Weihnachtliches Spekulatius-Tiramisu
Am zweiten Weihnachtstag steht bei mir immer eine große Form davon im Kühlschrank, vorbereitet am Abend zuvor, wenn die Küche sonst voll ist. Statt Löffelbiskuits und Espresso nehme ich Spekulatius und Himbeeren. Die Beeren bringen die Säure, die das Ganze bei so viel Mascarpone und braunem Zucker braucht. Rohe Eier kommen nicht hinein, das ist mir bei einer Form für zwölf Leute lieber.
Zutaten
- 350 g Spekulatius
- 350 ml Schlagsahne (Obers)
- 300 g Mascarpone
- 100 g Zucker, braun
- 1 TL Vanillezucker
- 250 g Quark (Topfen)
- 500 g Himbeeren, TK, auftauen und abtropfen
- Kakaopulver zum Bestreuen
Zubereitung

Schritt 1: Creme vorbereiten
Schlag zuerst die Sahne steif. Dann rührst du Mascarpone, Quark, braunen Zucker und Vanillezucker unter, bis die Creme glatt ist.
Schritt 2: Schichten des Tiramisu
Streich eine Schicht Creme auf den Boden der Form. Darauf legst du die Spekulatius und drückst sie leicht in die Creme, dann kommen die Himbeeren darüber. Das Ganze noch einmal: Creme, Spekulatius leicht andrücken, Himbeeren. Ganz oben liegt Creme.
Schritt 3: Dekorieren und Kühlen
Bestäub die oberste Cremeschicht mit Kakaopulver und stell das Tiramisu für ein paar Stunden kalt, damit die Spekulatius weich werden. Dann kannst du anschneiden.
Am Weihnachtstisch ist das der Nachtisch, bei dem trotz Gänsebraten noch jeder zugreift. Guten Appetit!
Der Kniff, der den Unterschied macht
Lass die aufgetauten Himbeeren wirklich im Sieb abtropfen, am besten eine halbe Stunde lang. Der Saft färbt sonst die Creme rosa und sammelt sich als Pfütze am Boden der Form. Die Spekulatius drücke ich nur leicht an und tunke sie nicht: Sie ziehen über Nacht genug Feuchtigkeit aus Creme und Beeren und werden weich wie Kuchen.
Varianten
- Mit Sauerkirschen aus dem Glas statt Himbeeren wird es milder; auch die müssen gut abgetropft sein.
- Wer keinen Quark mag, nimmt 250 g mehr Mascarpone, dann wird die Creme schwerer und noch etwas fester.
- Für den Silvestertisch bestreue ich statt mit Kakao mit fein zerbröseltem Spekulatius und einer Prise Zimt.
Aufbewahrung
Zugedeckt hält sich das Tiramisu 3 Tage im Kühlschrank, danach werden die Spekulatius matschig. Den Kakao streue ich erst kurz vor dem Servieren darüber, sonst saugt er sich voll und wird fleckig. Einfrieren funktioniert nicht: Die Creme trennt sich beim Auftauen und die Beeren werden wässrig.
Fragen aus meiner Küche
- Kann ich frische Himbeeren nehmen?
- Ja, dann reichen 400 g frische Beeren. Sie geben weniger Saft ab als aufgetaute Tiefkühlware, deshalb bleibt die Creme fester. Verteile sie vorsichtig, damit sie beim Andrücken der Kekse nicht zerdrückt werden.
- Wie lange muss das Tiramisu durchziehen?
- Vier Stunden sind das Minimum, über Nacht ist deutlich besser. Erst dann sind die 350 g Spekulatius durchgeweicht und lassen sich sauber portionieren. Schneidest du zu früh an, bricht die Keksschicht.
- Welche Spekulatius eignen sich am besten?
- Ich nehme die klassischen Gewürzspekulatius, sie haben genug Struktur, um über Nacht nicht zu zerfallen. Butterspekulatius sind dünner und weichen schneller durch. Bruchstücke aus der Packung verteile ich in der untersten Schicht.
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