Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Vegane Rezepte

Vegane Grießschnitten mit Zimt: Kalt geschnitten, goldbraun gebraten!

Vegane Grießschnitten mit Zimt: Kalt geschnitten, goldbraun gebraten!
Portionen 4 (ergibt etwa 12 Schnitten)
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 20 Minuten (5 Minuten Grieß, 15 Minuten Braten)
Gesamt 30 Minuten

Es gibt Gerichte, die riechen nach Küchenbank und Wachstuchdecke, und Grießschnitten gehören ganz sicher dazu. Bei uns gab es sie immer dann, wenn vom Vortag noch Grießbrei übrig war – und irgendwann habe ich angefangen, den Brei absichtlich zu kochen, nur damit ich am nächsten Tag Schnitten braten kann. Du kochst also eine feste Grießmasse, streichst sie auf ein Blech, lässt sie kalt und schnittfest werden und brätst die Stücke danach in der Pfanne goldbraun. Außen entsteht eine dünne, knusprige Kruste, innen bleibt es cremig wie Pudding.

Das Schöne daran: Diese Version kommt völlig ohne tierische Zutaten aus. Statt Milch nimmst du Hafermilch, statt Butter eine gute pflanzliche Margarine, und gesüßt wird mit Zucker und einem Hauch Vanille. Der Grieß selbst bindet so kräftig, dass du kein Ei brauchst – die Masse steht nach dem Auskühlen von allein. Du brauchst nur ein bisschen Geduld beim Festwerden, alles andere geht schnell und mit Zutaten, die du im Schrank hast.

Zutaten

  • 1 Liter Hafermilch (ungesüßt oder leicht gesüßt)
  • 200 g Hartweizengrieß
  • 60 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL gemahlene Vanille oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Streifen unbehandelte Zitronenschale
  • 40 g pflanzliche Margarine zum Braten
  • 2 EL Zucker für den Zimtzucker
  • 1 gehäufter TL gemahlener Zimt
  • 2 EL Semmelbrösel (optional, für extra Kruste)
  • Apfelmus zum Servieren

Zubereitung

Schritt 1: Hafermilch aufkochen

Gib die Hafermilch mit dem Zucker, der Prise Salz, der Vanille und dem Streifen Zitronenschale in einen weiten Topf. Erhitze alles bei mittlerer Hitze, bis die Milch am Rand kleine Bläschen wirft und leicht dampft. Rühre zwischendurch mit dem Schneebesen über den Topfboden, denn Hafermilch setzt schneller an als Kuhmilch. Sobald es sprudelnd kocht, drehst du die Hitze auf die kleinste Stufe herunter.

Schritt 2: Grieß einrühren

Nimm die Zitronenschale heraus und rieseln lasse den Grieß in einem dünnen Strahl mit der einen Hand ein, während du mit der anderen kräftig rührst. So bekommst du keine Klümpchen. Lass die Masse bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten quellen und rühre dabei fast ununterbrochen. Sie ist fertig, wenn der Schneebesen deutliche Spuren hinterlässt und die Masse schwer vom Löffel fällt.

Schritt 3: Auf dem Blech glattstreichen

Spüle ein flaches Blech oder eine Auflaufform von etwa 25 × 30 cm mit kaltem Wasser aus und schütte es nur grob ab – die Feuchtigkeit verhindert das Ankleben. Füll die heiße Grießmasse hinein und streiche sie mit einem nassen Teigschaber gleichmäßig etwa 1,5 cm hoch glatt. Arbeite zügig, denn die Masse zieht schnell an. Klopfe das Blech einmal kurz auf die Arbeitsplatte, damit sich die Oberfläche glättet.

Schritt 4: Kalt stellen und schneiden

Lass die Masse erst auf der Arbeitsplatte lauwarm werden und stelle sie dann für 3 Stunden kalt. Sie muss richtig fest sein, sonst zerfallen dir die Schnitten in der Pfanne. Danach stürzt du die Platte auf ein Brett oder schneidest direkt im Blech mit einem großen Messer Rechtecke von etwa 5 × 8 cm. Wenn du magst, wendest du die Schnitten dünn in Semmelbröseln.

