Omas Küche – einfache Rezepte, Schritt für Schritt erklärt

Rezepte der Oma
Getreide-, Reis- & Hülsenfruchtsalate

Reissalat mit Mais und Paprika: Der Resteklassiker für 6 Personen!

Reissalat mit Mais und Paprika: Der Resteklassiker für 6 Personen!
Portionen 6
Vorbereitung 25 Minuten
Gesamt 25 Minuten
Ruhezeit 30 Minuten im Kühlschrank

Bei uns wurde nie etwas weggeworfen, und Reis vom Vortag war in der Küche meiner Mutter fast schon eine eigene Zutat. Kalt und körnig ist er nämlich viel besser für Salat geeignet als frisch gekochter, der klebt und pappt. Aus einer Schüssel Restreis, einer Dose Mais und zwei Paprika entsteht so innerhalb einer halben Stunde ein Salat, der eine ganze Familie satt macht – und auf jedem Gartenfest die erste Schüssel ist, die leer wird.

Dieser Reissalat ist auf 6 Personen ausgelegt, also auf eine richtige Runde am Tisch oder ein Mitbringsel zum Buffet. Er braucht keinen Ofen, kommt mit einem Dressing aus Joghurt, Mayonnaise und Essig aus und schmeckt nach ein paar Stunden im Kühlschrank sogar besser als frisch gemacht. Wer mag, lässt den Schinken weg – dann wird er vegetarisch, ohne dass etwas fehlt.

Zutaten

  • 600 g gekochter Langkornreis vom Vortag (entspricht ca. 250 g roh)
  • 1 Dose Mais (285 g Abtropfgewicht)
  • 1 rote Paprika
  • 1 grüne Paprika
  • 200 g gekochter Schinken am Stück
  • 1 kleine Zwiebel
  • 4 Gewürzgurken
  • 150 g Naturjoghurt
  • 3 EL Mayonnaise
  • 2 EL Gewürzgurkensud
  • 1 TL Weißweinessig
  • 1 Bund Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker

Zubereitung

Schritt 1: Reis auflockern

Nimm den kalten Reis aus dem Kühlschrank und gib ihn in eine große Schüssel. Fahre mit einer Gabel hindurch und zerdrücke die zusammengebackenen Klumpen, bis wieder einzelne Körner zu sehen sind. Hast du keinen Restreis, koche 250 g Langkornreis nach Packungsanweisung, spüle ihn kalt ab und breite ihn auf einem Blech aus, bis er wirklich abgekühlt ist – das dauert etwa 30 Minuten.

Schritt 2: Gemüse und Schinken schneiden

Halbiere die Paprikaschoten, entferne Kerngehäuse und die hellen Trennwände und schneide das Fruchtfleisch in etwa 1 cm große Würfel. Würfele den Schinken in derselben Größe – alles, was auf einer Gabel zusammen landen soll, sollte gleich groß sein. Die Zwiebel schneidest du sehr fein, damit sie sich verteilt und niemand auf ein scharfes Stück beißt. Die Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden, den Sud auffangen.

Schritt 3: Dressing anrühren

Verrühre in einer Schüssel Joghurt und Mayonnaise glatt. Gib den Gewürzgurkensud, den Essig, eine Prise Zucker, Salz und reichlich Pfeffer dazu und rühre kräftig durch. Das Dressing soll deutlich kräftiger schmecken, als dir lieb ist – der Reis schluckt beim Ziehen viel Würze und nimmt die Säure auf. Ist es zu dick, verdünne es mit einem weiteren Löffel Sud, nicht mit Wasser.

Schritt 4: Alles vermengen

Lass den Mais gründlich abtropfen und schüttle das Sieb ein paarmal, damit kein süßes Wasser in den Salat läuft. Gib Mais, Paprika, Schinken, Zwiebel und Gurken zum Reis und hebe alles locker um. Gieße dann das Dressing darüber und mische mit einem großen Löffel vom Rand her, bis jedes Korn leicht überzogen ist. Nicht rühren wie Teig, sonst wird der Reis breiig.

Schritt 5: Ziehen lassen und abschmecken

Decke die Schüssel ab und stelle sie für mindestens 30 Minuten kalt. In dieser Zeit verbinden sich Säure und Süße, und der Reis wird saftig statt trocken. Schmecke danach noch einmal ab: Fast immer fehlt jetzt Salz und ein Spritzer Essig. Schneide den Schnittlauch in feine Röllchen, hebe die Hälfte unter und streue den Rest kurz vor dem Servieren darüber.

Omas Tipps

  • Reis vom Vortag ist Pflicht. Frisch gekochter Reis gibt beim Abkühlen Stärke ab und verklebt im Dressing zu einer festen Masse. Kalter Reis hat diese Stärke bereits zurückgebildet, die Körner bleiben einzeln und trennen sich beim Untermischen von selbst. Deshalb koche ich absichtlich zu viel, wenn es unter der Woche Reis gibt.
  • Der Gurkensud ist das Geheimnis. Die zwei Esslöffel aus dem Gewürzgurkenglas bringen Säure, Salz und Dillaroma auf einmal mit – das schafft kein Essig allein. Probiere den Sud vorher: Ist er sehr süß, lass die Prise Zucker im Dressing weg, sonst kippt der Salat ins Pappige.
  • Für 6 Personen richtig rechnen. Als Hauptgericht ergibt diese Menge sechs gut gefüllte Teller, als Beilage am Grillbuffet reicht sie für zehn. Verdoppelst du das Rezept, verdopple aber nicht die Zwiebel – eine große statt zwei kleiner genügt, sonst dominiert sie nach dem Ziehen alles andere.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

In einer verschlossenen Dose hält sich der Reissalat im Kühlschrank zwei Tage, bei sehr frischem Schinken auch drei. Drücke die Oberfläche glatt und lege Frischhaltefolie direkt darauf, dann trocknen die obersten Körner nicht aus. Am zweiten Tag wirkt er oft trocken, weil der Reis Dressing aufgesogen hat – rühre dann zwei Esslöffel Joghurt und etwas Gurkensud unter, und er ist wieder wie frisch.

Einfrieren solltest du ihn nicht. Joghurt und Mayonnaise trennen sich beim Auftauen in Wasser und Fett, die Paprikawürfel werden weich und glasig, und der Reis verliert jede Struktur. Wenn du vorarbeiten willst, koche stattdessen den Reis vor und bewahre ihn ungewürzt bis zu drei Tage im Kühlschrank auf.

Häufige Fragen

Welcher Reis eignet sich am besten?
Langkornreis oder Basmati, weil die Körner nach dem Abkühlen einzeln bleiben. Milchreis und Risottoreis geben zu viel Stärke ab und verkleben. Parboiled Reis funktioniert ebenfalls gut und verzeiht es sogar, wenn er eine Minute zu lang gekocht hat.
Wie mache ich den Salat vegetarisch?
Lass den Schinken weg und nimm stattdessen 200 g gewürfelten Gouda oder Emmentaler, den du erst kurz vor dem Servieren unterhebst, damit er nicht zusammenklebt. Auch zwei hart gekochte, gewürfelte Eier passen gut und machen den Salat ebenso sättigend.
Kann ich ihn schon am Vorabend machen?
Ja, das ist sogar der beste Weg für ein Buffet. Mische alles bis auf den Schnittlauch zusammen und stelle die Schüssel abgedeckt kalt. Am nächsten Tag noch einmal abschmecken, eventuell einen Löffel Joghurt unterrühren und den frisch geschnittenen Schnittlauch erst dann darüberstreuen.
Reissalat mit Mais und Paprika: Der Resteklassiker für 6 Personen!
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