Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kuchen & Backen

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark ohne Hefe

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark ohne Hefe
Vorbereitung 15 Minuten
Ruhezeit Keine

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark ohne Hefe

Das ist mein Brot für Tage, an denen ich morgens nicht ans Aufgehen gedacht habe. Backpulver statt Hefe, 250 Gramm Magerquark für die Feuchtigkeit, und in zwanzig Minuten steht die Form im Ofen. Die zwei Zwiebeln brate ich vorher an, sonst schmecken sie im Brot scharf und bleiben glasig. Warm zu einer Kartoffelsuppe oder abends mit Butter und Radieschen ist es bei uns am schnellsten weg.

Zutaten

  • 400 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zucker
  • 250 g Magerquark
  • 2 Eier (Größe M)
  • 150 ml Milch (zimmerwarm)
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl)
  • 2 große Zwiebeln (ca. 200 g), in feinen Streifen
  • 1 EL Öl oder Butter zum Braten der Zwiebeln
  • 2 EL frisch gehackte Petersilie oder Schnittlauch (optional)
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel oder alternativ 1 TL frisch gehackte Kräuter (optional)

Zubereitung

Zwiebelbrot mit 250 g Magerquark ohne Hefe – so sieht es fertig aus
So sieht das fertige Gericht aus.
  1. Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen und eine Kastenform (ca. 25 cm) leicht einfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Die Zwiebeln schälen und in feine Streifen schneiden. In einer Pfanne 1 EL Öl oder Butter erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten glasig bis leicht gebräunt braten; dabei gelegentlich umrühren. Herausnehmen und kurz abkühlen lassen.
  3. In einer großen Schüssel Mehl, Backpulver, Salz, Pfeffer und Zucker gut vermischen.
  4. In einer zweiten Schüssel Magerquark, Eier, Milch und 2 EL Öl glatt rühren, bis eine gleichmäßige Flüssigkeit entsteht.
  5. Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und mit einem Holzlöffel oder Teigschaber kurz und gleichmäßig verrühren. Nicht zu lange schlagen — der Teig soll gerade verbunden sein.
  6. Die gebratenen Zwiebeln, Petersilie und optional Kümmel unter den Teig heben, bis alles gleichmäßig verteilt ist.
  7. Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen, die Oberfläche glattstreichen und bei Bedarf mit etwas Olivenöl bestreichen.
  8. Im vorgeheizten Ofen etwa 40–50 Minuten backen. Nach 40 Minuten mit einem Holzstäbchen prüfen: bleibt kein feuchter Teig daran kleben, ist das Brot fertig. Gegebenenfalls 5–10 Minuten länger backen.
  9. Das Brot aus dem Ofen nehmen, 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, bevor es angeschnitten wird.

Tipps

  • Die Zwiebeln sanft karamellisieren lassen — das intensiviert den Geschmack ohne zusätzliche Gewürze.
  • Teig nicht überarbeiten; zu langes Rühren macht das Brot zäh.
  • Backzeit kann je nach Ofen variieren; mit einem Holzstäbchen testen, um Unter- oder Überbacken zu vermeiden.
  • Aufbewahrung: Im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter 2–3 Tage haltbar; bei Zimmertemperatur 1–2 Tage.
  • Brot lässt sich gut in Scheiben schneiden und einfrieren; bei Bedarf Scheiben einzeln auftauen und kurz im Toaster oder Ofen aufbacken.

Varianten

  • Käse-Zwiebel: 100 g geriebener Emmentaler oder Gouda unter den Teig mischen für eine würzigere, saftigere Krume.
  • Bacon-Variante: 100 g gewürfelter Speck zusammen mit den Zwiebeln anbraten und unterheben für kräftigen Geschmack.
  • Vollkorn: 150 g Vollkornmehl statt 150 g Weizenmehl verwenden für mehr Biss und Aroma.
  • Würzig-frisch: Statt Petersilie frischen Dill oder Schnittlauch verwenden und 1 TL Senf in die Flüssigkeit geben.
  • Muffin-Form: Teig in Muffinförmchen füllen und bei 180 °C etwa 20–25 Minuten backen für handliche Portionen.

Omas Tipp

Rühr den Teig wirklich nur, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Jede Minute länger macht das Brot zäh, denn Backpulverteig verträgt kein Kneten. Und lass die gebratenen Zwiebeln vorher abkühlen, warm untergehoben geben sie Wasser ab und die Mitte bleibt klitschig. Angeschnitten wird erst, wenn das Brot ganz kalt ist.

So kannst du abwandeln

  • Mit 100 g Speckwürfeln, die du zusammen mit den Zwiebeln anbrätst, wird das Brot deftig.
  • Statt Kümmel gibst du 50 g geriebenen Bergkäse und einen Teelöffel Paprikapulver in den Teig.
  • Mit einer dünn geschnittenen Stange Lauch anstelle der Zwiebeln schmeckt es milder und passt gut zu Suppe.

Reste aufbewahren

In ein Leinentuch gewickelt oder im Brotkasten hält es zwei bis drei Tage, im Kühlschrank wird es schnell trocken. Ab dem zweiten Tag schmeckt es getoastet am besten. Du kannst es auch in Scheiben einfrieren, dort hält es drei Monate, und die Scheiben kommen gefroren für fünf Minuten in den Toaster.

Noch Fragen?

Geht auch Speisequark mit 20 Prozent Fett statt Magerquark?
Ja, das Brot wird sogar saftiger und schmeckt runder. Weil fetterer Quark weicher ist, nehme ich dann statt 150 ml nur etwa 130 ml Milch, sonst wird der Teig zu weich und geht in der Mitte nicht durch.
Warum ist mein Brot innen feucht geblieben?
Entweder war es fünf bis zehn Minuten zu kurz im Ofen oder du hast es zu früh angeschnitten. Mach nach 40 Minuten die Stäbchenprobe und lass es danach wirklich vollständig auskühlen, es gart auf dem Gitter noch nach.
Kann ich aus dem Teig auch Brötchen backen?
Ja. Setz mit zwei Löffeln etwa zwölf Häufchen auf ein Blech mit Backpapier und back sie bei 200 °C für 20 bis 25 Minuten. Sie werden außen kräftiger und sind am selben Tag am besten.
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