Schritt 5: Goldbraun braten

Erhitze die Hälfte der Margarine in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze, bis sie schäumt, aber nicht bräunt. Leg die Schnitten mit Abstand hinein und brate sie 4 bis 5 Minuten, ohne sie zu bewegen. Erst wenn sich der Rand sichtbar goldbraun färbt, wendest du sie vorsichtig mit zwei Pfannenwendern. Die zweite Seite braucht 3 bis 4 Minuten. Brate den Rest mit der übrigen Margarine.

Schritt 6: Mit Zimtzucker servieren

Verrühre die 2 EL Zucker mit dem Zimt in einer kleinen Schüssel. Leg die heißen Schnitten auf Teller und bestreue sie sofort großzügig – auf der warmen, leicht fettglänzenden Oberfläche bleibt der Zimtzucker richtig haften. Dazu gibt es einen Löffel kaltes Apfelmus, der schöne Kontrast zur knusprigen Kruste. Serviere sie sofort, solange sie außen knusprig sind.

Omas Tipps

  • Die Masse muss fester sein, als du denkst. Grießbrei zum Löffeln ist zu weich für Schnitten. Wenn du beim Rühren am Ende eine deutliche Bahn über den Topfboden ziehen kannst, die einen Moment offen bleibt, ist die Konsistenz richtig. Notfalls rührst du noch 1 EL Grieß ein und lässt zwei Minuten länger quellen.
  • Kaltes Blech, nasser Schaber. Grieß klebt an allem Trockenen. Spüle Form und Teigschaber mit kaltem Wasser aus, bevor du die Masse einfüllst und glattstreichst. So löst sich die Platte später in einem Stück und du kannst saubere Rechtecke schneiden, statt Bruchstücke zusammenzusammeln.
  • Nicht zu früh wenden. Die Kruste ist das Ganze an diesem Gericht. Wer nach zwei Minuten nachschaut und schiebt, reißt die Schnitte auf. Lass sie wirklich 4 bis 5 Minuten ruhig liegen – wenn sie sich mit dem Wender von allein löst, ist sie so weit.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Die ungebratene Grießplatte hält sich abgedeckt im Kühlschrank 3 Tage. Leg Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, damit sie keine Haut zieht und keinen Kühlschrankgeruch annimmt. So kannst du morgens in fünf Minuten frische Schnitten braten. Bereits gebratene Schnitten sind am zweiten Tag noch gut, verlieren aber ihre Knusprigkeit; wärme sie trocken in der Pfanne wieder auf, nicht in der Mikrowelle.

Einfrieren funktioniert hier gut, und zwar roh: Schneide die feste Platte in Schnitten, friere sie auf einem Brett vor und packe sie dann mit Backpapier zwischen den Lagen in eine Dose. Bis zu 2 Monate haltbar. Braten kannst du sie gefroren, nur bei etwas kleinerer Hitze und 2 Minuten länger pro Seite. Fertig gebraten und eingefroren werden sie dagegen weich und ledrig – das lohnt nicht.

Häufige Fragen

Kann ich statt Hafermilch eine andere Pflanzenmilch nehmen?
Ja, Sojamilch bindet sogar noch etwas fester und ist eine gute Wahl. Mandelmilch funktioniert auch, schmeckt aber deutlich dünner, dann darfst du an Vanille und Zucker nicht sparen. Von Reismilch rate ich ab, sie ist sehr süß und die Platte wird weicher.
Meine Schnitten zerfallen beim Wenden – woran liegt das?
Fast immer war die Ruhezeit zu kurz oder die Platte zu dünn ausgestrichen. Unter 1,5 cm Höhe fehlt der Schnitte die Stabilität. Stell sie noch einmal eine Stunde kalt und wende mit zwei Wendern gleichzeitig, einer schiebt, einer stützt.
Kann ich Weichweizengrieß statt Hartweizengrieß verwenden?
Das geht, ergibt aber eine weichere, breiigere Platte, die beim Braten leichter reißt. Wenn du nur Weichweizengrieß hast, nimm 230 g statt 200 g und plane eine Stunde mehr Kühlzeit ein. Der Geschmack bleibt gleich, nur die Kruste wird etwas weniger knackig.
Vegane Grießschnitten mit Zimt: Kalt geschnitten, goldbraun gebraten!
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