Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Kekse & Plätzchen

Schoko-Cookies mit 3 Zutaten: Ohne Mehl, in 15 Minuten fertig!

Schoko-Cookies mit 3 Zutaten: Ohne Mehl, in 15 Minuten fertig!
Portionen 14 Cookies
Vorbereitung 10 Minuten
Garzeit 15 Minuten
Gesamt 25 Minuten

Ich habe dieses Rezept aus der Not heraus gefunden, an einem Sonntagabend, als das Mehl alle war und trotzdem noch etwas Süßes auf den Tisch sollte. Im Schrank standen nur eine Tafel Zartbitterschokolade und Puderzucker, im Kühlschrank lagen zwei Eier vom Vortag. Was daraus wurde, backe ich seitdem öfter als jeden anderen Keks.

Ohne Mehl und ohne Butter passiert nämlich etwas Schönes: Die Cookies bekommen oben eine dünne, knusprige Kruste mit feinen Rissen, wie bei einer Baiser-Schicht, und bleiben darunter weich und dunkel wie ein Brownie. Der ganze Teig ist in fünf Minuten gerührt, und nach fünfzehn Minuten Backzeit stehen sie fertig auf dem Gitter. Schneller kommst du an selbst gebackene Schokoladenkekse kaum heran.

Zutaten

  • 200 g Zartbitterschokolade (mindestens 60 % Kakao)
  • 2 Eiweiß (Größe M, ca. 70 g)
  • 120 g Puderzucker

Zubereitung

Schritt 1: Ofen und Blech vorbereiten

Heize den Ofen auf 170 Grad Ober- und Unterhitze vor und lege zwei Backbleche mit Backpapier aus. Zwei Bleche lohnen sich, weil der Teig direkt nach dem Rühren aufs Blech soll: Er zieht beim Stehen an und lässt sich dann nicht mehr sauber abtropfen. Bei Umluft stellst du auf 155 Grad.

Schritt 2: Schokolade schmelzen

Hacke 150 Gramm der Schokolade grob und schmilz sie über einem warmen Wasserbad, bis sie glatt und glänzend ist. Nimm die Schüssel vom Topf und lass die Masse etwa fünf Minuten abkühlen, bis sie sich nur noch lauwarm anfühlt. Zu heiße Schokolade würde das Eiweiß später gerinnen lassen und kleine feste Flöckchen im Teig hinterlassen. Die restlichen 50 Gramm hackst du grob und stellst sie beiseite.

Schritt 3: Eiweiß mit Puderzucker aufschlagen

Schlage die beiden Eiweiß mit dem Handrührgerät eine halbe Minute schaumig und riesele dann den gesiebten Puderzucker langsam ein. Schlage weiter, bis die Masse dick, weiß und glänzend ist und beim Herausziehen der Quirle eine weiche Spitze stehen bleibt. Das dauert etwa drei Minuten – hier entsteht die Struktur, die den Cookies später die knusprige Oberfläche gibt.

Schritt 4: Alles vorsichtig verbinden

Gieße die lauwarme Schokolade in einem dünnen Strahl an den Schüsselrand und hebe sie mit einem Teigschaber unter, mit großen Bewegungen von unten nach oben. Rühre nicht mit dem Mixer weiter, sonst fällt die Masse zusammen. Wenn keine hellen Schlieren mehr zu sehen sind, hebst du die grob gehackte Schokolade unter. Der Teig ist zähflüssig und fällt schwer vom Löffel.

Schritt 5: Backen und auskühlen

Setze mit zwei Teelöffeln vierzehn walnussgroße Häufchen mit gutem Abstand auf die Bleche – sie laufen im Ofen noch etwas auseinander. Backe sie 15 Minuten auf mittlerer Schiene. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche matt glänzt und feine Risse zeigt. Lass sie vollständig auf dem Blech auskühlen, warm sind sie noch zu weich zum Ablösen.

Omas Tipps

  • Puderzucker unbedingt sieben. Er klumpt im Paket, und ungesiebte Klümpchen lösen sich in der kalten Eiweißmasse nicht mehr auf. Beim Backen schmelzen sie zu kleinen harten Zuckerinseln in der Oberfläche. Ein feines Sieb und zehn Sekunden Arbeit ersparen dir das zuverlässig.
  • Keine Vollmilchschokolade nehmen. Sie enthält mehr Zucker und Milchfett, dadurch werden die Cookies überzuckert und laufen zu flachen Plätzchen aus. Mit mindestens 60 Prozent Kakao bleibt die Süße des Puderzuckers im Gleichgewicht und die Häufchen behalten ihre Wölbung.
  • Fettfreie Schüssel für das Eiweiß. Schon ein Tropfen Eigelb oder ein Fettfilm vom Abtrocknen verhindert, dass das Eiweiß steif wird. Wisch die Schüssel vorher mit einem Spritzer Zitronensaft auf Küchenpapier aus. Ohne standfeste Eiweißmasse fehlt den Cookies die typische rissige Kruste.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

In einer gut schließenden Blechdose bei Zimmertemperatur bleiben die Cookies drei bis vier Tage gut. Lege sie nur in einer Lage oder mit Backpapier dazwischen, weil die weiche Mitte sonst an der Kruste des Nachbarn kleben bleibt. Stell sie nicht in den Kühlschrank: Die Feuchtigkeit dort weicht die knusprige Oberfläche innerhalb weniger Stunden auf, und genau die macht den Reiz dieser Kekse aus.

Einfrieren kannst du sie, es ist aber nur die zweite Wahl. Die Brownie-Mitte übersteht das Gefrieren gut und hält zwei Monate, die feine Risskruste verliert beim Auftauen jedoch ihren Biss. Wenn du trotzdem einfrierst, lass die Cookies offen bei Zimmertemperatur auftauen und schiebe sie zum Schluss fünf Minuten bei 150 Grad in den Ofen, damit die Oberfläche wieder abtrocknet.

Häufige Fragen

Was mache ich mit den beiden übrigen Eigelb?
Sie halten zugedeckt zwei Tage im Kühlschrank und eignen sich gut für einen Eierlikörkuchen oder zum Bestreichen von Hefezopf. Am einfachsten verquirlst du sie mit einem Löffel Sahne und rührst sie in ein Rührei – so geht nichts verloren, während die Cookies im Ofen sind.
Warum sind meine Cookies flach geblieben?
Dann war entweder die Schokolade beim Unterheben noch zu warm oder die Eiweißmasse zu kurz geschlagen. Die Schokolade muss sich lauwarm anfühlen, und das Eiweiß muss eine weiche Spitze halten, bevor du beides verbindest. Hebe danach nur mit dem Schaber unter, niemals mit dem Mixer.
Kann ich den Puderzucker durch normalen Zucker ersetzen?
Nein, hier nicht. Kristallzucker löst sich in der kalten Eiweißmasse in der kurzen Schlagzeit nicht auf und knirscht später zwischen den Zähnen. Puderzucker verbindet sich sofort und ist genau das, was der Masse ihre glatte, glänzende Oberfläche mit den feinen Rissen gibt.
Schoko-Cookies mit 3 Zutaten: Ohne Mehl, in 15 Minuten fertig!
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