Apfelmuffins mit 250 g Quark die auf der Zunge zergehen!
Apfelmuffins mit 250 g Quark die auf der Zunge zergehen!
Diese Muffins backe ich im Herbst, wenn die Äpfel vom Nachbarn kistenweise auf der Terrasse stehen. Der Magerquark macht den Teig feucht, ohne dass er schwer wird — 250 g reichen für zwölf Stück. Ich würfele die Äpfel klein und beträufele sie mit Zitrone, sonst werden sie braun. Mit der Streuselkruste aus braunem Zucker sind sie mein Kaffeetisch-Standard, wenn kurzfristig Besuch kommt. Warm schmecken sie am zartesten.
Zutaten
- 250 g Magerquark
- 2 Eier (Größe M)
- 100 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker oder 1 TL Vanilleextrakt
- 80 ml neutrales Öl (z. B. Rapsöl) oder 60 g geschmolzene Butter
- 120 ml Milch (bei Bedarf etwas mehr)
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 2 TL Backpulver (ca. 8 g)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zimt (optional)
- 2 mittelgroße Äpfel (ca. 300 g), geschält und gewürfelt
- Saft einer halben Zitrone (zum Beträufeln der Äpfel)
- Abgeriebene Schale einer halben Zitrone (optional)
- 30 g brauner Zucker + 15 g kalte Butter für eine Streuselkruste (optional)
Zubereitung

- Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen und ein Muffinblech mit 12 Förmchen vorbereiten oder Papierförmchen einsetzen.
- Die gewürfelten Äpfel mit dem Zitronensaft mischen, damit sie nicht braun werden; wenn gewünscht, mit 1 TL Zimt bestreuen.
- In einer großen Schüssel Quark, Eier, Zucker und Vanille mit einem Schneebesen oder Handmixer glatt rühren.
- Öl (oder geschmolzene Butter) und Milch hinzufügen und kurz einarbeiten, bis eine homogene Masse entsteht.
- Mehl, Backpulver, Salz und optional Zimt in einer zweiten Schüssel vermischen und dann kurz unter die Quarkmischung heben, bis gerade so ein glatter Teig entsteht; nicht zu lange rühren.
- Die vorbereiteten Apfelwürfel und die Zitronenschale unter den Teig heben, sodass sie gleichmäßig verteilt sind.
- Den Teig gleichmäßig auf die 12 Muffinförmchen verteilen (etwa zu 3/4 füllen).
- Für knusprige Streusel braunen Zucker und kalte Butter mit den Fingern zu Streuseln verreiben und auf die Muffins streuen (optional).
- Muffins im vorgeheizten Ofen 20–25 Minuten backen, bis sie goldbraun sind und ein eingesteckter Zahnstocher sauber herauskommt.
- Muffins aus dem Ofen nehmen, kurz (5 Minuten) im Blech abkühlen lassen, dann auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen; warm serviert sind sie besonders zart.
Tipps
- Quark sorgt für Feuchtigkeit — zu lange Rühren nach Zugabe des Mehls macht die Muffins zäh; nur kurz mischen.
- Wenn die Oberseiten zu schnell bräunen, die Temperatur um 10–20 °C reduzieren oder nach 15 Minuten mit Alufolie abdecken.
- Für extra Saftigkeit können Sie 1 EL Apfelmus unter den Teig mischen und die Zucker-Menge leicht reduzieren.
- Muffins in einer luftdichten Box bei Raumtemperatur 2–3 Tage aufbewahren oder bis zu 1 Monat einfrieren.
- Wer es besonders flaumig mag, kann einen Teil des Mehls (z. B. 50 g) durch feines Dinkelvollkornmehl ersetzen.
Varianten
- Nuss-Variante: 50 g gehackte Walnüsse oder Mandeln unterheben für mehr Biss und Aroma.
- Rosinen/Zitronen: 50 g eingeweichte Rosinen und etwas mehr Zitronenschale für fruchtige Süße.
- Karamell: Karamellstückchen oder Toffeewürfel in die Mitte des Teigs drücken für eine weiche Karamellfüllung.
- Vollkorn: 100 g Mehl durch Vollkornmehl ersetzen und etwas mehr Flüssigkeit zugeben für rustikalere Textur.
- Schoko-Apfel: 50 g Zartbitter-Schokotropfen unterheben für einen schokoladigen Kontrast.
Darauf kommt es an
Rühr den Teig nach dem Mehl nur so lange, bis kein weißes Mehl mehr zu sehen ist. Wer weiterrührt, bekommt zähe, gummiartige Muffins statt lockerer. Und tupf die Apfelwürfel nach dem Zitronensaft kurz ab: Zu viel Flüssigkeit zieht in den Teig, dann bleiben die Muffins in der Mitte klitschig. Die Förmchen nur zu drei Vierteln füllen.
Abwandlungen
- Statt Äpfeln nehme ich im Spätsommer 250 g entsteinte, geviertelte Zwetschgen — dann lasse ich den Zimt weg und reibe mehr Zitronenschale hinein.
- Für eine nussige Note 50 g des Mehls durch gemahlene Haselnüsse ersetzen und die Streusel unbedingt dazugeben.
- Wer es weniger süß mag, nimmt nur 70 g Zucker und streut vor dem Backen Mandelblättchen statt der Streusel darüber.
Aufbewahren und Aufwärmen
In einer Dose mit lose aufgelegtem Deckel halten sie sich zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur; luftdicht verschlossen werden die Streusel weich. Eingefroren sind sie drei Monate haltbar, am besten einzeln in Folie gewickelt. Zum Auftauen abends herausnehmen und morgens fünf Minuten bei 150 °C aufbacken.
Das werde ich oft gefragt
- Kann ich statt Magerquark auch Vollfettquark nehmen?
- Ja, Quark mit 20 oder 40 Prozent Fett geht genauso. Die Muffins werden etwas saftiger und kompakter. Fetter Quark ist fester, deshalb brauchst du meist 20 ml Milch mehr, damit der Teig schwer vom Löffel fällt.
- Muss ich die Äpfel schälen?
- Bei dünnschaligen Sorten wie Elstar lasse ich die Schale dran, das gibt Biss. Boskoop und andere feste Schalen schäle ich, sonst hat man beim Essen zähe Stückchen zwischen den Zähnen.
- Woran erkenne ich, dass die Muffins durch sind?
- Stich nach 20 Minuten mit einem Zahnstocher in die Mitte eines mittleren Muffins. Bleibt roher Teig kleben, brauchen sie noch drei bis fünf Minuten. Feuchte Apfelstückchen am Holz sind dagegen völlig in Ordnung.
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