartoffelsorte ist richtig?
- Festkochende Sorten wie Sieglinde oder Annabelle halte ich für die richtige Wahl. Mehligkochende zerbröseln beim Wenden in der Pfanne. Die Kartoffeln müssen außerdem gut durchgekühlt sein, warm geschnitten kleben die Scheiben aneinander fest.
- Butterschmalz oder Öl?
- Beides zusammen, so mache ich es. Das Öl verträgt die Hitze, das Butterschmalz gibt Geschmack. Reine Butter verbrennt bei der Temperatur, die du für die Kruste in acht bis zehn Minuten brauchst.
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