Schokoladen-Fudge mit 3 Zutaten: Das Geschenk aus der Küche!
Es gibt diese Tage im Dezember, an denen die Liste noch lang ist und die Zeit schon knapp. Die Nachbarin kommt am Nachmittag vorbei, die Kollegin hat etwas Selbstgemachtes mitgebracht, und du stehst da und denkst: Jetzt bräuchte ich etwas, das nach viel aussieht und wenig verlangt. Genau für solche Tage habe ich dieses Fudge. Ein Topf, drei Zutaten, eine kleine Form mit Backpapier – und am nächsten Morgen liegt da eine Platte dunkle, glänzende Schokoladenmasse, die sich in saubere Würfel schneiden lässt.
Das Besondere daran ist die gezuckerte Kondensmilch. Sie bringt Zucker, Milch und die richtige Menge Feuchtigkeit in einem Aufwasch mit und sorgt dafür, dass das Fudge weich bleibt, ohne zu zerlaufen. Du musst weder Zuckerthermometer noch Rührmaschine holen, nichts wird aufgeschlagen, nichts muss auf den Grad genau treffen. Die Schokolade schmilzt in der Kondensmilch, die Butter macht den Biss geschmeidig, und der Rest passiert im Kühlschrank von ganz allein.
Zutaten
- 400 g Zartbitterschokolade (50 bis 60 % Kakao), grob gehackt
- 1 Dose gezuckerte Kondensmilch (397 g)
- 40 g weiche Butter
- 1 Prise Salz (optional, zum Bestreuen)
Zubereitung
Schritt 1: Form vorbereiten
Lege eine quadratische Form von 20 x 20 cm mit Backpapier aus und lass das Papier an zwei Seiten überstehen. An diesen „Henkeln“ hebst du die fertige Platte später in einem Stück heraus. Drrücke das Papier gut in die Ecken, damit die Masse gerade Ränder bekommt und du am Ende saubere Würfel schneiden kannst. Stell die Form griffbereit neben den Herd, denn die Schokoladenmasse wird schnell fest.
Schritt 2: Schokolade hacken
Hacke die 400 g Zartbitterschokolade mit einem großen Messer in grobe Stücke, etwa so groß wie eine Haselnuss. Je gleichmäßiger die Stücke sind, desto gleichmäßiger schmelzen sie später. Wenn du Tafelschokolade nimmst, reicht es oft, sie entlang der Rillen zu brechen und die Stücke dann noch einmal zu halbieren. Kuvertüre in Tropfenform kannst du direkt verwenden.
Schritt 3: Alles im Topf schmelzen
Gib Schokolade, die ganze Dose Kondensmilch und die 40 g weiche Butter zusammen in einen schweren Topf. Stell ihn auf kleine Hitze und rühre mit einem Holzlöffel, ohne Pause. Nach drei bis fünf Minuten ist die Masse glänzend, dickflüssig und löst sich vom Topfboden. Nimm sie vom Herd, sobald keine Schokoladenstückchen mehr zu sehen sind – kocht die Masse, wird das Fudge körnig und später bröckelig.
Schritt 4: In die Form streichen
Kippe die warme Masse sofort in die vorbereitete Form und streiche sie mit einem Teigschaber glatt. Klopfe die Form zwei-, dreimal auf die Arbeitsplatte, damit sich Luftblasen lösen und die Oberfläche eben wird. Wenn du magst, streust du jetzt eine Prise grobes Salz darüber. Danach nicht mehr anfassen, sonst bekommt die Oberfläche Schlieren.
Schritt 5: Kalt stellen und schneiden
Lass das Fudge erst eine halbe Stunde auf der Arbeitsplatte abkühlen, decke es dann ab und stell es für mindestens vier Stunden in den Kühlschrank. Hebe die feste Platte am Backpapier heraus und schneide sie mit einem langen, in heißem Wasser erwärmten und abgetrockneten Messer in sechs mal sechs Würfel. Wische die Klinge zwischendurch ab, dann bleiben die Kanten scharf.
Omas Tipps
- Nimm keine Schokolade über 70 %. Sehr dunkle Schokolade hat wenig Kakaobutter im Verhältnis zu den Feststoffen und ergibt mit der Kondensmilch ein tröckenes, bröckeliges Fudge. Zwischen 50 und 60 % ist der Bereich, in dem die Masse weich und schnittfest zugleich bleibt.
- Kleine Hitze ist die halbe Miete. Die Kondensmilch enthält viel Zucker und setzt sich am Topfboden sofort an, wenn die Platte zu heiß ist. Rühre durchgehend und ziehe den Topf lieber einmal zu früh als zu spät herunter – die Restwärme schmilzt die letzten Stückchen zuverlässig.
- Zum Verschenken über Nacht kühlen. Frisch geschnittene Würfel sind noch weich und drücken sich in der Dose platt. Lass sie nach dem Schneiden eine Stunde offen im Kühlschrank stehen, dann trocknet die Schnittfläche leicht an und die Würfel bleiben in Schichten mit Backpapier dazwischen in Form.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich das Fudge in einer gut schließenden Dose zwei bis drei Wochen. Lege zwischen die Lagen jeweils ein Stück Backpapier, damit die Würfel nicht zusammenkleben, und stell die Dose nicht neben offenen Käse oder Wurst – Schokolade zieht Gerüche an wie ein Schwamm. Bei Zimmertemperatur bleibt es etwa eine Woche gut, wird dabei aber deutlich weicher.
Einfrieren geht sehr gut. Wickle die ganze Platte ungeschnitten in Backpapier und dann in Frischhaltefolie, so hält sie drei Monate. Lass sie über Nacht im Kühlschrank auftauen und schneide sie erst danach – taust du sie bei Zimmertemperatur auf, schlägt sich Kondenswasser auf der Oberfläche nieder und der Glanz ist dahin.
Häufige Fragen
- Mein Fudge ist nicht fest geworden – was nun?
- Meistens war die Schokoladenmenge im Verhältnis zur Kondensmilch zu klein oder es wurde Vollmilchschokolade verwendet. Gib die Masse zurück in den Topf, schmilz sie bei kleiner Hitze und rühre noch 50 bis 80 g gehackte Zartbitterschokolade unter. Danach wieder in die Form und kühlen.
- Kann ich statt gezuckerter Kondensmilch normale Kondensmilch nehmen?
- Nein, das funktioniert nicht. Ungezuckerte Kondensmilch enthält viel mehr Wasser und keinen Zucker, die Masse bleibt flüssig und wird auch im Kühlschrank nicht schnittfest. Achte auf der Dose auf die Angabe „gezuckert“ oder „gesüßt“.
- Kann ich noch etwas hineinrühren, ohne das Rezept zu sprengen?
- Ja, gehackte Wal- oder Haselnüsse in der Menge von etwa 80 g passen gut und ändern nichts an der Konsistenz. Rühre sie erst unter, wenn der Topf vom Herd ist, sonst geben sie ihr Öl an die warme Masse ab. Flüssige Zutaten wie Likör lass weg, sie machen das Fudge weich.

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